Sommerkonzert der Liebfrauenschule: Zehn Ensembles auf der Bühne

Bläserensemble

POP 16

Von friedvoll-leise bis fröhlich-beschwingt

Beim umfangreichen Programm des Sommerkonzerts der Liebfrauenschule stand eine Vielzahl von Akteuren - insgesamt waren es zehn Gruppen - auf der Bühne. Entsprechend viele Zuschauer, größtenteils Familien und Freunde, füllten die Ränge des Parktheaters.

Ohne große Vorrede ging es auch gleich musikalisch los. In der gemischten Bläserklasse der Jahrgangsstufe fünf, geleitet von Michael Meyer-Limp, fanden sich einige der jüngsten Künstlerinnen des Abends, die das Volkslied "Bald gras' ich am Neckar" und danach Beethovens berühmte "Ode an die Freude" vortrugen. Die Mädchen zeigten sich beherzt und ehrgeizig.

Mit sicherer Intonation

Als nächstes war die Singklasse der fünften Stufe von Frau Kottmann-Michels dran. Die 28 Sängerinnen sangen lieblich, aber auch kräftig und mit sicherer Intonation vier Stücke zu Klavierbegleitung, deren Stimmungen von friedvoll-melancholisch über fröhlich-beschwingt bis ins Komische variierten. Zum vierstimmigen Kanon gehörten Klatschen und Schlaghölzer, die das Nonsens-Lied noch spaßiger machten und beim Publikum Begeisterung hervorriefen.

Ein weiteres gemischtes Bläserensemble, wiederum unter Leitung von Meyer-Limp, spielte ein Arrangement der "Pavane für eine tote Prinzessin" von Maurice Ravel und den Mambo "Sway" von Pablo Ruiz. Das Ensemble setzt sich aus Musikerinnen verschiedener Klassenstufen zusammen, die zusammen eine große Bandbreite von Blasinstrumenten - von Querflöte und Klarinette über Posaune, Horn und Trompete bis zur Tuba - abdecken.

Auf das Instrumentalspiel folgt wieder Gesang, dieses Mal durch die Klasse von Frau Ki, der vor allem Sängerinnen der unteren Jahrgangsstufen angehören. Die Stücke enthielten mitunter solistische Abschnitte, die die jeweiligen Solosängerinnen mutig und mit Bravour meisterten. Ein Trio etwas älterer Sängerinnen sang anschließend, begleitet vom Klavier, zwei Titel aus Mozarts "Zauberflöte".

Das Oberstufengesangsensemble von Gerhard Bönig, das aus nur fünf Mitgliedern besteht, hatte drei abwechslungsreiche Stücke vorbereitet. Nach dem andächtigen, gefühlvollen "A Clare Benediction" von John Rutter kam das swingende, lustvolle "Lullaby of Broadway" von Al Dubin und Harry Warren und zum Schluss das noch zackigere, rhythmische "Ruf doch mal an" mit witzigem Text, der sich humorvoll an einen verschollenen Liebling richtet. Auch der zweite Teil des Programms hatte viel zu bieten: Zuerst betrat Meyer-Limp mit der Bläserklasse der sechsten Jahrgangsstufe erneut die Bühne. Diese spielte den "Marsch der Zinnsoldaten", dann das "Andante Grazioso" von Mozart, bevor es mit "Rocky Top" von Felice und Boudleaux Bryant einen überraschenden Stilwechsel hin zum Country und Bluegrass gab.

Tanzend beim Kriminaltango

Auch die Singklasse der sechsten Stufe unter Leitung von Lydia Kloos hatte bei der Auswahl der Stücke Wert auf Vielfalt und Lebhaftigkeit gelegt. Der lustige "Canoe Song" beinhaltet häufige Verswiederholungen in imitatorischer Zweiteilung. Der "Kriminaltango", bei dem sich ein Tanzpaar aus den Reihen der Sängerinnen löste, erzählt eine Detektivgeschichte. Beim südamerikanischen Folksong "Un poquito cantas" kamen Congas, Bongos, Schellenkranz und Rasseln zum Einsatz.

Das Orchesterensemble von Jürgen Reichardt mit sechs Geigen, zwei Celli und einer Klarinette besteht aus Schülerinnen der mittleren Jahrgänge. Sie spielten zunächst mehrere barocke Stücke, einen Marsch sowie eine Polonaise von Johann Sebastian Bach, dann den weithin bekannten Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel. Erfrischend anders wirkte daraufhin das Titelstück zum Film "Fluch der Karibik" in einem gelungenen Arrangement, bei dem Geigen, Celli und Klarinette jeweils eine der drei Stimmen übernahmen.

In der Folge trat der (Schüler)-Eltern-Lehrer-Chor auf. Das Wort "Schüler" stand auf dem Programmzettel in Klammern, denn diese fehlen im Chor zurzeit. Doch mit etwa zwanzig Eltern und Lehrern war die Truppe trotzdem gut aufgestellt. Zum Abschluss trat der im letzten Jahr gegründete Chor "Pop 16" unter Leiterin Lydia Kloos auf, der vier wandlungsreiche Stücke vortrug.

Flottes Finale mit Abba

Das flotte Finale bestand in Abbas "Mamma Mia", bei dem die Sängerinnen mit einer gestenreichen Choreografie und bunten Hüten auf dem Kopf noch einmal Vollgas gaben. Der Applaus kannte, wie schon bei den vorherigen Auftritten, keine Grenzen. Das Schlusswort hatte Schulleiterin Sabine Nellessen-Kohl, die sich bei den teilnehmenden Schülerinnen aller Altersstufen sowie den verantwortlichen Kollegen der Fachschaft Musik für den "bunten Reigen" musikalischer Darbietungen und beim Publikum für zahlreiches Kommen und gute Stimmung bedankte.

BA, 23.06.2017

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