160 gute Taten – Schuljubiläum an der Liebfrauenschule

Christliche Schule

Was steht gewöhnlich am Beginn eines neuen Jahres? Gute Vorsätze! Gute und große Vorsätze hat sich die Liebfrauenschule gemacht. Sie feiert in diesem Jahr ihren 160. Geburtstag – mit 160 guten Taten. Jede Schülerin, jede Klasse und auch die Lehrer und die Schulleitung sind aufgerufen kreative Ideen zu entwickeln, wie man anderen etwas Gutes tun kann und dies auch gemeinsam in die Tat umzusetzen. Zum christlichen Profil passt es, neben der individuellen Förderung auch das soziale Engagement in den Mittelpunkt zu stellen. 

Verbindung von Tradition und Moderne

Dass es eine christliche Schule im Jahr 2018 noch gibt – darauf darf man stolz sein. Hat sie dies doch ihrem pädagogischen Kurs zu verdanken, der Tradition mit dem Annehmen und Umsetzen von Neuerungen zu verbinden vermag. Schon 1973 schuf die Liebfrauenschule einen Ganztagszweig mit eigenem pädagogischem Konzept, das in den vergangenen 50 Jahren immer wieder den Bedürfnissen der Mädchen angepasst wurde. Der Blick auf die Einzelne  zeigt sich konkret in der Klassenstunde für alle Klassen. Der Musikunterricht wurde um das Angebot von Bläser- und Singklassen erweitert. Hier gerät neben der Leistung besonders die ganzheitliche Förderung jeder einzelnen Schülerin in den Blick.

Modern wirkt die Schule in vielen Teilen: Der Unterricht wurde mit dem Ersetzen der alten Kreidetafeln durch Active-Boards, auf denen man nicht nur schreiben, sondern auch Filme sehen, Präsentationen zeigen und im Internet recherchieren kann, unserem digitalen Zeitalter angepasst. Eigene Bereiche für die Oberstufe wurden geschaffen, ein neues „Lernzentrum“ mit eigenen Kunstsälen und einer modernen Bibliothek mit Arbeitszonen entstand. Der im Jahr 2013 neu eingeführte Realschulzweig wird in diesem Jahr den ersten Jahrgang zum Abschluss führen, was uns mit besonderer Freude erfüllt.

Mädchenschule – ein alter Zopf?

Mädchen denken anders, arbeiten anders und interessieren sich auch für andere Themen als Jungs gleichen Alters. Mit ihrem breit aufgestellten Angebot möchte die Schule die spezifische Entwicklung von Mädchen besonders fördern. Die naturwissenschaftlichen Fächer wurden um das Fach Naturlehre erweitert, die Förderung von „Jugend forscht“ wurde intensiviert und ein Schulvivarium aufgebaut, das von Schülerinnen versorgt wird.

Das Festjahr beginnt am 30. Januar offiziell mit einem Festgottesdienst zum Gedenken an die geistige Mutter der Mädchenschule, Maria Ward. Die Ordensfrau hatte sich im 16. Jahrhundert, in der Zeit der Religionskriege, besonders für die Bildung der Mädchen engagiert. Die Schwestern des auf sie zurückgehenden Maria-Ward-Ordens waren  seit der Schulgründung 1858 bis in die 1990er Jahre im Schulunterricht tätig.

Besondere Ereignisse im Festjahr

Heute ist der Schulträger das Bistum Mainz. Daher wird  die ganze Schulgemeinschaft im Sommer einen gemeinsamen Ausflug nach Mainz unternehmen. Der große Adventsbazar nimmt die christliche Ausrichtung auf und stellt die Solidarität, die Verantwortung für die eine Welt in den Mittelpunkt – er unterstützt konkret die Projekte des Ordens in Zimbabwe –wie ein Waisenhaus und eine Schule. Im September des Jahres steht dann ein großes Ehemaligentreffen an, wozu viele Liebfrauenschülerinnen ihre alte Schule besuchen, ihre Mitschülerinnen und Lehrer. Das Jubiläumsjahr ist also eine willkommene Gelegenheit, Schule als Ort des gemeinsamen Lebens und als Heimat zu erleben und im christlichen Selbstverständnis nach außen wirksam zu sein.

Auf zu neuen Taten!