Mozart-Oper und eine Premiere

Bläserklasse

Bläserensemble

Satoshi Komatsu

Projektorchester

Das Projektorchester der LFS spielt das Stück „I O“ von Satoshi Komatsu

Zum ersten Mal hieß es am Mittwoch in der Anne-Frank-Halle „Bühne frei!“ für das im Rahmen des Projekts „Jugend baut auf“ vom Japaner Satoshi Komatsu komponierte Stück „I O". Das Werk entstand als Kompositionsarbeit während eines Workshops mit Schülerinnen der Liebfrauenschule. Außerdem wurde den über 250 Zuhörern im Saal an diesem Abend unter anderem die Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart präsentiert.

In einem gemeinsamen Konzert von vier Musikgruppen der Liebfrauenschule sowie einem Klavierduo – bestehend aus dem in Bensheim lebenden Komponisten Satoshi Komatsu sowie Karola Matzke – zeigten Schülerinnen aller Jahrgangsstufen ihr Können. Die Moderation übernahm Jill Gärtner aus der E-Phase.

Bläserklasse zum Auftakt

Nachdem sich die Gäste vor Konzertbeginn im Foyer mit Brezeln und Getränken eingedeckt hatten, machte die „Bläserklasse 6“ den musikalischen Auftakt und spielte drei Arrangements angloamerikanischer Folk-Songs.

Das kleinere Bläser-Ensemble spielte anschließend mit „Who did it?“ ein Stück vom zeitgenössischen niederländischen Künstler Jacob de Haan. Stille während des Auftritts wurde dann für das bereits vorgestellte Klavierduo gefordert: Die beiden Musiker spielten drei vierhändige Stücke aus der Dolly Suite von Gabriel Fauré. 14 Schülerinnen des AG-Orchesters spielten gemeinsam mit Karola Matzke (Klavier) mit „The Irish Baker“ ein Arrangement des Amerikaners Robert Longfield.

Töne als „Sternschnuppen“

Vor der Erstaufführung von „I O“ bedankte sich der Komponist für die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und betonte, es sei für ihn „eine große Ehre“, in dieser Form auftreten zu dürfen. Dann berichtete Satoshi Komatsu von der Entstehung seines Stücks: Drei Töne, die anfänglich „wie eine Sternschnuppe“ in seinem Kopf auftauchten, formte er im Laufe der „harten Arbeit“ zu einer Melodie und schließlich zu einem „Liedchen“, wie der Künstler erklärte.

Er sei froh, diesen Arbeitsprozess für die Schülerinnen zu Lernzwecken anschaulich gemacht haben zu können. Die nun vorgeführten zwei Sätze seien dabei aber nur „ die ersten zwei Schritte“ des Projekts.

Abgerundet wurde der Abend nach einer 20-minütigen Pause durch das Projektorchester: Es spielte zunächst Stücke aus der „Zauberflöte“, zu denen Melanie Helfert und Carlotta Lebeth aus der Q-Phase die Opernhandlung rezitierten. Abschließend gab es dann ein Arrangement von „Music from Titanic“ zu hören. Nach dem von James Horner und Calvin Custer komponierten Stück gab es den lautesten Applaus des Abends.

Ergänzt wurde das Orchester an diesem Abend durch einen der Instruktoren. Michael Meyer-Limp spielte am Waldhorn mit. Dirigiert wurden Solisten und Projektorchester – wie alle Musikgruppen des Abends – von Jürgen Reichardt.

jan, BA, 02.02.2018