Exkursionsberichte

Q-Phase besucht das ehemalige KZ Struthof

  • Galgenansicht und Gedenktafel
  • Schülerinnen betrachten den Galgen

Jeder weiß, dass zur Zeit des Nationalsozialismus Millionen von Menschen in Konzentrationslagern gequält und getötet worden sind. Aber keine Schullektüre und kein Geschichtsbuch können Eindrücke so bewegend vermitteln wie der Besuch in einem ehemaligen Lager selbst. Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes machte sich die Q-phase am vergangenen Donnerstag auf den Weg nach Natzweiler-Struthof im Elsass. Begleiter waren die Geschichtslehrer der Stufe Frau Berg, Herr Leyh und Herr Schneider. Außerdem waren zur Unterstützung Herr Endisch und Frau Sternal mitgekommen.

In Struthof befindet sich ein ehemaliges Arbeitslager, das heute als Gedenkstätte betrieben wird. Obwohl es von den Nationalsozialisten erst 1941 eingerichtet worden ist, war es doch bewegend zu sehen, wie und wo über 50.000 Menschen aus 30 verschiedenen Ländern auf grausame Art und Weise behandelt worden sind. Besonders die Tatsache, dass das durchschnittliche Alter der Leute 20 Jahre betrug, führte zu einer einzigartigen Betroffenheit der Schülerinnen. Sie wurden direkt mit den menschenrechts-widrigen Verhältnissen in dem Konzentrationslager konfrontiert. Die Kleingruppen, in denen die Besucherinnen unterwegs waren, erhielten Einblicke in das Leben der Deportierten, unter anderem durch Berichte von Zeitzeugen oder von Gemälden, die einige talentierte Deportierte noch im Lager gezeichnet hatten, um ihre Erfahrungen zu verarbeiten. Auch wurde ausprobiert, wie sich eine Gefängniszelle anfühlt und die Gaskammer, die zu „medizinischen“ Zwecken dienen sollte, besichtigt. Obwohl viele der veranschaulichenden Texte auf Französisch formuliert waren, konnten wir viel über das Lager erfahren und auch die Atmosphäre machte viele Worte unnötig. Am Ende des Ausfluges waren alle Beteiligten sichtlich bewegt und werden sich mit Sicherheit noch lange Zeit an diesen Tag erinnern.

Marie Eckert, Verena Hofmann, Q2

  • Kennzeichnung von Juden