Darstellendes Spiel

  • "Wir wollen doch nur spielen! Und wir wollen, dass wir die Zuschauer damit erfreuen können."

    Verschiedene Theatergruppen haben ein Schuljahr lang gearbeitet, Ideen gesammelt, Szenen entwickelt und geprobt. Und kurz vor den Sommerferien ist es dann endlich so weit! Im Rahmen der Bensheimer Schultheatertage laden sie uns ein und erfreuen uns mit ihren Auffführungen.

    Schultheatertage 2017: Der Mörder ist doch nicht immer der Gärtner

    • Coole Kommissare
    • Zeugen am Tatort
    • Kommissare am Tatort
    • Ermittlungsarbeit der Kommissare
    • Spielleiterin C. Ehret-Jeltsch

    Die Theatergruppe der fünften Klassen ermittelt nach einem Mordfall

    Die Liebfrauenschule war im Programm der Schultheatertage mit zwei jeweils 30-minütigen Eigenproduktionen am Start. Die Theatergruppe der fünften Klassen brachte das Stück „Der Mörder ist immer der Gärtner“ auf die Bühne des Parktheaters.

    13 coole Kommissare betreten die Bühne. Schwarze Hosen, schwarze T-Shirts, schwarze Hüte , dunkle Sonnenbrillen – die „Blues Sisters“ haben einen Mordfall aufzuklären. Im Park wurde eine Person erschossen. Sechs Zeugen, die unmittelbar nach dem Verbrechen am Tatort auftauchten, werden vernommen und machen, aus Furcht, selbst ins Visier der Fahnder zu geraten, falsche Aussagen.

    Gesucht wird ein kleiner Großer

    Keiner der Zeugen hat den Täter gesehen, dennoch können ihn alle beschreiben. Das Profil des mutmaßlichen Mörders, das sich aus diesen Angaben zusammensetzt, ist äußerst vielschichtig: Gesucht wird ein großer kleiner Mann, ziemlich hässlich, aber auch schön, mit blau-braunen Augen und einer langen Kurzhaarfrisur.

    Zwölf unterschiedliche Phantombilder fertigen die Polizeizeichner an. Da die Spuren am Tatort – Popcorn, Traubenzucker, zwei Bücher – ebenfalls nicht weiterhelfen, greifen die Ermittler zur Standardlösung: Der Mörder ist immer der Gärtner. Also werden alle auffindbaren Gärtner verhaftet, die allerdings jegliche Schuld von sich weisen.

    Während der Tatzeit waren alle mit Blumengießen beschäftigt. Zeugen: die Pflanzen. Ein Handy, das am Tatort gefunden wird, bringt schließlich die Lösung des Rätsels: Mutti ruft an und verrät so unbeabsichtigt den Täter, den Oberkommissar. Der hatte das Opfer im Auftrag seiner Mutti erschossen und wird folgerichtig von seinen Kollegen verhaftet.

    „Der Mörder ist immer der Gärtner“ ist ein rhythmisches, kurzweiliges Stück, das von falscher Wahrnehmung handelt und dazu auffordert, nicht immer den üblichen Weg zu gehen, sondern im Leben den Blick in aller Richtungen offenzuhalten. Eine gelungene Inszenierung der LFS-Schülerinnen.

    Es spielten: Laura Geißelmann, Maren Herzog, Johanna Tischer (5A), Eleni Gnann, Lilly Montag, Tara Ottens (5C), Ann-Kathrin Bremstaller, Emily Brouwer, Samantha Opper, Emma Parker, Linn Rügamer, Lene Vogler, Vanessa Wiebe (5D); Spielleitung: Christiane Ehret-Jeltsch

    eh, BA, 17.06.2017

    Schultheatertage 2017: Ohne Make-up – was für eine Katastrophe!

    Sechstklässler zeigten das gesellschaftskritische Stück „Es waren einmal…“

    Die Kreativgruppe der sechsten Klassen der Liebfrauenschule führte das Stück „Es waren einmal….“ auf. Dabei geht es um neun Prinzessinnen mit rosa Tüllröckchen, kleinen Krönchen, kitschigen Schminktäschchen und riesigen Handys. Auf der Schule für Prinzessinnen lernen sie, wie ihresgleichen sich zu benehmen hat.

    Frau Von und Zu ist eine strenge Lehrerin, die vor allem auf das regelmäßig Einstudieren herrschaftlicher Gesten größten Wert legt. Standesgemäße Posen für Selfies erfordern hartes Training. Jede der neun Schönheiten hält sich, klar, für die beste Prinzessin des Universums.

    Zu diesem Haufen stößt ein weiteres junges, adliges Geschöpf in Jeans und schwarzer Lederjacke: die Enkeltochter von Schneewittchen. Und die kann mit dem Getue der anderen, die sogar einen eigenen You-Tube-Kanal betreiben, nichts anfangen. Eines Nachts klaut eine böse Fee ihre Schminktäschchen. Katastrophe!

    Die Freundschaft währt nur kurz

    Nur wenn die Truppe den Zauberwald durchquert, gibt es das Schminkzeug zurück. Und tatsächlich bestehen die Mädchen das Abenteuer. Als Prinzessinnen gehen sie in den Wald, als Freundinnen komme sie wieder heraus. Doch das Glück währt nur kurz: Die Fee hält ihr Versprechen und händigt das Make-up wieder aus. Und Schluss ist mit dem Freundinnen-Gedöns.

    Nur eine schwört der Clique ab und schließt sich der Lederjacken-Prinzessin an, die anderen acht fallen in ihre alten (Schmink-)Muster zurück. „Und wenn si nicht gestorben sind, stehen sie heute noch vor dem Spiegel“, kommentiert die Lederjacke dieses Verhalten.

    Mit der stimmigen und unterhaltsamen Aufführung glückt den LFS-Schülerinnen eine deutliche, nachdenklich machende Kritik an Oberflächlichkeit und der zunehmenden Bedeutung von Äußerlichkeiten in der modernen Gesellschaft.

    Es spielten: Patricia Bolle (6B), Maria Franjo, Emilia Reusch, Annalena Volk, Michelle Wypior (6C), Romy Roeder, Helen Schneider (6D), Sophia Bartl, Jonna Püschel, Sophie Roß, Charlotte von Wolffersdorff, Kerstin Wenderoth (6E) Spielleitung: Christiane Ehret-Jeltsch

    eh, BA, 17.06.2017

    Schultheatertage 2017: Im Auge des Betrachters

    Die Theater-AG bearbeitete „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann

    Eröffnet wurden die Schultheatertage 2017 von der Theater-AG der Liebfrauenschule. Das Oberstufen-Ensemble unter der Leitung von Christiane Ehret-Jeltsch hat sich in diesem Jahr mit E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ auseinandergesetzt. Auf der Basis des „Schauerromans“ von 1816 haben die Spielerinnen eine eindrucksvolle Reise in die menschliche Wahrnehmung unternommen.

    Die Handlung mäandert zwischen Vernunft und Fantasie, Traum und Realität. Langer Applaus im Parktheater. Hoffmann schildert das Schicksal des Studenten Nathanael, der unter dem Einfluss traumatischer Kindheitserinnerungen verrückt wird und letztlich Selbstmord begeht. Ungeklärt bleibt, ob er dabei Opfer einer Intrige wurde oder einzig seinen eigenen Wahnvorstellungen erlegen ist. Die Eigenproduktion „Im AUGE des Betrachters“ fokussiert ein Opfer der eigenen Wahrnehmung, das sich dem Einfluss bestimmter Erlebnisse aus seiner Kindheit nicht entziehen kann.

    Feinsinnig ausgeleuchtet

    Darüber hinaus hat sich das Ensemble mit der begrenzten Wahrnehmung des Menschen befasst, die leicht von außen manipuliert werden kann. Auch der Einfluss von bereits Erlebtem auf das Handeln in Gegenwart und Zukunft wird theatralisch feinsinnig ausgeleuchtet.

    Jeder lebt in seiner eigenen Vorstellungswelt. Ist Wirklichkeit daher nur eine relative Größe? Und wie beeinflusst die persönliche Perspektive den wachen Blick auf eine objektive Realität – sofern eine solche überhaupt existiert? Die 13 Darstellerinnen, allesamt im Schwarz gekleidet, nähern sich diesen Fragen in einem von Augen dominierten Bühnenbild, wo sich die Biografie der Hauptperson in Briefen und durch die Berichte eines Erzählers schrittweise entfaltet.

    Auch die Figur des Coppelius ist von Hoffmanns Erzählung entlehnt: Ein furchteinflößender, riesiger Kerl, der Nathanael und dessen Geschwistern in ihrer Kindheit die Lebensfreud raubt. Der Protagonist, der als junger und älterer Man dargestellt wird, versinkt in düstere Träume und glaubt, dass das Leben von einer höheren Macht bestimmt werde.

    Demnach ist Coppelius die monströse Figur des Sandmanns, der den Kindern die Augen ausreißt. Seine Umgebung aber fordert, dass Nathanael seine Fantasie zügeln solle. Mehr und mehr verstrickt er sich in eine Gedankenwelt, die sein Leben bestimmt. „Wir leben im Augenblick“, heißt es in der Schulproduktion, die im Parktheater eine intensive, bisweilen beklemmende Atmosphäre erzeugte.

    Es spielten: Annelie Dommes, Laura Dreßler, Mareike Manns, Fiona Matlok, Ricarda Neumeister, Lena Rudolph (alle 9. Klasse), Elena Gross, Clara Hofmann, Anabel Rothenheber (alle E-Phase), Anuschka Ritzert, Leonie Roth, Halina Dechnig, Serena Kipfstuhl (alle Q2), Julia Gross (Q4); Spielleitung: Christiane Ehret-Jeltsch

    tr, BA, 17.06.2017

    Schultheatertage 2016: Über Nacht erwachsen

    • Die Spielleiterinnen Frau Bruchmann und Frau Ehret-Jeltsch
    • Um Mitternacht nimmt die Geschichte ihren Lauf.....
    • Vertauschte Rollen

    Kreativgruppe der fünften Klassen spielt „Es geschah um Mitternacht“

    Ein Traum? Oder doch eher ein Alptraum? Eine Gruppe von Kindern wird über Nacht erwachsen. Und die Eltern werden Kinder. Als sich der Spuk verzogen hat und die alte Ordnung wiederhergestellt ist, haben alle etwas gelernt: Jeder gehört in seine Rolle. Mit allen Vor- und Nachteilen, die dazugehören.

    Die Kreativgruppe der fünften Klassen aus dem Kurs Darstellendes Spiel der Liebfrauenschule hat sich dem Thema überaus kreativ und einfallsreich, genähert. In kleinen Szenen zeigen die Darsteller den täglichen Kampf um Selbstbehauptung im steten Erziehungsduell zwischen den Generationen.

    Zimmeraufräumen, Schule und Hausarrest sind nicht gerade schön, doch auch graue Haare, Berufstätigkeit und der Bedarf von Antifaltencremes scheinen kaum erstrebenswert. Die Botschaft des Stücks: Eltern sollten ein bisschen lockerer und Kinder ein wenig kooperativer sein. Dann wird es doch recht gemütlich auf unserem Planeten. Zumindest, was das Familienleben angeht.

    Rollen werden getauscht

    ,,Es geschah um Mitternacht" heißt die Inszenierung, in der 15 Schülerinnen beispielhaft deutlich machen, was passiert, wenn die Verhältnisse plötzlich durcheinander geraten. Schlag Mitternacht vertauschen sich die Rollen, werden aus Erziehungsberechtigten aufmüpfige Jugendliche und aus genervten Kidds verantwortungsvolle Elternschaft. In kurzen Spielszenen gibt das frisch agierende Ensemble alltäglichen Stresshormonen ein theatralisches Gesicht: Vorschriften, Regeln und Bevormundungen wohin man auch hört. Kinder quengeln beim Museumsbesuch, Erwachsene schimpfen über unaufgeräumte Zimmer. Auf einmal verändert sich alles. Und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Nur die Sprüche bleiben die gleichen.

    Unter der Regie von Christiane Ehret-Jeltsch entwickelten die Schülerinnen ein amüsant-verträumtes Utopia, das sich schnell als gar nicht so wünschenswerte Alternative entpuppt. Denn die großen Kleinen merken rasch, dass auch Freiheit ihre Grenzen hat und man sich auch als Erwachsener mit gewissen Begrenzungen arrangieren muss.

    Schließlich  fragen sich die Kinder, wie sie ihre kindlichen Träume als Erwachsene umsetzen oder forcieren können. Sie wollen Armen helfen, Tiere retten oder Kriege verhindern. Nach der Rückverwandlung bleibt die Erkenntnis: Wenn sich jeder nur ein bisschen ändert, ist ganz viel gewonnen. Wenn der Vater weniger aufs Handy guckt, die Mutter weniger penibel putzt und Fräulein Tochter an und zu auch mal einsieht, dass es früher nach Hause kommen muss.

    Tolles Stück, agiles Ensemble und ein hoch aufmerksames Publikum. Ein starker Auftakt der diesjährigen Schultheatertage.

    Spielerinnen: Anna Keilmann (5A), Patricia Bolle (5B), Emelie Lehnert, Stella Ludwig, Emilia Reusch, Fanny Rhein (5C), Marie Arnold, Greta Auer, Romy Darmstädter, Emily Donnhäuser, Laura Heßbrügge, Sofia Maietta, Alma Piesch, Helen Schneider (5D), Charlotte von Wollffersdorff (5E)

    Spielleitung: Christiane Ehret-Jeltsch

    BA, tr, 06.07.2016

    Schultheatertage 2016: Alle machen mit: Hauptsache hip!

    • Die wechselhaften Chamäleons
    • Die Kängurus setzen mit ihren Beuteln einen neuen Trend.
    • Die Katzen
    • Immer auf der Suche nach neuen Trends

    ,,TIERisch trendy" karikiert den Drang nach Zugehörigkeit um jeden Preis

    Trend-Updates sind täglich frisch. Wer zu spät kommt, den bestraft die Mode. Trendsetter kommen unangekündigt und spontan. Mitmachen ist angesagt. Oder man rennt der Herde hinterher.

    Augenzwinkernd, frech und fantasievoll haben sich die Sechstklässlerinnen der Liebfrauenschule ein Thema vorgeknöpft, dass sie selbst nur allzu gut verstehen. Es geht um Zugehörigkeitsgefühl, Styleführerschaft und modischen Nachahmungstrieb. Das Ensemble hat daraus eine Fabel gemacht, die beim Publikum bestens angekommen ist.

    ,,TIERisch trendy - von Beuteln und anderen Katastrophen" so der Titel der Inszenierung, den die Kreativgruppe unter der Leitung von Heike Schäfer-Rehn und Catharina Bruchmann blitzsauber auf die Bühne gebracht hat. Die Kängurus wollen Urlaub machen und landen in einem Modestreit zwischen modischen Katzen und den wechselhaften Chamäleons. Eigentlich wollen sie - typisch Känguru - nur spielen, werden aber ungewollt zu Trendsettern.

    Denn irgendwann spüren die anderen, dass die komischen Beutel unter dem Hals ja doch irgendwie ganz hip sind. Also nichts wie hinterherrennen und aufspringen, bevor der Trend-Zug abgefahren ist. Wer hat den Schönsten? Wem steht's am besten? Der Beutel wird vom No-Go zum Statussymbol. Und die Kängurus sind plötzlich gar nicht mehr so langweilig. Individualität scheint in diesem Mikrokosmos keine Rolle zu spielen. Trendy muss Tier sein – um jeden Preis. Und alle machen mit.

    Das Stück zeigt auf plakative wie heitere Weise, wie kurzlebig Trends und Moden sind und wie schnell sich die Zeiger drehen können. Eine leidenschaftliche Ensembleleistung in einem außergewöhnlichen Stück mit klarer Botschaft: Aus dem Wunsch nach Individualität ist längst gelebter Mainstream geworden.

    Die Abgrenzung von der Masse erzeugt eine neue Mehrheit, die irgendwann gar nicht mehr merkt, welchen tumben Ikonen sie hinterherläuft. Da wird sogar ein verlorener alter Schuh zum Auslöser des nächsten Trends.

    Spielerinnen: Julia Driemeyer, Annika Frommherz, Mariana Vasconcelos, Gia-Han Nguyen, Karen Runhaar, Anna Schuhmann (6A), Sabrina Winkenbach (6C), Anna Nichols, Leonie Tölkes (6D), Carolin Flath, Viola Hirsch, Alina Jakob, Nele Kulke, Chiara Kunert, Annika Meyer, Lilly Natho, Beate Sturm, Jana Vonderheid (6E)

    Spielleitung: Heike Schäfer-Rehn, Catharina Bruchmann

    BA, tr, 06.07.2016

    • "Willkommen in der Ewigkeit!"
    • Schutzengel müssen fliegen lernen
    • Unterricht bei den Senior-Engeln
    • Schutzengelprüfung bestanden!
    • Schutzengel im Streik

    Theater-AG der Oberstufe greift ein ernstes Thema auf - mit Augenzwinkern

    Schutzengel sind auch keine Alleskönner! Wenn die Menschen durchdrehen, wenn Gewaltexzesse und Terror, Bomben, Flucht, perverse Machtspielchen und Hungersnöte inzwischen zum Alltag zäh-len, in Paris, Istanbul und Syrien tausende von unschuldigen Zivilisten sterben, dann sind die himmlischen Wesen machtlos. Nur der Mensch allein hat es in der Hand, das Ruder herumzureißen. Momentan ist ein Kurswechsel allerdings alles andere als wahrscheinlich.

    Die Krisen in der Welt: ein schwieriges Thema, das die TheaterAG der Oberstufe an der Liebfrauenschule in einer einstündigen Eigenproduktion ,,Engelisch für Anfänger" verarbeitet hat. Und doch ist es den Schülerinnen unter Regie von Christiane Ehret-Jeltsch gelungen, die Geschichte mit dem nötigen Ernst, aber auch mit Augenzwinkern und der einen und anderen selbstkritischen Anspielung zu erzählen.

    Beispiel: Menschen kaufen Dinge, die sie nichtbrauchen, um Menschen zu beeindrucken, die sie nicht mögen. Auch die Einsamkeit im Alter bekommt ein Gesicht- und einen fetten Spruch: ,,Die Religion lehrt, das Leben ist ein Geschenk."

    Es gibt sechzig Minuten lang viel zu schmunzeln. Die Dialoge sind herzerfrischend frech - aber im Verlauf des Spiels wird die Ausweglosigkeit, in der wir stecken, immer deutlicher: Die Gewaltspirale dreht sich unentwegt weiter. Die Rahmenhandlung ist ebenso herzerfrischend komisch wie aufrüttelnd.

    Das allein im himmlisch-unschuldigen Weiß gestaltete Bühnenbild, die Choreografie, das Arrangement der Spielerinnen scheinen zusammen genommen Szenen aus alten Gemälden zu ähneln. Absolut gelungen!

    Allen Darstellerinnen aus den Klassen 8 bis 12 gilt ein großes Kompliment den drei besserwissenden Senior-Engeln, die im Wolkenkuckucksheim fernab jeder Realität leben und nichts wie labern - genauso wie den zunächst naiven, immer mehr aufbegehrenden und desillusionierten Nachwuchs-Schutzengelchen. Sie haben zwar ihren "Engelischkurs für Anfänger" mit Bravour bestanden, wissen aber nach ihrem ersten Einsatz auf der Erde, dass sie nichts ausrichten können.

    Und das Ende vom Lied? Die Engel treten in den Streik, sind ernüchtert, verzweifelt, organisieren eine Demonstration und stellen einen Versetzungsantrag. Der Schutzengel ist passé, jetzt gehts als Wolkenschieber an die Arbeit.

    Spielerinnen: Lea Hartmeyer, Jana Hör, Michelle Meyer („Q4“), Elena Bormuth, Anna Clobes, Julia Groß, Olivia Wachtel (Q2), Bente Fülscher, Anuschka Ritzert, Leonie Roth (E), Clara Hofmann, Julia Molitor, Anabel Rothenheber (9), Mareike Manns (8)

    Gäste: Anna Hähring und Monika Neeser (7)

    Spielleitung: Christiane Ehret-Jeltsch

    BA, 06.07.2016

    Theater-AG beim Delta-Theaterfestival in Mannheim

    „Und den wollten wir wirklich kennenlernen?" lautet die abschließende Frage des Theaterstückes „Kopfkino". Danach geht das Licht aus und die Spielerinnen erhalten begeisterten und lang anhaltenden Applaus. „Theaterleute" sitzen im Publikum, Mädchen und Jungen, junge Frauen und Männer, die selbst auf der Bühne aktiv sind, die in der Schule oder in sogenannten Spielclubs der Theater der Rhein-Neckar-Region selbst schauspielern und Theaterstücke entwickeln. Die Theater-AG der Großen ist am 16. Juli beim Delta-Festival des Nationaltheaters Mannheim aufgetreten und bekommt absolut positives Feedback.

    Zum einen kommt das Feedback von der Festival-Patengruppe der LFS. Spielerinnen der Bühnen Crew Speyer, eines Spielclubs des Kinder- und Jugendtheaters aus Speyer, fühlen sich absolut verstanden, da sie sich selbst und ihr eigenes Chaos im Kopf wiedererkannt haben. Und sie meinen, dass das Stück sozusagen pädagogischen Wert habe, da die Jungs im Publikum endlich die Chance hätten zu verstehen, was in einem weiblichen Kopf so alles los sei.

    Drei Mal ist die Theater-AG der Großen bei den Schultheatertagen des Nationaltheaters Mannheim bereits aufgetreten, jeweils im zweijährigen Rhythmus (2009, 2011, 2013). Besonders war diesmal, dass die Schultheatertage in ein noch größeres Festival integriert waren: das Delta-Festival, das jedes Jahr Spielclubs der Theater in Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und Speyer zusammenbringt.

    Bereits im April hatten Maren Rottler (beim Nationaltheater Mannheim zuständig für Theaterpädagogik) und Josefine Rausch (Theaterpädagogin am Schnawwl) die Theater-AG in einer Probe besucht. Sie begutachteten einzelne Szenen, befragten die Spielerinnen in Bezug auf die Idee zum Stück und die einzelnen Charaktere, die sie verkörperten. Ungefähr zwei Wochen später kam dann die gute Nachricht: Ihr seid dabei! Die Theater-AG der Liebfrauenschule was also eine von sechs Schul-Gruppen, die ihre Produktion im Rahmen des Delta-Festivals zeigten.

    Es waren dabei: Carolin Helm, Jana Hör, Lea Hartmeyer, Michelle Meyer, Adriana Minther und Sabrina Schön (alle jetzt Q3), Eva Benner und Charlotte Holderied (jetzt E-Phase), Hannah Beck (Abi 2015). Daniela Schurig und Julia Eßinger (Q3) unterstützten als Stimmen aus dem Off. Lea Gremm und Luisa Wipplinger, die 2013 an der LFS Abitur gemacht haben und derzeit in Mannheim studieren, fuhren Licht und Ton. Und last, but not least: Benedikt Helm sprach aus dem Off „den Mann“.

    Für alle Beteiligten war es eine bereichernde Erfahrung, denn nicht nur die Rückmeldungen der anderen Spielerinnen und Spieler helfen weiter, sondern auch die Chance, viele, zum Teil ganz unterschiedliche Produktionen mit jungen Schauspielern zu sehen. Es gibt also Anregungen genug, damit auch in diesem Schuljahr beim Theaterabend der LFS wieder ein Stück auf die Bühne gebracht werden kann, das vielleicht beim Publikum so gut ankommt wie die Produktion „Kopfkino“ bei Tim Theuer, einem Redakteur des „Sternenblattes“, der Festival-Zeitung des Delta-Festivals. Er schrieb: „Sowohl die Stimmen, die in den Kopf kommen, als auch die Stimmen, die aus dem Kopf wieder herauskommen, sind unheimlich unterhaltsam, eine Komödie, die nachdenklich stimmt.“

    Christiane Ehret-Jeltsch

    Schultheatertage 2015: Kreativgruppe der fünften Klassen spielte gekonnt mit Fantasie und Realität

    • Kreativgruppe der 5. Klassen
    • Wir machen eine Schülerzeitung!
    • Eine Ausgabe mit "Sensationsmeldungen"
    • Spielleiterinnen: Frau Binas-Kalle, Frau Ehret-Jeltsch, Frau Schäfer-Rhen

    Schlagzeilen werden lebendig 

    Typisch Schule: Symmetrisch reihen sich Stühle und Bänke zu einer klaren Ordnung auf. Anders die Schüler: Sie legen gelangweilt ihre Köpfe auf die Arme. Doch das sollte sich schlagartig ändern. Mit einer zündenden Idee machte sich auf der Bühne des Parktheaters eifrige Geschäftigkeit breit: ,,Wir machen eine Schülerzeitung."

    So stellte sich die Ausgangssituation dar, aus der die Kreativgruppe aus der fünften Jahrgangsstufe der Liebfrauenschule ein eigenes Stück entwickelte. Auch wenn sich das Thema an ihren Schulalltag anlehnt, schlugen die Akteure in ihrer Inszenierung auch neue Sphären auf.

    Anfangs schwelgten die zehn Reporter noch in Euphorie, sie wollten Stars des Journalismus und Layout- Künstler sein. Die Nullnummer erwies sich als Debakel. Kein Absatz, keine Leser. Jetzt erst recht. Die nächste Ausgabe sollte ein Knüller werden. Das Blatt wurde mit Sensationen - allesamt das Produkt ihrer Fantasie - gefüllt. Selbst den Pottwal ließen sie im Rhein bei Worms schwimmen.

    Die Kommentare der Leserschaft hörten sich verheißungsvoll an: ,,Voll cool", ,,Krass", ,,Nee, oder?“. Jetzt wussten die Verfasser, wie der journalistische Hase läuft und wie man Leser gewinnen kann. Bis sich plötzlich ihre Fantasy-Storys verselbstständigten und wahr wurden.

    Wer oder was steckte dahinter? Wie suchende Spürnasen schlich die Truppe in gebückter Haltung über die Bühne - natürlich mit Erfolg.

    Die Inszenierung, die fast gänzlich auf Requisiten verzichtete, spielte geschickt mit der visuellen Präsenz der Figuren. Man griff auf effektive Stilmittel zurück Mal bewegten sich die Figuren locker und scheinbar ziellos im Raum oder verbanden sich vielsagend zu einem geschlossenen Kreis. Dann stellten sie sich in einer geordneten Reihe auf, aus der eine nach der anderen mit einem Schritt nach vorn aus der Masse her-vortrat und ihren - zumeist kurzen - Wortbeitrag leistete.

    Auf längere Monologe verzichtete man gänzlich. Die knapp gehaltenen Sätze oder Halbsätze wiesen über sich hinaus. Kam Sprache zum Einsatz, dann hatte sie oft einen aufzählenden Charakter oder unterstrich im chorischen Zusammenspiel ihre Bedeutung. Nur in einem gut aufeinander abgestimmten Team lassen sich solch ausgeklügelte und vielsagende Kollektivbilder auch wirkungsvoll einsetzen. Das ist der Gruppe wahrlich gelungen.

    • Spielerinnen: Kristin Driemeyer, Ramsha lshaq, Karen Runhaar, Olga Schneider, Sofia Stern,   Maria Mijatovic, Carolin Flath, Chiara Kunert, Beate Sturm, Jana Vonderheid            
    • Technikerinnen: Lea Gremm und Olivia Wachtel                                 
    • Spielleiterin: Heike Schäfer-Rehn

    moni, BA, 15.07.2015

    Bei "Nur ein Knofdruck genügt" wirken übersinnliche Kräfte

    • Kreativgruppe Klassen 6
    • Der "Wunschknopf" bietet alle Möglichkeiten....
    • Drei Helden setzen dem Spuk ein Ende

    Wunschkonzert und harte Realität

    Was wäre wenn ...? Aus einer alltäglichen Situation. entwickelte die sechste Jahrgangsstufe der Liebfrauenschule unter der Spielleitung von Christiane Ehret-Jeltsch ein Theaterstück, das in ungeahnte Sphären der Fantasie führte.

    Im Kontrast zu einem Wunschkonzert des Lebens stand der Alltag.  Zwei skizzenhaft angerissene  Szenen reichten, um sich in die anstrengende Routine der jungen Leute einzufühlen. Zum einen die Eile am Frühstückstisch mit Handy-Kopfhörer im Ohr. Die Atmosphäre in der kriselnden Familie lud weder zum Verweilen noch zum Hinhören ein.

    Als ebenso wenig inspirierend skizzierte die Darstellung den Kontext Schule; dort sah man sich unvermittelt mit einem harschen Befehlston des Lehrpersonals konfrontiert: ,,Handys weg; jetzt wird ein Aufsatz geschrieben."

    Das Handy schien bei den jungen Leuten im Zentrum zu stehen. Ohne Verbindung zu den sozialen Netz- werken schien nicht einmal ein Handballspiel zu laufen. Die Gruppe wusste wunderbar die zentrale Rolle ihres ,,Spielzeugs" zu karikieren, vergaß aber auch nicht, seinen Nutzen zu betonen.

     

    Den Wunschknopf betätigt

    Erst später entdeckte die Clique ein merkwürdiges Etwas, dem man mit ängstlicher Neugierde entgegentrat und übersinnliche Kräfte zusprach. Es war zwar lediglich eine kleine  ,,Halli-Galli"-Glocke, die auf einem mit einem Tuch abgedeckten, merkwürdig konstruierten Körper stand, aber verführerisch lockte. „Ist das etwa ein Wunschknopf?“

    Dass jemand trotz Verbots drücken musste, schien vorprogrammiert. ,,We don't need no satisfaction and control": Die passende Musik ertönte, und der erste Wunsch erfüllte sich: ,,Ich will, dass es keine Schule mehr gibt."

    Seitdem bestimmten Fernsehen und Computer den Tag. Um die richtige Menge an Zutaten für einen Kuchen auszurechnen, reichte jetzt allerdings die Bildung nicht mehr aus. Dazu brauchte man einen Wunschpunkt. Man bekam Schönheit, Erfolg und Klugheit, Weihnachtsgeschenke und ließ den Tod abschaffen. Ein Leben ohne Ende und eine Weltbevölkerung die explodiert. Damit hatte die Truppe wohl nicht kalkuliert. Die Ironie des Schicksals holte sie selbst ein. Jetzt musste man Weihnachtsgeschenke sogar für die Ur-Ur-Ur-Ur-Oma besorgen. Gut, dass drei Helden dem Spuk ein Ende setzen konnten

    Die Inszenierung war auf wenige Requisiten beschränkt: ein paar Kisten - multifunktional eingesetzt-reichten. Die Akteure meisterten die Herausforderung mit ihrer enormen Präsenz. Sie füllten den fast leeren Raum mit quirligem Leben und Spannung.

    • Spielerinnen: Nele Bader, Katharina Bauer, Louisa Fuchs, Anna Häring, Lubna lshaq, Amy Keil, Amelie Krauss, Noemi Krauß, Juliane Kaymer, Leyla Mohles, Lucille Nagel, Monika Neeser, Juli Ochs, Amelie Opper, Hannah Schäfer, Hanna Sigmann, Victoria Vettel, Theresa Wenderoth, Celine Witt
    • Technikerinnen: Lea Gremm und Olivia Wachtel
    • Spielleiterin : Christiane Ehret-Jeltsch

    moni, BA, 15.07.2015

    Alles nur schöner Schein?

    • Theater-AG Klassen 7-9
    • Die "Barbies"

    Schülerinnen der 7. Bis 9. Klasse zeigten ihre Eigenproduktion „Sein oder nicht sein“

     “Sein oder nicht sein.“ William Shakespeare hat diesen dem Prinzen von Dänemark in seiner Tragödie ,,Hamlet" in den Mund gelegt. Die Theater-AG der Leibfrauenschule mit Schülerinnen der 7. bis 9. Klasse hat das Zitat als Titel für ihre Eigenproduktion gewählt, die an  den Schultheatertagen Premiere feierte. Ein Jahr Vorbereitungszeit war notwendig, bis das Stück fertig geschrieben war, die Dialoge und die Darsteller mit den Proben durch waren.

    „Sein oder nicht sein" also. Die Schülerinnen setzten sich auf der Theaterbühne auf humorvolle Weise augenzwinkernd - aber mit durchaus kritischen Untertönen - mit diesem Thema auseinander und verbanden damit beispielsweise Gruppenzugehörigkeit, Mobbing und Markenhysterie.

    Die vielen Einzelszenen vermittelten auch einen Blick auf die verzerrte Wirklichkeit, wie sie viele junge Menschen erleben. Was sind Äußerlichkeiten. Wer nicht mitmacht, ist außen vor. Versöhnliches Fazit der Schülerstory nach einer putzmunteren 4S-minütigen Aufführung: Die Coolen und die Zicken und die Lästermäuler sind in Wirklichkeit die Dummen und überdecken eigene Problem und Ängste durch oberflächliches Getue und Gemeinheiten. Aber gemach: Am Ende wird alles gut, beinahe jedenfalls.

    Köstlich, wie die Schülerinnen die Clique der extrovertierten, intriganten ,,Barbies", die sich als unwiderstehlich empfinden, lächerlich macht und den Shopping-Queens die Maske vom Gesicht reißen. Hier die ,,Barbies" im Minirock und Hotpants, im Pailletten-Top und mit Angeber-Sonnenbrille auf der Nase, dort die ,,Normalos", die Außenseiterinnen, in Alltagsklamotten. Wer bei den ,,Barbies" aufgenommen werden will, muss eine ,,Eintrittskarte" lösen, Aussteigern hingegen wird das Leben schwergemacht.

    Mit nur einer Handvoll Requisiten, vielen kreativen Ideen und sparsamen Kulissen schafften es die Jugendlichen, die Zuschauer zum Lachen zu bringen und sie gleichzeitig zum Nachdenken anzuregen. Es gab viel Applaus.

    • Spielerinnen: Bente Fülscher, Helene Graf, Natalie Graf, Klapfenberger, Friederike Lay, Carlotta Lebeth, Mareike, Elena Gross, Esther Hoser, Larissa Manns, Fiona Matlok
    • Spielleiterin: Christiane Binas-Kalle

    gs, BA, 15.07.2015

    Oberstufenschülerinnen begeisterten mit dem Stück ,,Kopfkino"

    • Theater-AG der Oberstufenschülerinnen
    • Kopfkino
    • Schokocroissant oder Salat?

    Vom Wahnsinn der Teenager-Zeit

    ,,Kopfkino" - der Titel beschreibt kurz und bündig und ebenso treffsicher den Inhalt einer Eigenproduktion der Liebfrauenschule. Oberstufenschülerinnen haben sich das Stück für die Theaterbühne ausgedacht, erarbeitet und mit viel Esprit, Humor und Selbstironie in quietschbunte, laufende Bilder umgesetzt haben: Die Bühne ist der Kopf.

    Schokocroissant oder Salat?

    Das ganze Durcheinander, das sich im Kopf von pubertierenden Halbwüchsigen abspielt, haben die Schü- lerinnen in eine spritzige Revue gepackt, mit coolen Sprüchen garniert und bei den Schultheatertagen erst- mals im Parktheater aufgeführt:  die Selbstzweifel, der Kampf zwischen Schokocroissant und Salat (Bäcker oder Bio?), die Abnabelung von den Eltern, die erste Verliebtheit mit einer ganzen Horde von Schmetterlin- gen im Bauch. . . Eine wirklich tolle Produktion, die natürlich und gewollt mit Übertreibungen und gängigen Klischees spielt.

    Ist man mit 17 Jahren eigentlich schon erwachsen? Mögen Männer nur dünne Frauen? Sollte man einen Jungen, in den man unsterblich verknallt ist, auf den Mund küssen? Und was ist, wenn Mister Unbekannt mehr als nur knutschen will? Traumvilla und Jacht in Kapstadt oder Haus auf dem Land und einen Stall voll Kinder? Fragen über Fragen, die einen Teenager schon mal an den Rande des Wahnsinns bringen können.

    Eben noch Herzschmerz, zu Tode betrübt und mit Selbstmordgedanken, in der nächsten Minute himmelhochjauchzend und glückselig. Das Kopfkarussell dreht sich unentwegt und schnell weiter. Depressionen verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind. Jetzt ist die rosarote Brille an der Reihe: Endlich ,,verknallliebt". Der Traumprinz existiert tatsächlich.

    Die Show im ,,Kopfkino" hat es in sich: Es gibt viel zu lachen, die Darstellerinnen haben viele komische Situationen konstruiert und diese mit großer Spielfreude, mit Temperament und Witz mit einem rosaroten Faden verknüpft. Am Ende die Erkenntnis, "Liebe macht stärker" und ,,auch ein gebrochenes Herz bringt uns weiter."

    • Spielerinnen: Hannah Beck, Eva Benner, Lea Hartmeyer, Carolin Helm, Jana Hör, Charlotte Holderied, Michelle Meyer, Adriana Minther, Sabrina Schön. Die ,,Offs": Julia Eßinger, Luise Mai, Daniela Schurig, Benedikt Helm
    • Technikerinnen: Lea Gremm, Luisa Wipplinger
    • Spielleiterin: Christiane Ehret-Jeltsch

    gs, BA, 15.07.2015

    Vier Eigenproduktionen wurden am diesjährigen Theaterabend aufgeführt

    • Kreativgruppe Theater der Klasse 6
    • "Alles Käse"
    • "Verrückte Schule"
    • Kreativgruppe Theater der Klasse 5,
    • Mittelstufen-Theater-AG: "Werwolf"
    • Theater-AG-der LFS
    • "Elsa von nebenan - runter vom Sofa"

    Am Theaterabend der LFS waren vier Eigenproduktionen zu sehen, also vier Stücke, die im Laufe des vergangenen Schuljahres in der jeweiligen Theatergruppe entwickelt worden sind. Ein Jahr lang haben die Spielerinnen ldeen gesammelt, sie haben Szenen entwickelt, waren mit Spaß bei der Sache, haben sich manchmal den Kopf zerbrochen und haben geprobt, geprobt, geprobt.

    Ausgehen von vier spannenden Themen sind so vier Stücke entstanden, die die Spielerinnen in vielfältiger Aktion auf der Bühne zeigen - live und in Farbe! Und selbst, wenn man als Zuschauer zwei Mal dasselbe Stück ansieht, wird es jedes Mal anders sein. Jede Aufführung hat ihren eigenen Charakter, ihr eigenes Tempo, ihren eigenen Rhythmus. Wie gesagt: Es ist live.

    Kreativgruppe Theater der Klasse 6: „Alles Käse"

    Jeder weiß: Der Mond ist aus Käse. Und jeder weiß: Manchmal sind die Menschen sehr leichtgläubig. Und dann gibt es da eine Frage: Was wäre, wenn in einer Woche die Welt unterginge? Gibt das Stück darauf eine Antwort? Ja und nein! Jeder weiß: Es gibt Fragen, die nicht so einfach zu beantworten sind.

    Spielerinnen: Kate Eichler, Fabricia Fischer, Sarah Grimm, Lilian Köster, Dana Maihofer, Marie Schüßler, Caroline Titze, Justine "Hastik, Romy Sälzer, Chayenne Schmidt, Hannah Störk, Clara Winkler, Lena Bitsch, Johanna Donnhäuser, Emma Gärtner, Franziska Kalisch, Mareike Manns, Charlotte Maschik, Chiara Stein, Nina Schäfer, Cosima Kiesewetter

    Kreativgruppe Theater der Klasse 5: „Verrückte Schule"

    Muss Schule eigentlich immer so langweilig sein? In der verrückten Schule ist alles anders: laut, bunt - und eben verrückt. Aber das geht nicht lange gut...

    Spielerinnen: Marie Alvarez Pazos, Marie Hille, Lilly Winter, Katharina Bauer, Lena Daum, Lara Vivian Gölz, Monika Neeser, Jule Pape, Selina Schön, Victoria Vettel, Maya Grassmann, Anna-Lisa Schreiber, Mareike Sterz, Michelle Glanzner, Alina Gleich, Theresa Marx, Laura Sutor

    Mittelstufentheater-AG: ,,Werwolf"

    Was passiert, wenn plötzlich das Spiel zur Wirklichkeit wird und der in jedem Menschen schlummernde (Wer-)Wolf die Zähne bleckt? Fressen oder gefressen werden, das ist hier die Frage. Schließlich überleben aber doch (fast) alle.

    Spielerinnen: Jule Claaßen, Claudia Fend, Jule Fendel, Elena Gross, Larissa Klapfenberger, Carlotta Lebeth, Celine March, Catherina Heßbrügge, Lisa Wisniewski

    Theater-AG : ,,Elsa von nebenan - runter vom Sofa"

    Auf dem Sofa ist es schön bequem. Und deshalb ist genau dort Elsas Platz. Dort kann man entspannt fernsehen oder spielen. Und dabei begegnen einem all die Helden. Es ist eine ganz eigene - verrückte - Welt: Elsas Welt. ln der Realität steht sie dann vor einer großen Herausforderung: aufstehen oder nicht?

    Spielerinnen: Lea Hartmeyer, Carolin Helm, Jana Hör, Ann-Kathrin Koch, Lea Köster, Vera Menche, Michelle Meyer, Adriana Minther, Leonie Rittinghaus, Sabrina Schön

    LFS-Technikteam: Yannika Kuhlmann und Mareike Ullrich

    Bericht im BA: Schülerinnen machen gekonnt Theater

    Die Schultheatertage pausieren zwar. Für die Liebfrauenschule stand der Mittwoch im Parktheater dennoch ganz im Zeichen von Eigenproduktionen aus der Unterstufe, Mittelstufe und aus der Theater AG. Die Akteurinnen beleuchteten die unterschiedlichen Sujets auf kreative Weise.

    Die Fünftklässler entwarfen ein Gegenbild von Schule, das der Ordnung von korrekten Sitzreihen, dem Lehrer als Tonangeber und dem Lerndruck das kreative Chaos entgegensetzte.

    Die Neigungsgruppe, die modernen Pop mit Hip-Hop und Jazztanz kombinierte, spielte ebenfalls mit dem Motiv der Schule. Sie karikierte das Lehrpersonal aus einem ironischen Augenwinkel. Die Leiterin der Einrichtung ließ keine Gelegenheit aus, dem Lehrer, der als cooler Hip-Hopper zum einen Schwarm aller Schülerinnen wurde, offensichtliche Avancen zu unterbreiten. Sie stieß dabei aber auf keinen fruchtbaren Nährboden - zum Amüsement der Schüler.

    Die Inszenierung der Mittelstufe beschäftigte sich mit dem Werwolf im Menschen und hielt der fiesen Kehrseite im Sein den Spiegel vor.

    Die Theater-AG titelte ihre Eigenproduktion "Elsa von nebenan - runter vom Sofa": Mit einer Welt des Fernsehens im Kopf lassen sich Realitäten nicht meistern - wie Elsa erfahren musste. Die Helden auf der Leinwand sind als Vorbild wenig alltagstauglich, so die Quintessenz.

    Sechstklässlerinnen inszenieren spannende Gemeinschaftsproduktion: Was ist, wenn die Welt untergeht?

    Was tut man alles, wenn in einer Woche die Welt untergeht? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Eigenproduktion "Alles Käse" der sechsten Klassen beim Theatertag an der Liebfrauenschule. Der Mittwochvormittag stand an der Liebfrauenschule ganz im Zeichen des Theaters. Die Akteure der sechsten Klassen spielten in ihrer Eigenproduktion "Alles Käse" eine eigenwillige Idee durch: Was wäre, wenn in einer Woche die Welt unterginge?

    Selbstverständlich gab die Truppe keine allumfassende Antwort im philosophischen Tiefgang, warf aber geschickt dem jungen Publikum kreativ verpackte Schnipsel zu, über die es lohnt nachzudenken.

    Erst ein ganz normaler Tag . . .

    Die Theatergruppe bediente sich der schauspielerischen Techniken, die das Sprechen über weite Teile in den Hintergrund und die Darstellung bis hin zur Pantomime in den Vordergrund rückten. Schon in der Eingangsszene, die ein unsichtbarer Erzähler über Lautsprecher als einen ganz "normalen Tag" ankündigte, warfen die Akteure in überzeugender Präsenz bildhafte Schlaglichter und ließen zum Schluss einzelne Elemente zu einem Ganzen verschmelzen.

    Sie trugen ein Sammelsurium von Alltäglichkeiten zusammen, das vom konzentrierten Autofahren bis hin zum Musikhören über Kopfhörer, von dem Überdruss und der Langeweile in der Schule bis hin zum eifrigen Gang der Lehrerin zur Arbeit reichte. Immer im Duo und im synchronen Zusammenspiel füllte sich die Bühne.

    . . . dann Chaos und Aufruhr

    Doch dann schlug wie eine Bombe die Nachricht ein: In einer Woche geht die Welt unter. Chaos und der Aufruhr brachen aus: Sollte mit der lästigen Schule Schluss sein? Der einwöchige Countdown lief. Die Massen verfielen in einen ungehemmten Kaufrausch. Denn die Kosten zählten nicht mehr. Nach dem stressigen Konsum lebte die Partystimmung auf.

    Im krassen Lichtgewitter gab man sich kollektiv dem lauten Discosound hin und erfüllte sich wahllos einen letzten Wunsch - nicht ungeküsst zu sterben. Die Inszenierung verlieh den Szenen durch den Wechsel von Chaos in der aufgewühlten Masse und geordneten Sprechchören eine emotionale Tiefe. Auf Requisiten konnte man weitestgehend verzichten. Mit spielerischer Präsenz füllten die Akteure geschickt den Bühnenraum.

    Sie formierten sich gar zu einer eindrucksvoll ins Licht gesetzten Rakete, die abhob und die Erdenmenschen in letzter rettender Sekunde zum Mond chauffierte. Dort entdeckte man, dass der Untergang der Erde nicht etwa die existenzielle Vernichtung bedeutete, sondern eine Frage der Sichtweise ist.

    Denn der Globus verschwindet, wie der Mond für die Erdbevölkerung, nur zeitweilig aus den Augen der Mondbewohner. Die Akteure präsentierten sich als ein starkes Team, in dem die Rolle des Einzelnen zugunsten des zusammen erzielten Effekts zurücktrat.

    Eine starke Gemeinschaftsproduktion der Sechstklässler.

    moni, BA, 18.07.2014

    Der Theaterabend der Liebfrauenschule im Parktheater war ein großer Erfolg

  • Das Schicksal schien befohlen zu haben, dass es ein schöner Abend werden sollte.So wie jedes Jahr fand auch in diesem am Donnerstag, dem 20.Juni, im Rahmen der Schultheatertage der Theaterabend der Liebfrauenschule im Parktheater statt. Zuvor hatten Schülerinnen aller Altersstufen eigene Stücke entwickelt, die sie an diesem Abend vorführen wollten.

    Die Stücke der Unterstufe

    Den Anfang machte die Kreativgruppe der sechsten Klassen unter der Leitung von Frau Binas-Kalle und Frau Benner. Ihr Stück mit dem Namen „Kriminaltango“ zeigte einen spannenden Mordfall ganz ohne Gärtner, dafür aber mit ausdrucksstarken Tänzerinnen und natürlich Schauspielerinnen. Die beeindruckenden Bühnenbilder waren extra im Kunstunterricht angefertig worden und die Musik stammte von einer Musikklasse von Herrn Bönig. Aber auch die witzigen Dialoge und Namen der Figuren, beispielsweise der Kommissar Mister Abercrombie und sein Assistent Fitch, machten sowohl den Zuschauern als auch den Spielerinnen auf der Bühne viel Spaß und Lust auf mehr.

    Als zweites ging die wohl größte Gruppe des Abends, die fünften Klassen, an den Start. Gemeinsam mit Frau Ehret-Jeltsch hatten sie ein Stück entwickelt, das nicht das Publikum in die Märchenwelt, sondern mal die Märchenwelt in die Realität entführte. So begab es sich, dass Rapunzel sich die Haare schneiden ließ und statt des Prinzen einen Friseur, der nebenbei Geheimagent war, heiratete. Dabei machten die Jüngsten unserer Schule deutlich, dass es nicht immer nur um die vermeintlich „perfekte Welt“ geht, sondern es auch noch anderes geben muss.

    Die Stücke der „Großen“

    Nach einer kurzen Pause von fünfzehn Minuten ging es direkt weiter mit den „kleinen Großen“. Ebenfalls unter der Leitung von Frau Ehret-Jeltsch zeigten die Neuntklässler sowie Schülerinnen der E- und eine Schülerin der Q-Phase ein sehr realitätsnahes Stück. Sie stellten sich eine Welt vor, in der hautnah ähnlich wie auf Facebook „Statusmel-dungen“ direkt „geliket“ oder „gediskliket“ werden und für solche Likes auch mal falsche Aussagen gemacht werden. Stoff zum Nachdenken war somit reichlich gegeben. Wie weit wird es mit der Gesellschaft noch kommen? Könnte die virtuelle Welt irgendwann Überhand gewinnen? Verpackt in die Geschichte eines Mädchens, das neu an die Schule kommt und neue Freunde finden muss, stellte sich dieTheatergruppe dieser Fragen.

    Abschließend folgte das Stück der diesjährigen Abiturientinnen und zwei Schülerinnen aus der E-Phase sowie Lea Köster aus der Q2, die extra eingesprungen war. Außerdem waren in diesem Jahr zwei „Ehemalige“ als Gastspielerinnen mit dabei. Die anscheinend unermüdliche Frau Ehret-Jeltsch hatte auch mit dieser Gruppe ein interessantes Stück entworfen, das nun höhere Mächte mit der Realität verband. Nachdem die Schicksalsgöttinnen die Männer eliminiert hatten, mussten sich die Frauen ihrem Schicksal fügen. Wenn vielleicht auch ein wenig klischeehaft für die Liebfrauenschule, spielten die Schülerinnen nicht ohne eine gewisse Selbstironie ein Leben ohne die Männer vor, verwirklichten sich selbst und versuchten, den eigenen Willen durchzusetzen. Das Stück war gespickt von vielen Witzen und Lachern, was die bereits gute Stimmung auf und vor der Bühne noch weiter steigerte.

    Den krönenden wie tränenreichen Abschluss fand der diesjährige Theaterabend mit der Verabschiedung der Abiturientinnen und den rührenden Danksagungen von den aber auch an die wunderbaren Theaterlehrerinnen.

    Verena Hofmann, E-phase

    Im Kriminaltango ermittelt Columbo

    Liebfrauenschule: Schülerinnen der Theater-Kreativstunde der 6. Klasse zeigten enorme Spielfreude

    Es fällt ein Schuss - und der Tango wird zum Mordfall. Ihren "Kriminaltango" nahmen die Schülerinnen der nächsten Gruppe auch musikalisch sehr wörtlich. So präsentierten sich die Sechstklässlerinnen der Liebfrauenschule ihrem Publikum zur Musik des Tangos ebenso tänzerisch auf der Bühne. Plötzlich ging in kurzer Abfolge während des Tanzens das Licht aus, dazu spielte weiterhin das Lied "Und sie tanzten einen Tango".

    Schon an dieser Stelle hatte man als Zuschauer das Gefühl, dass gleich noch etwas Dramatisches passieren würde. Richtig geraten, es fiel ein Schuss, danach ein durchdringender Schrei und eine Person ging zu Boden. Szenenwechsel. Zur Musik von "Paulchen Panther" kam Kommissar Abercrombie ins Spiel und damit auf die Bühne, um mit der Befragung diverser Zeugen zu beginnen - dabei immer die Taschenlampe auf das Gesicht der befragten Person gerichtet.

    In mehreren Szenen folgten einzelne Geschichten, in denen versucht wurde, mögliche Hauptverdächtige herauszufiltern. Im Stück "Kriminaltango", einer Eigenproduktion der Klasse 6, tummelten sich einige düstere Gestalten in einer dubiosen Taverne.

    Das Bild des Kommissars erinnerte mit seinem Mantel stark an die Figur eines ermittelnden Columbo, alias Peter Falk. Kommissar Abercrombie musste im weiteren Verlauf mit seinem Assistenten dem Verbrechen auf den Grund gehen. Ob es wirklich der Gärtner war und welche dunkle Geschichte den Ausschlag für das Verbrechen gab, zeigten die Schülerinnen der Theater-Kreativstunde der sechsten Klasse mit viel Enthusiasmus und Spielfreude.

    Regie: Ramona Benner und Christiane Binas-Kalle

    Spielerinnen: Anna Emig, Catalina Guß, Antina Hofer, Clara Hofmann, Johanna Koob, Emme Schneider, Carolin Sigmann, Alina Vick, Vanessa Zeltmann, Stefanie Lauterbach, Zoé Pardon, Bente Ritsert, Amelie Schradin

    cf , BA, 22.06.2013

    Eins ist klar: "Der Zopf muss ab"

  • Eigenproduktion der Kreativgruppe der Klasse 5:  Die LFS-Schülerinnen erzählten die Geschichte von Rapunzel.

    Als sich der Vorhang zum Stück der "Der Zopf muss ab" im Bensheimer Parktheater öffnete, machte eine Schülerin mit ihrer Klarinette den Auftakt für ein uns allen in anderer Weise bekanntes Märchen: Rapunzel.

    Gleich nach dem bedächtigen Spiel auf der Klarinette erschallte ein fröhliches "Lollipop" und von rechts und links kamen weitere Schülerinnen ins Spiel, die das Ganze tänzerisch noch unterstrichen und fröhlich aufmischten.

    Leben im Märchenland

    Begleitend zur Geschichte erläuterte eine Sprecherin am Bühnenrand zwischendurch Beweggründe, Gedanken der Personen und Handlungen des Stücks. "Der Zopf muss ab!" lief als deren Eigenproduktion, die die Kreativgruppe Theater Klasse 5 der Liebfrauenschule auf die Bühne zauberte.

    Rapunzel, die Märchengestalt mit dem langen Haar, lebte im Märchenland. Dort wo sie lebte, war es eben immer märchenhaft und traumhaft schön. Keiner musste zur Arbeit gehen, es gab nur leckere Sachen zu essen, alle waren satt und mehr als vollkommen zufrieden.

    Eines Tages hörte Rapunzel von einem Gerücht. Realität hieß es, und es sollte demnach ein Land geben, in dem alles anders sei, so der Kern dieses Gerüchts. Rapunzel entschloss sich zu gehen, um sich das "neue" Land einmal näher anzusehen. Das für sie noch unbekannte Land hielt für Rapunzel so manche Überraschungen bereit. Im Gegensatz zu ihrem "alten" Märchenland, musste die Märchengestalt Rapunzel erkennen, dass es in der Realität nicht ohne Arbeit geht. Einstellung, Entlassung, neue Einstellung und wiederum Rausschmiss folgten im stetigen Wechsel.

    Rapunzel fand diese Realität nicht unbedingt toll und konnte sich so manchen Rausschmiss wirklich nicht erklären. Plötzlich die Stimmen im Hintergrund, die im Chor riefen: "Schnipp, schnapp, Haare ab!". Rapunzel befolgte den Rat des Chors und entschloss sich zu einer grundlegenden Veränderung. Derweil lag, meterlang, ein dicker Zopf aus Tüchern auf der Bühne, an dem auch einmal kräftig gezogen wurde.

    Grundlegende Veränderung

    Am Schluss des Theaterstücks stellte sich ferner die Frage, ob es am Ende ein echtes Happy End geben und Rapunzel sogar ihren Prinzen finden werde. Ein großes, rosa Herz mit fetten Lettern "Liebe" machte deutlich, welches Ende die Geschichte in den letzten Minuten nehmen werde.

    Spielerinnen: Leah Mia Becker, Lea Crisand, Lilian Köster, Dana Maihofer, Lara-Maria Schroeder (5A), Anna Maria Eller, Elena Folger, Justine Hastik, Emma Jung, Lena Langhoff, Zoe Molitor, Marlene Ristok, Sina Schulz, Romy Sälzer, Ira Sticksel, Hannah Störk (5B), Leonie Ballmann, Mareike Manns (5C), Rebecca Dasenbrock, Gina-Sophie Ohl (5D), Michaela Beck, Lina Mayer, Milena Schmitt (5E)

    Regie: Christiane Ehret-Jeltsch

    cf , BA, 22.06.2013

    „Stoneheart“ alias Spiderman

    Die Theater-AG der 7. und 8. LFS-Klassen zeigte das Stück "Stoneheart".

    Selbst ein Spiderman schaffte es an diesem Vormittag auf die Bühne des Parktheaters. Die Einstimmung zum Stück "Stoneheart" erfolgte schon zu Beginn unter der Beteiligung des Publikums, das zur fetzigen Musik im Rhythmus klatschte.

    Gleich am Anfang saß Spiderman bereits auf der Bühne, während neben ihm eifrig gefegt wurde. Die Präsenz von Spiderman löste im Publikum durchaus den einen oder anderen Lacher und Kommentar aus. Das kam an und wurde sehr aufmerksam verfolgt.

    "So viel Arbeit für so wenig Geld", hörte man eine Stimme klagend. Im Mittelpunkt der Geschichte stand der junge Max, der mit seinem Leben unzufrieden war. Viel Arbeit, aber nicht genügend Geld, um sich seine Wünsche erfüllen zu können, so sein persönliches Fazit. Doch plötzlich erinnerte er sich, dass er an einem ganz besonderen Datum geboren wurde und damit drei Wünsche frei hatte. Max konnte sich nun seine Träume von einer Fee erfüllen lassen. Doch war ihm in diesem Moment wirklich bewusst, worauf er sich einließ? Würde er dadurch glücklicher werden oder womöglich alles bereuen? Dass nicht alles Gold ist, das glänzt und in welche Konflikte Menschen dabei geraten, zeigte die Inszenierung der Theater-AG Klasse 7 und 8 der Liebfrauenschule sehr gelungen. Mit "Love Is In The Air" hatte auch dieses Stück ein Happy End.

    Regie: Juliane Kasprzyk,

    cf, BA, 22.06.2013

    Daumen hoch für wahre Freundschaft

  • Im Stück „Just like" wird die Pubertät als Selbstfindungstrip gezeigt

    Wer hat wie viele "Likes"? Die Bedeutung von sozialen Netzwerken im Leben von Jugendlichen thematisierten die Liebfrauenschülerinnen, die mit ihrer Eigenproduktion zuvor bereits im Mannheimer Nationaltheater aufgetreten waren. Man hat es schon verdammt schwer als Teenager. Die Pubertät als Selbstfindungstrip - von den Problemen einer Heranwachsenden erzählte das Theaterstück "Just like" von der Theater-AG 1 der Liebfrauenschule am Mittwochmorgen.

    Die Aufführung katapultiert die Zuschauer in das Leben von Marie, die mit ihren Freundinnen den "Super-Samstag" erlebt: Shoppen, Kino, Tanzen. So weit, so normal. Nicht normal ist die Darstellungsart des Stückes. Die Gruppe agiert als Masse, nur selten tritt jemand in den Vordergrund. Die Gefühle des Individuums werden durch alle Spielerinnen dargestellt - Sprechen im Chor anstatt Individualität.

    Alles andere als normal ist dann auch Maries Leben, nachdem sie umziehen muss. Marie wehrt sich nicht nur einmal, sondern achtmal - durch acht Schauspielerinnen. Gemeinsames Stampfen, gemeinsames Brüllen, um unter dem Druck der Eltern dann doch einzulenken. Durch den Chor gesprochen wirkt alles viel bedrohlicher, viel echter: Kisten werden gepackt, Ankunft auf dem Land.

    Immer neue Perspektiven

    Auf dem Land - das ist dort, wo eine Mädchenclique sich langweilt und wo Marie es zunächst schwer hat. "Die kommt nicht in unsere Clique. Man muss sich nur mal ihre Facebook-Seite angucken!" Hin und wieder tritt eine Schülerin aus der Dunkelheit in den Lichtkegel und spricht über ihre Eindrücke. Marie ist allein, traurig, ihre Freunde fehlen ihr und sie fragt sich: "Wer bin ich eigentlich?" Marie wird nicht durch eine Person dargestellt, die Schauspielerin wechselt. Damit wechselt auch die Perspektive und zeigt so immer neue Aspekte auf.

    Marie erfährt erst Zuwendung, als ihre Mitschülerinnen ein Bild von ihr auf Facebook sehen, auf dem ein begehrter Tennisspieler abgebildet ist - angeblich ihr Bruder. Die Schülerinnen halten die Daumen hoch, Marie steht sprichwörtlich im Mittelpunkt, die Mädchen streiten sich um sie. Marie sitzt in einer Reihe mit den anderen, wird dort beinah erdrückt, aber alle lachen. Ein "Like" eben, auch wenn es eigentlich nicht um sie, sondern um den Bruder geht.

    Bis Marie es nicht mehr aushält und der oberflächlichen Truppe die Wahrheit sagt. Dass sie das Spiel mit ihrer besten Freundin eingefädelt hat, weil sie so einsam war. "Dreist" urteilt die Clique, die Daumen gehen runter. Nur eine schenkt Marie ein "Like", als diese sich entschuldigt. Marie ist angekommen, erfährt nun, was im Leben zählt. Ehrlichkeit und lieber eine wahre Freundin als viele Falsche. Mit diesem aktuellen Stück war die Theater-AG unter Leitung von Christiane Ehret-Jeltsch auch bei den Mannheimer Schultheatertagen im Nationaltheater zu sehen. Modernes Theater, mit einem modernen Thema. Daumen hoch.

    Regie: Christiane Ehret-Jeltsch

    Mitwirkende: Katharina Axthelm (E), Mara Birnstengel (E), Lea Köster (Q2), Lea Hartmeyer (9), Jana Hör (9), Carolin Helm (9), Michelle Meyer (9), Adriana Minther (9), Stella Sackenheim (E), Tabea Schaller (9), Sabrina Schön (9), Laura Steidel (E), ·Technik: Annalou Beckmann, Mareike Ullrich

    ste, BA, 22.06.2013

    Einmal im Leben Schicksal spielen

  • Die Komödie „Von Göttinnen und Heldinnen“ erzählte von einem verrückten Experiment

    Einmal im Leben Schicksal spielen. Klingt nach Spaß und Verwirrung. Genau das hat sich auch die Theater-AG 2 der Liebfrauenschule gedacht und in einer Eigenproduktion das Schicksal herausgefordert.

    Ergebnis: Die kurzweilige Komödie "Von Göttinnen und Heldinnen", die mit einem verrückten Experiment aufwarten konnte, bei dem Frau irgendwie über die Emanzipation stolperte. Mächtig, mit ausgebreiteten Armen stehen sie da. Die drei Schicksalsgöttinnen Klotho, Lachesis und Atropos. Ihre Aufgabe: Über den Lauf der Welt bestimmen und die Geschicke der Menschen lenken. Ein Wollknäuel wird über die Bühne und von Hand zu Hand geworfen - den Lebensfaden spinnen, bemessen, abschneiden.

    So einfach das klingt, Atropos will irgendwann "Veränderung". Mit kritischem Blick beobachten die Drei das Geschehen auf der Erde. Und rümpfen die Nase über die Frauen, die sich mit Make-up, High Heels und Handtasche für das männliche Geschlecht aufhübschen. "Zeitverschwendung!" lautet das Urteil der Göttinnen und Klotho ersinnt die Lösung allen Übels.

    Ein Fußball und Bücher als Zaubermittel, um den Mann der Frau abspenstig zu machen. Während die Göttinnen eben jene Lockmittel werfen, werfen die Frauen High Heels und Handtasche fort. Jetzt ist Mann ja mit anderem beschäftigt und Frau muss nicht mehr gefallen. "Grausam diese Ruhe, sie tun nur eins: chillen!" Das Experiment scheint nicht nach Plan zu verlaufen. Ein Korb mit Problemen soll Abhilfe schaffen, allerhand irdische Nöte auf Kärtchen notiert. "Gossip Girl wird abgesetzt" wird da ebenso zur Schwierigkeit wie "Minderwertigkeitskomplexe". Zum Standbild gefrieren die Schauspielerinnen, sobald die Göttinnen ihr Werk begutachten. "Ihr Leben als Frauen sollen sie leben", beschließt Klotho. Mit bunten Tüchern kommt Geist über die Frauen, die nun beschließen, die Geschichte umzuschreiben und sie den Männern in einer Jahrtausendshow zu präsentieren. "Schnallt Eure Eierstöcke fest, es lebe das Östrogen!"

    Was folgt, ist ein Streifzug durch die Geschichte. Da hat Columbia Amerika entdeckt und Amadea Mozzarella die "Kleine Nachtmusik" komponiert. Und mit Baracka Obama soll die Zukunft nun richtig schön werden. Wirklich zufrieden sind weder die Göttinnen noch die neu erkorenen Heldinnen. Auch nicht, nachdem ihnen Zufriedenheit geschenkt wird und sie sich selbst verwirklichen können. Falsch bemessen wird dann auch noch der Lebensfaden einer der Damen, die eines frühzeitigen Todes stirbt. "Wir drehen die Zeit zurück!" ist die Lösung aller Dinge. Alles auf Null, Männer sind wieder willkommen und den Menschen bleibt nur, die Launen des Schicksals weiter zu dulden.

    Ein Verwirrspiel, das vor verrückten Ideen nur so sprühte und rasant auf die Beine gestellt wurde: Vor zweieinhalb Wochen gab es noch nicht mal ein Skript, nur die Idee. "Aber das Stück steht", so Spielleiterin Christiane Ehret-Jeltsch zufrieden über die gelungene Umsetzung.

    Spielerinnen: Lisa Awenius, Anna-Lou Beckmann, marie Eckert, Laura Gölz, Lea Gremm, verena Hofmann, Lea Köster, Yannika Kuhlmann, Sina Preisser, Irina Schepp, Mareike Ullrich, Luisa Wipplinger (Stufen E2 – Q4).

    Technik: Rebecca Rothenheber

    Regie: Christiane Ehret-Jeltsch

    ste, BA, 22.06.2013

    Betreuende Lehrkräfte:

    Frau H. Schäfer-Rehn,

    Frau C. Ehret-Jeltsch