Sanitätsdienst

Der Schulsanitätsdienst ist eine AG, bei der Schülerinnen ab der 8. Klasse die Möglichkeit haben, Einblicke in die Grundlagen der Ersten Hilfe zu bekommen. Zu den Aufgaben des Sanitätsdienstes gehören das Helfen und Versorgen im Krankenzimmer bzw. auf dem Sportplatz bei Verletzungen während der Pause, Schulungen zum Üben von Erste Hilfe Maßnahmen mit der DRK-Beauftragten Katja Wasilewski, Anwesenheit und Unterstützung bei verschiedenen Schulaktivitäten (z.B. Sportfest) und regelmäßige Treffen mit dem gesamten Sanitätsdienst und der Koordinatorin Frau Paul, um Vorfälle oder eventuell vorhandene  Probleme zu besprechen.

Um unser erlerntes Wissen und unsere Fähigkeiten zu testen, fahren wir einmal im Jahr auf einen Sanitätswettbewerb. Ein Sanitätswettbewerb ähnelt einem Rundlauf, bei dem es gilt, verschiedene Stationen zu durchlaufen – abwechselnd zwischen Theorie und Praxis mit dem Schwerpunkt „Erste Hilfe in der Schule“.

Derzeit arbeitet der Sanitätsdienst an dem Projekt „Schülerinnen versorgen Schülerinnen“, bei dem erfahrene Schulsanitäterinnen aus höheren Klassen auch junge Schülerinnen aus den Klassen 5-7 in den Schulsanitätsdienst integrieren und diesen ein erster Eindruck unserer Arbeit vermittelt wird. Hierbei wird einmal pro Halbjahr den einzelnen Klassen für eine Stunde ein Besuch abgestattet, bei dem die Basics der Ersten Hilfe erklärt, beigebracht und angewendet werden. So erlernen die Schülerinnen sicheres und ruhiges Verhalten im Umgang mit Unfallstationen. Außerdem wird der Anreiz geschaffen, selbst später in den Schulsanitätsdienst einzutreten.

Wir, die Schülerinnen des Sanitätsdienstes, freuen uns auf weitere ereignisreiche Jahre und sind immer offen für neue Aktionen, Projekte sowie Anregungen.

Julia Möller, Christine Rettig

Erfolg bei Jugendrotkreuz-Wettbewerb

Schulsanis verteidigen Titel

Bensheim. Violetta hat heimlich mit Chemikalien gespielt und sich dabei ihre Hände verätzt. Panisch ruft sie um Hilfe und hadert bereits verzweifelt mit den Konsequenzen, die nun auf sie zukommen mögen.

Beruhigend und leise reden die Helfer auf die junge Betroffene ein, versuchen eventuelle Panikattacken im Vorfeld in den Griff zu bekommen und Schlimmeres zu vermeiden. Souverän spülen die Schülerinnen des Sanitätsdienstes der Liebfrauenschule die glücklicherweise nur aufgemalten Wunden des Mädchens und verbinden ihr die Hände.

Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen

Die Liebfrauenschule, die sich im letzten Jahr als guter Gastgeber des jährlich stattfindenden Schulsanitäterwettbewerbs des Kreises Bergstraße präsentiert hatte, trat auch in diesem Jahr mit zwei Teams beim spannenden und zugleich lehrreichen Wettbewerb des Roten Kreuzes an der Heinrich-Böll-Schule in Fürth an. Schließlich ging es auch darum, den Titel aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen.

Das Jugendrotkreuz, Kreisverband Bergstraße, und der Schulsanitätsdienst Bergstraße richten diesen gemeinsamen Wettbewerb aus, bei dem es vor allem darum geht, die Erste-Hilfe-Kenntnisse der ehrenamtlichen Teams aufzufrischen, ihnen Kraft und Sicherheit beim Dienst am Nächsten zu vermitteln und ihr Wissen im Umgang mit Menschen, die schnell Hilfe benötigen, auf den neuesten Stand zu bringen. Hierzu gehört neben der Theorie auch die Praxis - und im Anschluss jede Menge praktischer Tipps, positive Kritik und Verbesserungsvorschläge von den Schiedsrichtern und Mimen, die den Jugendlichen genau auf die Finger schauen und zu jeder Prüfungsstation Punkte vergeben.

Zu den diesjährigen Teilnehmern gehörten jeweils zwei Gruppen mit je drei bis vier Schulsanitätern der Liebfrauenschule Bensheim, des Goethe-Gymnasiums Bensheim und der Langenbergschule Birkenau. Ferner ging auch ein Team der gastgebenden Heinrich-Böll-Schule an den Start.

Doch am Ende hatten die Schulsanitäterinnen der Liebfrauenschule die Nase vorne: Sie konnten den Titel aus dem letzten Jahr verteidigen, indem sie einen ersten und sechsten Platz belegten - und verwiesen somit die Langenbergschule und das Goethe-Gymnasium auf die Plätze zwei und drei. Alle Teilnehmer durften sich zudem über Urkunden, Geld- und Sachpreise freuen.

T. Schalhorn (BA,  17.03.2016)

LFS gewinnt Wettbewerb der Schulksanitätsdienste

Sanitätsdienst: Jugendliche konnten bei verschiedenen Wettbewerben ihr Können zeigen 

Wenn der Klassensaal zum Lazarett wird: Zu einem Wettbewerb der Schulsanitätsdienste hatten das Jugendrotkreuz und der Schulsanitätsdienst Bergstraße am Samstag in die Liebfrauenschule eingeladen. Die Mannschaft der Gastgeberinnen setzte sich am Ende durch.

Finger amputiert, Blut spritzt. Gleich neben dem Verletzten wird eine Person, die ihr Bewusstsein verloren hat, in eine stabile Seitenlage gebracht und deren Atmung überprüft. Eine andere Person hat eine schwere Kopfwunde und muss versorgt werden.

Beruhigend und leise reden die Helfer auf die Opfer ein, versuchen eventuelle Panikattacken im Vorfeld in den Griff zu bekommen und Schlimmeres zu vermeiden. Kreissäge im Werkunterricht und Fußballmatch auf dem Schulhof sind Auslöser für das Horrorszenario, das Gott sei Dank mit Notfalldarstellern nur fingiert ist.

Die Liebfrauenschule verwandelte sich am Samstag in ein riesiges Lazarett. Das Jugendrotkreuz, Kreisverband Bergstraße, und der Schulsanitätsdienst Bergstraße richteten erst mal gemeinsam einen kombinierten Wettbewerb aus. Bei der Reality-Show ging es vor allem darum, die Erste-Hilfe-Kenntnisse der ehrenamtlichen Teams aufzufrischen, ihnen Kraft und Sicherheit bei ihrem Dienst am Nächsten zu vermitteln und ihr Wissen im Umgang mit Menschen, die schnell Hilfe benötigen, auf den neusten Stand zu bringen.

Und dazu gehört neben der Theorie auch die Praxis - und im Anschluss jede Menge praktischer Tipps, positive Kritik und Verbesserungsvorschläge von den Profis, sprich den DRK-Funktionären. 50 Freiwillige bildeten die Jury, die den Jugendlichen genau auf die Finger sah und vor dem Finale Punkte vergab.

Dass nur drei von insgesamt 16 Schulsanitätsdiensten im Kreis an dem Wettstreit teilnahmen, ist bedauerlich und schwer nachvollziehbar: Es waren jeweils zwei Gruppen je vier Schulsanitäter der Liebfrauenschule (LFS), des Goethe-Gymnasiums Bensheim und der Langenbergschule Birkenau am Start. Am Ende hatte die LFS die Nase vorn. Das "Goethe" belegte Rang drei. Urkunden und Pokale gab es bei der abschließenden Siegerehrung im Beisein von Landrat Matthias Wilkes. Allein an der Liebfrauenschule versehen mehr als zwanzig Schülerinnen ab der achten Jahrgangsstufe Sanitätsdienste und sind per Notfallnummern während der gesamten Schulzeit schnell und direkt zu erreichen.

Häufig kleinere Verletzungen

"Wir werden häufig bei kleineren Verletzungen gerufen, wenn sich beispielsweise jemand auf dem Schulhof den Fuß verknackst hat, wenn eine Mitschülerin über Bauchweh oder Kopfschmerzen klagt - oder auch bei Brandwunden", beschrieb das Siegerteam seine verantwortungsvolle Tätigkeit.

Das Jugendrotkreuz stellte sechs Gruppen in vier unterschiedlichen Altersstufen aus Bensheim, Biblis und Darmstadt-Arheilgen. Die Prüfungsaufgaben für den DRK-Nachwuchs hatte der Landesverband ausgetüftelt, und meist drehte es sich um allgemeines Wissen über die Arbeit der Hilfsorganisation und die Erste-Hilfe-Praxis.

In der Stufe der Bambinis belegte das JRK Bensheim den ersten Platz vor Biblis. In den Stufen 1 und 2 schafften es die Bibliser als jeweils einzige teilnehmende Gruppe ebenfalls ganz nach oben aufs Siegertreppchen.

Für die Schulsanitäter hatten Schulkoordinatorin Katja Asel und die Kreisleitung des Jugendrotkreuzes mit Timo Bunscheid, Johanna Jacobi und Mareike Hillenbrandt fünf verschiedenen Stationen vorbereitet und ausgetüftelt. Neben praktischen Übungen kamen auch Spiel und Spaß nicht zu kurz. Beim "Sani-Quiz" ging es unter anderem um Fragen der Wundversorgung, der Blutdruckmessung und den Inhalt eines Verbandskastens.

Beim Wettbewerb der Schulsanitätsdienste und des Jugendrotkreuzes Bergstraße hatten sich außerdem die Freiwillige Feuerwehr Gronau und der DRK-Ortsverband Heppenheim mit eingeklinkt.

gs, BA, 23.03.2015

Projekt Schulsanitätsdienst - Schülerinnen versorgen Schülerinnen

In der Woche vor dem Sportfest organisierten die Schulsanitäterinnen das Projekt „Schülerinnen versorgen Schülerinnen“ in den Klassen 5 bis 7. Die Leitung hatten  Anna Klüsener, Julia Möller und Christine Rettig – unterstützt wurde das Trio von der Sanitätskoordinatorin Frau Paul.

Ziel des Projektes war es,  jüngere Schülerinnen für einen möglichen Ernstfall vorzubereiten und ihnen die Basics der Ersten Hilfe beizubringen. Denn auch Kinder können in ernsten Situationen helfen und Betroffene betreuen. Zudem sollen auch Jüngere in den schulinternen Sanitätsdienst integriert werden.

Aus diesem Grund begannen die Vorbereitungen für das Projekt schon in den Herbstferien.

In den Klassen 5-7 wurde zuerst mit den Schülerinnen die HELD Regel erarbeitet.

H – Hilfe holen/ Notruf absetzen

E – Ermutigen / Trösten

L – Lebenswichtige Funktionen kontrollieren

D – Decke unterlegen/ zudecken

Dank  dieser einfachen Regel, die zudem mit einem Superhelden-Plakat veranschaulicht wurde,  wissen die Schülerinnen jetzt genau, was bei einem Ernstfall zu erledigen ist, und können leichter Ruhe bewahren.

Danach wurde ein besonderes Augenmerk auf das Notrufabsetzen gelegt. Zusammen wurde mit den Schülerinnen überlegt, was gesagt werden muss, wenn man bei der Notrufzentrale anruft. Zur Orientierung dienten die fünf W-Fragen, die  nach Angabe des Namens beachtet werden sollen:

1. WO befindest du dich?

2 .WAS ist passiert?

3. WIE VIELE Personen sind verletzt?

4. WELCHE Verletzungen liegen vor?

5. WARTEN auf Rückfragen

Durch praktische Übungen bekamen die Schülerinnen so einen Leitfaden, an den sie sich im Notfall halten können. Dies ist für  die Zentrale, die dadurch schnelle und genauen Angaben bekommt, sehr hilfreich.

Den Klassenstufen 6 und 7 wurden anschließend von den Sanitäterinnen die stabile Seitenlage, die bei einer bewusstlosen Person,  und die Schocklage, die bei einem Schock angewendet wird, vorgeführt. Die Mädchen übten diese dann aneinander, wodurch diese wichtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen verinnerlicht wurden und das sichere Handeln bei einem realen Fall verbessert wird.

Den Schülerinnen aus der 5. Klasse wurden dagegen ein Fingerkuppen- und ein Gelenkverband beigebracht, den sie gleich bei ihrer Nachbarin oder bei ihren Kuscheltieren ausprobieren durften. Alle Kinder hatten viel Spaß beim Proben der Ersten Hilfe und merkten, dass auch sie einer verletzten Person helfen können.

Nachdem alle Aufgaben souverän gemeistert wurden, erhielten die  Schülerinnen Urkunden für ihre Teilnahme an dem Projekt „Schülerinnen versorgen Schülerinnen“. Aufgrund der durchgehend positiven Resonanz wird das Projekt nun halbjährlich in den Klassen 5 bis 7 durchgeführt. Die Schülerinnen hatten dabei viel Spaß und es wurde ihnen nicht nur die Angst genommen, sondern auch gezeigt, dass sie durch sicheres Handeln bei einem Unfall viel bewirken können.

Gleichzeitig möchten wir uns bei allen Autohäusern, Apotheken, Krankenhäusern und Privatpersonen bedanken, die uns mit Material für dieses Projekt unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt auch der Sanitätskoordinatorin Frau Paul, die uns immer wieder motiviert hat, das Projekt durchzuführen und uns immer mit Rat und Tat zur Seite stand.

Julia Möller, Christine Rettig, Anna Klüsener

„Wer ist nicht faul? - Team Paul!“ – 3. Platz beim Schulsanitätswettbewerb

  • L. Gölz, C. Paul, J. Möller, A. Klüsener, Ch. Rettig
  • Ch. Rettig, J. Möller, C. Paul, L. Gölz
  • Eine kleine Gruppe unseres Schulsanitätsdienstes nahm am 14. Juni am Schulsanitätsdiensttag in Frankfurt teil, zu dem auch ein Wettbewerb gehörte. Die Veranstaltung wurde auf dem Feuerwehr- und Rettungs-Trainings-Center der Feuerwehr Frankfurt ausgerichtet. Dort ist sogar eine kleine Stadt mit Schlecker und U-Bahn Station nachgebaut. Zum Team „Paul“ gehörten Julia Möller, Anna Klüsener, Laura Gölz, Christine Rettig und die betreuende Lehrkraft Catherine Paul sowie die DRK-Beauftragte Katja Wasilewski.

    Der Ablauf des Wettbewerbes

    Nach einer kurzen Begrüßung begann der Tag mit einem Vortrag aus der Unfallchirurgie von Dr. Heinz. Dieser zeigte Bilder von vergangenen Unfällen und erklärte noch einmal die wichtigsten Punkte der Ersten Hilfe. Dies war für den bevorstehenden Wettbewerb ein guter Einstieg und vieles konnte direkt umgesetzt werden.

    Anschließend teilten sich die Teilnehmer in zwei Gruppen. Die einen nahmen an Workshops (Besichtigung von Notfalleinrichtungen, Sicherheit und Brandschutz, Notfalldarstellung, Reanimation) teil, die anderen am Wettbewerb. Das Team Paul machte am Wettbewerb mit, um die erlernten Fähigkeiten zu testen und bei den verschiedenen Stationen sein Können unter Beweis zu stellen.

    Der Wettbewerb gliederte sich in drei verschiedene Aufgabenbereiche: Theorie, Praxis sowie Spiel und Spaß. In den beiden Theorie-Einheiten mussten Fragebögen zur Ersten Hilfe beantwortet werden, wie zum Beispiel verschiedene Arten eines Schockes, Verhalten bei Nasenbluten und vieles mehr. Vor allem bei den Praxisübungen konnten die Schulsanitäterinnen glänzen. Mit Ruhe, fachlicher Kompetenz und Einfühlungsvermögen wurden die Verletzten bei einer Notbremsung der U-Bahn sowie nach einem Sturz mit dem Cityroller versorgt. Ob Kopfverband, stabile Seitenlage, Gelenkverbände, Absetzen des Notrufs oder Beruhigen – alles wurde mit Bravour gemeistert. Trotz all der Aufregung herrschte stets ausgelassene Stimmung im Team „Paul“ -  besonders bei den Einheiten „Spiel und Spaß“ konnte die Teamfähigkeit bewiesen werden.

    Nachdem der Wettbewerb nach positiver Rückmeldung der Schiedsrichter beendet worden war, folgte ein Mittagessen für alle Beteiligten. Anschließend hielt Dr. Ahrens zum Thema „Asthma, Insektengift und Allergie“ eine Präsentation, an die sich Dominik Höchter mit einem Vortrag über Fallbeispiele anschloss.

    Die Siegerehrung rundete den ereignisreichen Tag ab. Mit zunehmender Spannung verfolgte das Team „Paul“ die Bekanntgabe der Platzierungen. Umso größer war die Freude, dass wir den 3. Platz belegten – 100 Euro Preisgeld und ein Pokal waren der Gewinn.

    Nicht nur mit dem Motivationsspruch „Wer ist nicht faul? - Team Paul“, sondern  auch durch ihre stetige Begleitung unterstützte die DRK – Beauftragte Katja Wasilewski die Gruppe. Auch Frau Paul, die Teamchefin der Mädchen, fieberte mit ihren Schützlingen mit und war sehr stolz auf die Platzierung. Deshalb gebührt diesen beiden ein besonderer Dank.

    Julia Möller, Christine Rettig, Anna Klüsener

    Betreuende Lehrkraft:

    Frau C. Paul