Schulvivarium

Zuwachs im LFS Schulvivarium

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  • Das Vivarium der Liebfrauenschule besteht seit Anfang des Schuljahres 2014/15, als zunächst einige Stab- und Gespenstschrecken, sowie afrikanische Achatschnecken und eine Vogelspinne in der Schule gehalten wurde. Ziel der Tierhaltung ist es, über die Faszination lebender Tiere die Schülerinnen an die wissenschaftliche Arbeitsweise und die Naturwissenschaften allgemein heranzuführen.

    Im Laufe des ersten Schuljahres kamen vier Leopardgecko-Weibchen und zwei männliche Wüstenrennmäuse hinzu. Seit dem laufenden Schuljahr ist auch ein Leopardgecko-Männchen in das Vivarium eingezogen. Die daraufhin von den Weibchen abgelegten Eier haben sich leider nicht bis zum Schlupf entwickelt, was aber im kommenden Jahr abermals versucht werden soll. Sehr erfolgreich verliefen jedoch die Nachzucht von zahlreichen Stab- und Gespenstschrecken-Arten, sowie die der afrikanischen Achatschnecken.

    Durch das diesjährige Ringtreffen der Vivarienschulen in Bad-Kissingen ist die Anzahl der gehalten Arten nun nochmals deutlich gewachsen. Die Ringtreffen sind zum Erfahrungsaustausch unter Kollegen und zu deren Fortbildung gedacht. Weiterhin besteht hier die Möglichkeit Nachzuchten gehaltener Tierarten zu tauschen und zu verschenken. So konnte auch Dr. Nicolas Chalwatzis bei dem Ringtreffen einige der nachgezüchteten Stab- und Gespenstschrecken an Kollegen verschiedener Schulen weitergeben. Gleichzeitig brachte er verschiedene neue Arten für die Liebfrauenschule mit. Hierzu gehören, die Große Dornschrecke und Wandelnde Blätter, zwei sehr unterschiedliche Gespenstschrecken-Arten, welche beide mit Brombeerblättern gefüttert werden. Ein weiterer Vertreter des Insekten ist der afrikanische Rosenkäfer, von welchem drei Exemplare ein Terrarium mit Erde und morschem Holz bezogen haben in welchem sie mit besonders reifen Früchten ernährt werden. Auch eine weitere, lebendgebärende Achatschneckenart kam hinzu. Am meisten Beachtung dürften jedoch die neuen Wirbeltiere für das Vivarium finden. Hier ist zunächst das Jungtier einer wasserlebenden Moschusschildkröte zu nennen, die ein eigenes Aquarium mit Sonnenplatz bezogen hat. Mit zwei bleistiftgroßen Strumpfbandnattern sind auch ungiftige Schlagen in das Vivarium eingezogen, deren natürliche Heimat in den USA, genauer gesagt in Kansas liegt. Diese werden mit Stücken von tiefgefrorenen Mäusen gefüttert und haben sich zwischenzeitlich beide schon gehäutet, was Schlangen während des Wachstums müssen, da ihre verhornte Haut nicht mitwachsen kann. Als erste Vertreter der Amphibien, haben drei Jungtiere von Axolotl ein eigenes Aquarium bezogen. Diese mexikanische Salamanderart sieht ihr ganzes Leben wie eine Larve aus, da die äußeren Kiemen nicht zurückgebildet werden. Die neuen Axolotl sind Teilalbinos, das heißt, die haben eine weiße Haut aber rote Augen.

    Derzeit sind zehn Schülerinnen im Wahlunterricht der 8. Klassen zwei Stunden pro Woche im Vivarium aktiv. Jede Schülerin hat dabei die Patenschaft für 1-2 Tierarten übernommen. Neben der regelmäßigen Versorgung der Tiere gehören auch die Anfertigung eines Artsteckbriefes, sowie die fotografische oder zeichnerische Dokumentation der Entwicklung und des Lebenszyklus zu den Aufgaben der Schülerinnen.

    Neben den Schülerinnen der 8. Klassen haben sich auch Schülerinnen anderer Jahrgangsstufen, von der 5. Klasse bis zu den diesjährigen Abiturientinnen haben sich für die Versorgung einzelner Tierarten begeistern lassen, was im Rahmen einer AG geschieht, in welcher die Schülerinnen ihre Arbeit flexibel in Pausen oder Freistunden legen können. Dank tatkräftiger Mithilfe von Schülerinnen und weitere Kollegen ist die Versorgung der Tiere auch in den Ferien gewährleistet.

    Die gehaltenen Tiere stehen überdies als Anschauungsmaterial für den Biologieunterricht zur Verfügung. Hier lassen sie sich von der Unterstufe, wenn z.B. Reptilien und Amphibien behandelt werden, bis zur Verhaltensbiologie in der Oberstufe vielfältig integrieren.

    Nicht zuletzt werden verschiedene Tiere auch für Schülerinnenprojekte, z.B. Jugend-forscht Arbeiten herangezogen, wobei natürlich die Belange des Tierschutzes berücksichtigt werden müssen.

    Offensichtlich sind die vielfältigen Überscheidungen mit dem Fach Biologie. Bei den Haltungsbedingungen der Tiere spielen jedoch auch viele chemische und physikalische Parameter eine Rolle. Auch die technische Ausstattung ist von großer Relevanz wodurch auch ein Einstieg in diese Fachgebiete durch das Vivarium gegeben ist. Um diesen Einstieg noch leichter zu gestalten ist für die Zukunft die Angliederung eines Schülerinnenlabors an das Vivarium geplant.

    Betreuende Lehrkraft

    Herr Dr. N. Chalwatzis