Romfahrt für Lateinerinnen

Romfahrt 2016

  • Besuch in Pompeji
  • Besuch in Pompeji

Segel gesetzt nach Süden! 49 Lateinschülerinnen der Liebfrauenschule Bensheim begaben sich unter Leitung der Lateinlehrer Dr.Peter Donié und Markus Leyh auf Studienfahrt nach Italien. Mit im Boot saßen der klassische Archäologe und Kulturwissenschaftler Dr. Jörgen Welp aus Oldenburg sowie die Historikerin und Politologin Evamaria Berg. Die mittlerweile fünfte Bildungsreise dieser Art hatte auch diesmal 2 Schwerpunkte: den Golf von Neapel mit dem spektakulären Vesuv und Rom mit seinen zahlreichen Trümmern und Eisdielen.

Nach einer gar nicht so lange erscheinenden Busfahrt in Pozzuoli bei Neapel angekommen. Als Vorgeschmack auf die vom Vesuvausbruch des Jahres 79 n.Chr. verschütteten und von den Lateinschülerinnen wiederentdeckten Städte Herculaneum und Pompeji dienten die ungemein beeindruckenden phlegräischen Felder. Man spaziert da auf einem Vulkan, in dessen Mitte ein schlackig brackiger See brodelt und blubbert; an vielen Stellen zischen schweflige Dämpfe, uns immer wieder in Wolken einhüllend, wie Säulen zum Himmel empor. Der Boden heiß, man kann nicht lange an einer Stelle verweilen. Über Allem ein pestilenzialischer Gestank. Was für ein Abenteuer!

D i e Einstimmung auf Herculaneum. Der mächtige, allen jetzt fast drohend erscheinende Vesuv ein Begleiter auf den Streifzügen durch die versunkenen Städte. Herculaneum gruselig mit den antiken Bootshäusern, in denen Hunderte von Menschen – jetzt Skelette – während des Vulkanausbruchs 79 Zuflucht gesucht hatten und mit all ihren Habseligkeiten durch thermischen Schock umgekommen waren. Pompeji anderntags einer der Höhepunkte der Reise, vor Allem weil die seit vielen Jahren versperrten Häuser der Via dell’Abondanzza nahezu sämtlich zugänglich waren und mit prächtigsten Wandmalereien in Erstaunen versetzten. 5 Stunden flanieren und so tun, als ob Alles noch so wäre wie vor dem 24.8.79 n.Chr.!

Und endlich Rom! Das Forum, von dem im Lateinbuch viel die Rede war, das Kolosseum wurde im malerischen Abendlicht hunderte Male fotografiert. Überhaupt zeigte sich der Wettergott sehr wohlwollend: An den allermeisten Tagen erstrahlten die südlichen Gefilde in einem träumerischen Glanz, der durchaus inspirierend auf alle Reisenden wirkte. Nicht einmal die dreistündige Wanderung auf der empörend unebenen Via Appia Antica, der alten Römerstraße nach Capua und weiter nach Brundisium (heute Brindisi), konnte die Schülerinnen erschüttern. Überhaupt muss lobend hervorgehoben werden, dass Moral, Stimmung und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, Höchstwerte erreichten. Auch Hotel- und Aufsichtspersonal in Museen und Ausgrabungsstätten priesen das Verhalten der Schülerinnen. Vielleicht lag das ja auch an den vielen Annehmlichkeiten, welche die Reise zu bieten hatte: die Bewirtung in Frascatis originellstem Restaurant „Il Pergolato“, das den Neugierigen Speisen wie Fettucine mit Trüffeln bot; das Frigidarium nahe der Piazza Navona, die genialste aller genialen Eisdielen Roms und nicht zuletzt unsere Hotels in Pozzuoli und Rom, die beide Volltreffer waren und uns allmorgendlich ein geradezu lukullisches Frühstücksbuffet servierten. Und dieser Kaffee…

Und dann die Papstaudienz auf dem Petersplatz: Wie im Heiligen Jahr nicht anders zu erwarten, war der vom Obelisken dominierte Platz völlig überfüllt. Katholiken aus Argentinien in folkloristischer Tracht und mit ungewöhnlichen Musikinstrumenten neben buntgewandeten Afrikanern aus Benin. Darunter ganz viele Polen. All dies vermittelte neben der Predigt, die in mehr als den uns vertrauten Sprachen gesprochen wurde, ein illustres Bild einer Weltreligion.

Auch die diesjährige Romfahrt war wieder ein Ereignis, an das sich die Teilnehmerinnen noch lange erinnern werden. Mittlerweile gilt an der Liebfrauenschule: Wer Latein hat, fährt mit. Bei diesem Wetter ohnehin!

Markus Leyh, 26.April 2016

Romfahrt 2014

  • Die Reisegruppe in Rom vor dem Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II.
  • 44 Lateinschülerinnen der Liebfrauenschule Bensheim zogen mit diversem Lehrpersonal vom 23.April bis zum 3.Mai nach Süden. Die Bildungsreise hatte 2 Schwerpunkte: den Golf von Neapel mit dem spektakulären Vesuv, Rom mit den zahlreichen Trümmern und Eisdielen.

    Nach einer gar nicht so lange erscheinenden Busfahrt in Pozzuoli bei Neapel angekommen. Als Vorgeschmack auf die vom Vesuvausbruch des Jahres 79 n.Chr. verschütteten und von den Lateinschülerinnen wiederentdeckten Städte Herculaneum und Pompeji dienten die ungemein beeindruckenden phlegräischen Felder. Man spaziert da auf einem Vulkan, in dessen Mitte ein schlackig brackiger See brodelt und blubbert; an vielen Stellen zischen schweflige Dämpfe, uns immer wieder in Wolken einhüllend, wie Säulen zum Himmel empor. Der Boden heiß, man kann nicht lange an einer Stelle verweilen. Über Allem ein pestilenzialischer Gestank. Ein Abenteuer durchaus.

    Die Einstimmung auf Herculaneum. Der mächtige, allen jetzt fast drohend erscheinende Vesuv ein Begleiter auf den Streifzügen durch die versunkenen Städte. Herculaneum eindrucksvoller ob der Kompaktheit des Geländes und auch weil aus Konservierungsgründen allzu viele Gebäude in Pompeji von der Antikenverwaltung den Besuchern versperrt sind.

    Ein Abstecher zu den griechischen Tempeln von Paestum begeistert viele vor Allem wegen des mediterranen Lichts, der Bläue des Himmels, was den schon von Goethe auf seiner italienischen Reise gepriesenen Ort verzauberte. Ansonsten war das Wetter übrigens nicht immer sehr inspirierend!

    Und endlich Rom! Das Forum, von dem im Lateinbuch viel die Rede war, das Colosseum, leider hässlich eingerüstet. Gerade wegen des bisweilen etwas uninspirierenden Wetters löste der dreistündige Erkundungsgang auf der Via Appia Antica Richtung Capua nach Süden auf den unebenen Originalsteinen nicht eben Begeisterungsstürme aus. Aber die Belohnung vor Augen hielten alle tapfer und gehorsam durch: Denn die Aussicht auf die Bewirtung in Frascatis originellstem Restaurant „Il Pergolato“ lockte die Erkundenden. Speisen wie Fettucine mit Trüffeln oder Pizza a la Bismark (sic!) waren der Höhepunkt.

    Und dann die Papstaudienz auf dem Petersplatz: Aufgrund der kurz zuvor erfolgten Heiligsprechungen der Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. war der vom Obelisken dominierte Platz völlig überfüllt. Katholiken aus Argentinien in folkloristischer Tracht und mit ungewöhnlichen Musikinstrumenten neben buntgewandeten Afrikanern aus Benin. Darunter ganz viele Polen. All dies vermittelte neben der Predigt, die neben den uns vertrauten Sprachen auch in Arabisch gesprochen wurde, ein illustres Bild einer Weltreligion.

    Auch die diesjährige, nun vierte Romfahrt war wieder ein Ereignis, an das sich die Teilnehmerinnen noch lange erinnern werden. Mittlerweile gilt an der Liebfrauenschule: Wer Latein hat, fährt mit. Nur das Wetter hätte etwas glänzender und südlicher sein dürfen.

    M. Leyh, 9.Mai 2014

    Veni, vidi, vici

    Latein ist eine ausgestorbene Sprache? Über 40 Schülerinnen der Q2-Phase und ein paar Schülerinnen der neunten Klasse, die alle Lateinunterricht hatten oder noch haben, erweckten gemeinsam mit fünf begleitenden Lehrern das alte Rom wieder zum Leben. Auf einer zehn-tägigen Bildungsreise inklusive Busfahrt machten sich die „Lateinerinnen“ auf die Suche nach den Spuren der alten Römer im 21. Jahrhundert. Schon auf der Fahrt wurde nicht viel geschlafen, zu groß waren die Vorfreude und die Spannung. Sie besichtigten alte Städte, darunter natürlich auch Pompeji und das noch besser erhaltene Herculaneum. Auch verschiedene Tempelanlagen und das Colosseum standen auf der Tagesordnung. Auf originalen alt-römischen Pflastersteinen und sogar Zebrastreifen wandelnd, konnte man sich wie damals fühlen. Bei nicht nur einer Schülerin bildete sich der Wunsch aus, einmal eine römische Villa in der Nähe Pompejis zu besitzen. Es wäre allerdings keine richtige Bildungsreise ohne eine Auswahl an Museen. Nach kürzester Zeit waren die Schülerinnen selbst in der Lage, Statuen zu erkennen oder Fresken einzuordnen.

    Aber die Reisenden lernten nicht nur vieles Alte sondern machten auch besondere Erfahrungen mit dem heutigen Rom. Neben der Verständigung (denn Latein spricht heute leider wirklich niemand mehr) war auch das Zurechtfinden im Straßenverkehr oder das neuartige Essverhalten spannend. Aber bei der Aussicht auf italienisches Eis, italienische Pizza und Pasta war das weniger üppige Frühstück halb so schlimm.

    Der Besuch des Trevi-Brunnens war obligatorisch, sodass es hoffentlich nicht der letzte Aufenthalt im schönen Italien gewesen ist. Denn trotz der vollen neun Tage konnte man doch noch weit nicht alles ansehen.

    Vielen Dank an Herrn Leyh, Herrn Donié, Herrn Heese und Frau Berg für die tolle Möglichkeit, eine solch interessante und schöne Reise machen zu dürfen!

    Verena Hofmann, Franziska den Ouden, Q2, Mai 2014

    Rom - eine Entdeckungsreise der Lateinschülerinnen der Liebfrauenschule

    Lateinschülerinnen der Jahrgangsstufen 10-13 unternahmen eine einwöchige Kulturfahrt in die italienische Hauptstadt. Der Vorschlag, eine Romfahrt zu unternehmen, löste Anfang des Schuljahres riesige Begeisterung und einen unerwarteten Anmeldungsansturm seitens der Schülerinnen der Liebfrauenschule aus. Dieses positive Feedback gab dann grünes Licht für die begleitenden Lehrkräfte Margherita Agostini, Dr. Peter Donié, Klaus Heese und Markus Leyh, ein abwechslungsreiches Programm zu erarbeiten, bis dann am Dienstag nach Ostern die Fahrt bevor stand.

    Erste Eindrücke

    Nach langer Busfahrt besichtigten die Lateinschülerinnen zuerst die Trümmerstadt Ostia, die sich in der Nähe des Tibers und ca. 30 km von der Stadt Rom entfernt befindet.

    Der erste Ausflug nach Rom führte die Schülerinnen gleich zum Forum Romanum, wo der Satz „hic forum est" aus der ersten Lektion des Lateinbuches nun wirklich der Wahrheit entsprach. Außerdem standen die Besichtigung des Kolosseums, des Konstantinsbogens und der Kaiserforen auf dem Programm.

    Die Erfahrung, all diese Orte nun leibhaftig zu sehen und auf den Pfaden der alten Römer zu wandeln, machte die lateinische Sprache nun richtig lebendig. „Latein lebt" war die Aussage auch nach dem Tagesausflug nach Pompeji, das 79 n. Chr. bei einem Ausbruch des Vesuvs weitgehend verschüttet und dadurch konserviert wurde, sodass man noch heute die beeindruckenden Überreste der antiken Stadt bewundern kann. Auch die Kapitolinischen Museen, das Marcellus Theater und verschiedene Kirchen, wie z.B. Santa Maria in Ara Coeli, wurden von der Gruppe besucht. Aufgrund des Fachwissens der Lehrkräfte begab man sich auf eine interessante historische Reise.

    Rom - Stadt der Päpste

    Der Sonntag in Rom war der Stadt Rom als Zentrum der Christenheit gewidmet und so bestaunten die jungen Frauen nach dem freiwilligen Angebot eines Gottesdienstes am Morgen den prunkvollen Petersdom, dessen Atmosphäre und Größe so mancher den Atem raubte, den Petersplatz und die Papstgräber. Vom Vatikan aus ging es zur Engelsburg und von dort aus brachen die „Lateiner" zur Villa Borghese auf, um die vielseitige Kunstsammlung der Galleria Borghese anzusehen. Am letzten gemeinsamen Tag in Rom wurde das Pantheon besichtigt, man flanierte auf der Via Appia Antica und besuchte die Kalixtus-Katakombe, die eine der verschiedenen unterirdischen Gräbersysteme Roms darstellt. Des Weiteren bewunderten die Schülerinnen einzeln oder auch mit Lehrkräften den berühmten Trevi-Brunnen und die vielen anderen kleinen Besonderheiten Roms, die man an jeder Ecke entdecken kann. Am Abreisetag hatten die Schülerinnen dann die Möglichkeit, allein die Stadt zu erkunden und eigene Entdeckungen zu machen. Eis essen, Einkäufe erledigen, guten italienischen Kaffee genießen oder einfach nur am Circus Maximus in der Sonne sitzen, diese enfachen Dinge des Lebens standen ganz oben auf der Wunschliste.

    Alles in allem war die Romfahrt eine unvergessliche Erfahrung für alle Beteiligten und man war sich trotz schmerzender Füße schnell einig: Es war eine in vollem Umfang gelungene Fahrt, von der jede einzelne für sich selbst sehr viel mitnehmen konnte. Die Freude über diese wichtigen Erfahrungen wird noch lange anhalten.

    Mona Müller