Oberstufenpraktikum

Verbindliches  OBERSTUFENPRAKTIKUM der Q2–Phase

Was soll, was will, was kann ich - werden? Diese bereits eingangs des Bereichs “Studien– und Berufsorientierung” gestellte grundsätzliche Frage erfasst die Schülerinnen spätestens in der Oberstufe.

Das für alle Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 obligatorische Betriebs­praktikum kann bei der Klärung dieser (Lebens–) Frage nur bedingt eine Hilfe sein. Sein Schwerpunkt liegt im Erstkontakt mit der Arbeits– und Berufswelt und ihren generellen Strukturen sowie Erfordernissen. ­Die besondere pädagogische Zielsetzung dieses Praktikums besteht primär darin, den Schülerinnen durch die Tätigkeit an verschiedenen Arbeitsplätzen Gelegenheit zu geben, allgemeine Eindrücke und Erfahrungen in  Arbeits– und Wirtschaftswelt zu sammeln. Mehr ist in der Regel auch aufgrund des Alters der Praktikantinnen nicht möglich, das sie von umfassenderen und verantwortungsvolleren Tätigkeiten, und damit auch tieferen beruflichen Einblicken, ausschließt.

Vor diesem Hintergrund bietet die LFS ihren Schülerinnen  ein Betriebs­praktikum (in den letzten beiden Wochen vor Beginn der Sommerferien) an, die von der Schule indirekt betreut werden (für Praktika im Inland vom Unterzeichner, für Auslandspraktika –siehe unten– von Frau Berg und Frau Lichter). 

Wir empfehlen dieses Praktikum sehr, denn sie sind eine wertvolle Bereicherung im Prozess der Orientierung in die Berufswelt und bei der meist nicht einfachen Berufsfindung.

Durch sie können die ersten Eindrücke der Klasse 9 in das Berufsleben vertieft und erweitert sowie gut Kontakte zur Arbeitswelt hergestellt werden. Anvisierte Berufe und Betriebe können so näher kennengelernt und mit den persönlichen Erwartungen an den späteren Beruf verglichen werden – und sei es im Ausschlussverfahren. Zudem bietet es die Gelegenheit, sich der eigenen Stärken und Schwächen im beruflichen Prozess bewusst zu werden.

Da bei späteren Einstellungsverfahren u. a. auch Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative der Bewerber- Innen von den Unternehmen als Kriterien erwartet werden, erscheint es uns sehr vorteilhaft zu sein, wenn möglichst jede Schülerin wenigstens einmal im Verlauf der Oberstufe auf freiwilliger Basis in den Schulferien ein (mindestens) zweiwöchiges Betriebs­praktikum absolviert.

Das Praktikum ist über die Schule versichert.

Die entsprechenden Anmeldeunterlagen und Informationen sind über den Betreuer der Inlandspraktika erhältlich. Sie müssen rechtzeitig vor dem geplanten Praktikum abgeholt und mindestens 14 Tage vorher eingereicht werden, da ansonsten u. a. der Versicherungsschutz nicht gewährleistet werden kann.

Für Auslandspraktika sind diese Formulare nicht erforderlich, aber sicherlich klärende und informierende Gespräche mit den entsprechenden Betreuerinnen (s. u.).

Eine persönliche Praktikumsbescheinigung sollte am Ende eines jeden Praktikums vom Unternehmen erbeten werden.

Rolf J. Schneider

Praktikumsleiter

 

Auslandspraktikum während der Oberstufe

Wenn sich die Möglichkeit bietet, ein Betriebspraktikum im Ausland zu machen, erweitern sich die möglichen beruflich–betrieblichen Erfahrungen um die Dimensionen von Kultur und Fremdsprache. In der Regel ist dieser vielleicht mutige Schritt eine sehr große Bereicherung und stärkt primär die Fremdsprachenkompetenz und interkulturelle Sensibilität ebenso wie das Selbstbewusstsein.

Praktika im Ausland sind in der Regel mit Kosten verbunden und sind über die Schule versichert.

Die Liebfrauenschule eröffnet ihren Oberstufenschülerinnen einzigartige Möglichkeiten, im Ausland praktische Berufserfahrungen zu sammeln, und bietet sowohl in England als auch in Frankreich durch die Schule organisierte Praktikumsprogramme.

 

Auslandspraktika in Poole - England

In den Herbstferien der Q3 bzw. Q1 bieten wir etwa zehn Schülerinnen die Möglichkeit in Poole – Südwestengland ein Betriebspraktikum zu machen. Die Unternehmen sind im Handel, im Non-Profit- und Kulturbereich sowie in der Hotellerie und im Rechtswesen tätig. Die Praktika sind unbezahlt und es fallen Kosten für die Reise sowie Unterbringung und Verpflegung an. Die Schülerinnen sind jeweils zu zweit in ausgewählten Gastfamilien untergebracht, die die Eagle International School in Poole vermittelt.

Die Schule akquiriert die Praktikumsstellen und hält den Kontakt zu den Unternehmen z.T. durch Vor-Ort-Besuche. Wir organisieren den Bewerbungsprozess und vermitteln die Schülerinnen an die Unternehmen. Zu allen Unternehmen bestehen inzwischen mehrjährige, teils langjährige Verbindungen. In Poole steht die Sprachschulleiterin der Eagle International School bereit bei Problemen zu helfen, in Deutschland ist Frau Berg erreichbar.

E. Berg

 

Auslandspraktikum in der Partnerstadt Beaune - Frankreich

Für das zweiwöchige Praktikum am Ende der Q2-Phase haben die Schülerinnen auch die Möglichkeit in unterschiedliche Betriebe im Nachbarland Frankreich hinein zu schnuppern. Beaune, im wunderschönen Burgund gelegen, bietet Praktikumsstellen im Touristenbüro, im Hotel, in einer Grundschule mit angegliedertem Kindergarten oder als Betreuerin der städtischen Kinderfreizeit während der französischen Sommerferien an. Die Tätigkeiten dienen einerseits – ebenso wie in Deutschland – dazu, Betriebsabläufe von innen kennenzulernen und darüber hinaus die eigenen Französischkenntnisse zu festigen und zu bereichern.

Ebenso wie in Poole ist die Praktikumsarbeit unentgeltlich, Kosten für Anreise und Verpflegung werden selbst getragen. Unterkünfte in französischen Gastfamilien können eventuell über die Deutschlehrerin unserer Partnerschule St. Coeur vermittelt werden. Optimal ist es, wenn noch Kontakt zu ehemaligen Austauschpartnern oder deren Freunden besteht und man hier untergebracht werden könnte. Des Weiteren gibt es das Foyer des Jeunes Travailleurs, das Zimmer vermietet.

Für die Vermittlung der Praktikumsstellen/Unterkunft, das Schreiben der Bewerbungen und das Ausfüllen der nötigen Formulare wird von schulischer Seite Hilfestellung geleistet.

B. Lichter

Stand April 2018