Abschluss des Jubiläumsjahres mit Weihnachtsgottesdienst

Die LFS-Schulsprecherinnen Milena Schmitt und Annika Schader übergeben Spenden aus dem Adventsbasar an die Sonnenkinder und die Maria-Ward-Schwestern.

Erlös aus Adventsbasar geht an Projekte in Simbabwe und an die Sonnenkinder

Was steht gewöhnlich am Beginn eines neuen Jahres? Gute Vorsätze. Gute und große Vorsätze hatte sich die Liebfrauenschule gemacht, feierte sie schließlich im bald endenden Jahr ihren 160. Geburtstag – mit 160 guten Taten. Jede Schülerin, jede Klasse und auch die Lehrer sowie die Schulleitung waren aufgerufen, kreative Ideen zu entwickeln, wie man anderen etwas Gutes tun kann, und dies auch gemeinsam in die Tat umzusetzen. Zum christlichen Profil passt es, neben der individuellen Förderung auch das soziale Engagement in den Mittelpunkt zu stellen. Und so wurden über das gesamte Jahr die verschiedensten guten Gedanken in die Tat umgesetzt, so dass es nun zum Jahresende sogar mehr als die angestrebten 160 geworden sind.

Zum 160-jährigen Bestehen

Einen Höhepunkt der guten Taten bildete hier sicherlich der nicht nur in der Schulgemeinschaft beliebte Adventsbasar. Bereits im Vorfeld hatten alle Klassen und Kurse, einige Gruppen aus dem musikalischen und kreativen Angebot der Schule, die Schülerinnenvertretung, der Elternbeirat, die Mitarbeiter, aber auch einzelne Schülerinnen viel Zeit und Mühe in die Vorbereitung ihrer vielfältigen Angebote und die Organisation des Basars gesteckt. Es wurde in den Monaten davor fleißig gebastelt und geprobt, gebacken und gekocht.

Die Turmbläser aus der Bläserklasse eröffneten den Basar offiziell für die bereits zahlreich anwesenden Besucher. Die Verkaufsstände präsentierten ein überaus vielfältiges Angebot an weihnachtlichen Basteleien und Handarbeiten, Kränzen und Gestecken, Schmuck, Selbstgebackenem und vielen anderen liebevoll hergestellten und eingepackten Kleinigkeiten. Ein breites musikalisches und literarisches Rahmenprogramm und Mitmachangebote rundeten die Veranstaltung gelungen ab.

Der Höhepunkt des Basars fand in diesem Jahr auf dem Schulhof statt, wo die Vertreter der Elternschaft gemeinsam mit den Schülerinnen, Kollegen, Mitarbeitern und Besuchern in besinnlicher Atmosphäre symbolisch 160 Lichter für die vielen guten Taten des zu Ende gehenden Jahres entzündeten.

Spende für Schulneubau

Insgesamt war der überaus gut besuchte Basar ein voller Erfolg. Dank des großen Engagements aller Beteiligten und natürlich auch dank der großen Kaufbereitschaft und Großzügigkeit der Besucher konnte in diesem Jahr ein Erlös in Höhe von 9000 Euro für gute Zwecke erzielt werden.

Im Rahmen des traditionellen Weihnachtsgottesdienstes der Liebfrauenschule gestern Vormittag überreichten die Schulsprecherinnen stellvertretend für alle Mitwirkenden am Adventsbasar zwei Schecks für soziale Projekte.

Den ersten Scheck mit zwei Dritteln der Spendensumme erhielten die Schwestern der Congregatio Jesu für ihre Projekte in Simbabwe. Dort unterhalten sie seit vielen Jahren ein Kinderheim für Aidswaisen und eine Schule mit rund 1000 Schülern und setzen sich so für eine solide Ausbildung der Kinder ein, beispielsweise durch die Bezahlung von Lehrkräften und die Versorgung mit Lebensmitteln. Die diesjährige Spendensumme wird einem Schulneubau zufließen und so dazu beitragen, die Ausbildungsmöglichkeiten für weitere Kinder erheblich zu verbessern.

Mit dem verbleibenden Drittel unterstützt die Liebfrauenschule den Verein Sonnenkinder, der sich für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und deren Familien engagiert und hierzu in Rodau einen Begegnungshof betreibt. Dieser bietet einen Raum für den Kontakt betroffener Familien untereinander und für die Begegnung mit Tieren, die Kindern verschiedener Altersgruppen motorische und vor allem soziale Lernmöglichkeiten eröffnet.

Eingebettet war die Scheckübergabe in den feierlichen vorweihnachtlichen Gottesdienst am letzten Schultag, in dem verschiedene Chöre die musikalischen Akzente setzten. 

BA, 22.12.2018