Exkursion ins Labor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Lampoldshause

Gruppenfoto

Gruppe "Grätzelzelle"

Planung und Bau der Wasserrakete

Start der Wasserrakete

Wasserrakete und Weltraumspaziergang

31 Schülerinnen aus verschiedenen Jahrgangsstufen der Liebfrauenschule (LFS) besuchten das „DLR_School_Lab“ in Lampoldshausen bei Heilbronn. An der ganztägigen Exkursion nahmen Schülerinnen der Astronomie-AG, der Jugend-forscht-AG und Interessentinnen an einem Physik-Leistungskurs im nächsten Schuljahr teil.

Dabei konnten die Schülerinnen bei zahlreichen Vorträgen und Experimenten rund um die Themen Antriebskonzepte, Aerodynamik, Verbrennungs- und Messtechnik viele Fragen stellen und selbst kleinere Versuche durchführen.

Die Einrichtung in Lampoldshausen gehört zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und wurde 1959 als Versuchsgelände für den Test von Flüssigkeitsraketentriebwerken von Professor Eugen Sänger gegründet. Heute verfügt der Standort über europaweit einmalige Kompetenzen auf dem Gebiet der Entwicklung und des Betriebs von Raketentriebwerksprüfständen und beschäftigt rund 300 Menschen.

Nach der Begrüßung und einem kurzen Einführungsfilm über das DLR teilten sich die Schülerinnen auf sechs verschiedene Experimentiergruppen auf, in die sie sich im Vorfeld bereits eingewählt hatten. In einem Workshop lernten sie beispielsweise das Prinzip der Impulserhaltung am Beispiel einer Wasserrakete kennen.

Dabei konnten die Schülerinnen nach einer theoretischen Einführung und ersten Experimenten im Labor auch eine eigene Wasserrakete aus PET-Flaschen bauen, die sie anschließend im Freien selbst starten lassen konnten. Ein anderer Workshop, der von Anuschka Ritzert, einer ehemaligen Schülerin der LFS, geplant und durchgeführt wurde, beschäftigte sich mit der Mission ISS. Hier konnten sich die Schülerinnen mithilfe einer VR-Brille ein eigenes Bild von der ISS machen und einen Weltraumspaziergang unternehmen. Außerdem erhielten die Schülerinnen zahlreiche interessante Einblicke in das Leben des derzeit dort stationierten deutschen Astronauten Alexander Gerst.

Alltag in der Forschung

Weitere Themenschwerpunkte waren die Brennstoffzelle, das Infrarot-Teleskop SOFIA, der Windkanal und die Grätzelzelle. Jede Schülerin konnte insgesamt zwei Workshops besuchen, die jeweils knapp zwei Stunden dauerten.

Zwischen den beiden Veranstaltungen fanden zudem eine Führung durch eine Ausstellung mit Exponaten zu Antriebssystemen sowie ein gemeinsames Mittagessen in der Kantine statt. Alles in allem war es eine sehr gelungene Veranstaltung, bei der den Schülerinnen interessante Einblicke in die Themen Luft- und Raumfahrt ermöglicht wurden. Zudem konnten sie sich einen Eindruck von einem möglichen Berufsfeld verschaffen und das DLR als potentiellen Arbeitgeber in seinen unterschiedlichen Facetten kennenlernen. Die Schülerinnen hat insbesondere die Breite der Workshops und die damit verbundenen Anwendungen im Alltag und in der Forschung fasziniert.

Am Ende waren alle Teilnehmer mit der Exkursion sehr zufrieden und kehrten mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen nach Bensheim zurück. Ein besonderer Dank galt dem Verein der Freunde der LFS, der die Exkursion finanziell unterstützt hat. 

BA, 15.11.2018