Goldgräberinnen am Kirchberg

22 Mädchen ernteten im Hospizgarten zwei Schubkarren voll mit Kartoffeln

Kartoffeln wachsen nicht im Supermarkt, sondern in der Bensheimer Innenstadt – fast: Etwa 150 Meter Luftlinie von der Kirche Sankt Georg entfernt gedeihen Kartoffeln auf einem 200 Quadratmeter großen Acker. Wer hätte das gedacht? Und wie praktisch, dass der Acker nur ein paar Gehminuten von der Liebfrauenschule entfernt ist.

Da hatte die Mutter einer Schülerin eine gute Idee: Anlässlich des 160-jährigen Jubiläums wollen die Schülerinnen der LFS 160 gute Taten vollbringen. Könnte eine davon nicht dem Hospizgarten gelten? Und tatsächlich: Eine supergute Tat ist ihnen hier gelungen, die sogar viel Spaß machte: 22 Schülerinnen haben mit der Initiatorin Frau Noe und dem Klassenlehrer Herrn Bator „Goldgräber“ gespielt: Sie ernteten zwei Schubkarren voll köstlicher Kartoffeln. Der ehrenamtliche „Kartoffelmeister“ Karlheinz Antoni brachte den elf und zwölf Jahre alten Mädchen die Kartoffelernte bei.

Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Petra Eckhardt und die Koordinatorin Jeca Blank achteten darauf, dass die Mädchen sich nicht überanstrengten oder verletzten, und dass sie bei der Hitze genug zu trinken hatten. Anschließend blieb sogar noch Zeit, um den weitläufigen Hospizgarten anzuschauen.

Viele Eindrücke gewonnen

Welche Eindrücke haben die Mädchen gewonnen? „Toll fand ich es zu sehen, wie Kartoffeln wachsen, dass die an der Wurzel hängen. Dann muss man aber noch weiter im Boden wühlen, um Kartoffeln zu suchen, die nicht mehr an der Wurzel hängen.“ „Ich fand die Kartoffelernte lustig, und sehr cool, dass ich jetzt weiß, wie man Kartoffeln richtig erntet.“ „Wir waren ja nur kurz im Hospiz drin, aber ich fand das sehr, sehr schön, wie es da drin aussieht, auch das tolle Wohnzimmer mit dem Klangstuhl und dass Elisabeth Lücken uns alle Fragen beantwortet hat, die wir hatten. Sie wusste auf alles eine Antwort, egal, was wir gefragt haben. Ich würde gern noch mal eine richtige Führung im Hospiz haben.“ „Das mit den Bienen hat mir richtig gut gefallen, da hätte ich auch gerne noch eine richtige Führung, dass uns der Imker alles genau zeigt.“ „Der Garten ist so schön. Da kann man gar nicht glauben, dass der mal so verwildert war.“

Abgemacht: Die Mädchen kommen wieder, um das Hospiz von innen kennenzulernen und um eine Führung im Bienenrefugium des Hospizgartens zu erhalten – fachmännisch geleitet durch den Bienenzüchterverein Bensheim. Alle Beteiligten waren begeistert von diesem gelungenen Einsatz und möchten ähnliche Aktionen wiederholen.

Für den Herbst kann sich jetzt schon ein Kindergarten bewerben, um Kastanien und sonstiges Bastelmaterial zu sammeln: Telefon 06251/9894511 beim Hospiz-Verein

BA, 25.08.2018