Kornnatter-Babys in der Liebfrauenschule - Lebendiger Anschauungsunterricht

Kornnatterbaby

Im Keller der Liebfrauenschule ist es sehr lebendig, denn hier haben verschiedene Tierarten ihr Zuhause gefunden. Man kann einige Stab- und Gespenstschrecken, verschiedene Schabenarten, afrikanische Rosenkäfer, einen blauen Flusskrebs aus Australien, Fische, Geckos, eine Wasserschildkröte, Strumpfbandnattern, Kornnattern, sowie afrikanische Achatschnecken und sogar drei halbwüchsige Vogelspinnen entdecken. Der Kleinzoo wächst und wächst … . Was kam hinzu? Die wunderbare Vermehrung gelang durch die Nachzucht einiger Arten, aber auch durch Ringtausch mit anderen Vivarien-Schulen. So konnten durch Kontakte des betreuenden Lehrers Dr. Chalwatzis Nachzuchten von anderen Schulen aus Hamburg nach Bensheim gebracht werden. Gleichzeitig fanden junge Tiere aus Bensheim bundesweit ein neues Zuhause.  Eingezogen in der Schule sind die drei Axolotl und eine junge Kornnatter, die in diesem Jahr aus dem Ei geschlüpft ist.

Wandelnde Blätter und verschiedene Stabschrecken vermehren sich im Vivarium sehr regelmäßig. Auch das schwerste Insekt der Welt, die Malaiische Riesengespenstschrecke, produziert in der LFS zuverlässig Nachwuchs. Die Zuchtgruppe der Leopardgeckos bestehend aus vier Weibchen und einem Männchen hat im vergangenen Jahr schon zum dritten Mal für Nachwuchs in der Schule gesorgt. Für die Aquarien wurden ursprünglich zwei männliche und vier weibliche Guppys angeschafft. Inzwischen lassen sich die zahlreichen farbenfrohen Nachkommen kaum noch zählen. Schon zum zweiten Mal ist die Vererbung der Flossenfarben Thema für eine „Jugend forscht“-Arbeit. Zwei Schülerinnen haben sich außerdem die Frage gestellt, ob sich Geckos auf bestimmte Signale dressieren lassen und z.B. lernen können eine rote Styroporkugel anzutippen, um Futter zu erhalten.

Vieles können schon die jüngeren Schülerinnen bei der Betreuung lernen. Sie erfahren ganz praktisch, welches Futter und welche Lebensbedingungen die Tiere brauchen und was bei der Aufzucht zu beachten ist. Schließlich machen das Fachsimpeln mit Hobby-Biologen und der Austausch von Tipps und Tricks viel Freude. Die Schülerinnen sind von den Tieren so begeistert, dass sie diese gerne auch mal in den Pausen besuchen. Ziel der Tierhaltung ist es für den betreuenden Lehrer Dr. Chalwatzis und die Schule, über die Faszination lebender Tiere die Schülerinnen an die wissenschaftliche Arbeitsweise und die Naturwissenschaften allgemein heranzuführen. Die mehrmalig erfolgreiche Teilnahme an „Jugend forscht“ zeigt, wie aus einem kleinen Hobby eine große Leidenschaft werden kann und mit den Aufgaben auch die Schülerinnen wachsen in ihrer Neigung, naturwissenschaftlichen Fragestellungen auf den Grund zu gehen.

Am Schnuppertag, dem 25.01. (Samstag), kann man ab 9.00 Uhr gerne auch dem Vivarium einen Besuch abstatten.