Liebfrauenschule auf großer Fahrt - Jubiläumsgottesdienst im Mainzer Dom

Ankunft am Meinzer Dom

Singgruppe mit Bischof Kohlgraf und Schulleitung

Singklasse im Dom

Die Schulgemeinde im Dom

Bischof Kohlgraf, Pfarrer Förg

Ende des Gottesdienstes

Bischof Kohlgraf im Gespräch

160 Jahre LFS – Grund genug für einen Schulausflug

Anlässlich des 160-jährigen Schuljubiläums begaben sich am vergangenen Mittwoch sämtliche Schülerinnen, von der fünften Klasse bis zum nächsten Abiturjahrgang, alle Lehrerinnen und  Lehrer sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf große Fahrt nach Mainz, dem Sitz des Schulträgers der katholischen Mädchenschule und der Ort, von dem die Gründung der Liebfrauenschule durch die „Maria-Ward-Schwestern“ im Grunde ausgegangen war.

Dies gebührend zu feiern scheute das Kollegium keinerlei Mühe und plante über Wochen und Monate den organisatorischen Großakt. Schließlich galt es, die gesamte Schülerschaft in 16 Bussen und zur Entlastung der Busbahnhöfe in Bensheim und Mainz im 10 Minuten Takt in die Domstadt zu bringen. Zudem sollte der Tag nicht nur von einem gemeinsamen Gottesdienst, sondern auch von einem vielfältigen Anschlussprogramm geprägt sein, wobei die Organisatoren der Liebfrauenschule Unterstützung von vielen Institutionen erhielten, welche dem großen Vorhaben sehr positiv gegenüber standen und sich bemühten, allen Anfragen gerecht zu werden.

Hierbei stellt der beschriebene große Ausflugstag nur eines von vielen Jubiläumsevents dar, welche derzeit vor allem dank der großen Motivation der Schülerinnen ihre Planung und Durchführung finden. Getreu dem Motto 160 Jahre – 160 gute Taten finden in diesem Jahr, welcher mit einem Maria Ward Tag am 30.1.18 eingeläutet wurde, viele Aktionstage für den guten Zweck statt. So veranstaltet die Liebfrauenschule nicht nur den stets gut besuchten vorweihnachtlichen Adventsbasar am 30.11.18, sondern auch einen Flohmarkt für den guten Zweck und das Ehemaligentreffen am 22.9.18, zu dem die ehemaligen Schülerinnen der LFS alle 5 Jahre eingeladen sind. Daneben haben die einzelnen Klassen auch weitere charitative Projekte gestartet, deren Ergebnisse sowohl am Ehemaligentreffen als auch am Adventsbasar bestaunt werden können.

Jubiläumsgottesdienst im Mainzer Dom mit Bischof Kohlgraf

Am vergangenen Mittwoch strömten die 750 Schülerinnen und 80 Lehrerinnen und Lehrer von den verschiedenen Haltestellen  erst einmal in den Mainzer Dom, um dort gemeinsam mit dem Bischof innerhalb eines Gottesdienstes das Jubiläum ihrer Schule zu feiern. Zudem war der Gottesdienst mit dem Bischoff auch eine Möglichkeit zur Begegnung und zugleich eine Anerkennung der pädagogischen Leistung des katholischen Gymnasiums mit Realschulzweig, die diese Aufgabe in Bensheim treu dem Auftrag der Mädchenbildung und durch eine wechselhafte Geschichte doch zugleich offen den Erfordernissen der Zeit wahrgenommen hat und nimmt.

Der Zielort Mainz bedeutet zugleich eine Rückkehr zu den Wurzeln, denn aus Mainz kamen vor 160 Jahren die „Maria-Ward-Schwestern“, um Mädchen im christlichen Sinne zu bilden. Die Ordensschwester Mary Ward  hatte sich vor ca. 400 Jahren sehr für die Bildung von Mädchen eingesetzt. Heute ist der Träger der Schule das Bistum Mainz. Die Stadt gehört also zur Geschichte und Identität der Schule.

Es war ein besonderer Gottesdienst, der an diesem Tag - im Mainzer Dom - stattfand- wahrlich voll besetzt mit hunderten von Schülerinnen. Bischof Kohlgraf stellte in seiner Predigt drei pädagogische Leitziele der „Maria-Ward Schwestern“ in den Mittelpunkt: Jeder Mensch ist ein „Original“ und hat die Aufgabe, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln; dazu gehört auch das Nein-sagen können, wenn z. B. Schwächere benachteiligt sind und der Wille Verantwortung zu übernehmen. Die besondere Prägung der Schule zeigte sich auch in der abwechslungsreichen Gestaltung. Ein Jubelgottesdienst wurde es auch durch das überschwängliche „Gloria“ der Singklassen und das großartige Orgelspiel von Regionalkantor Gregor Knop. Insgesamt war es ein gelungenes Zusammenspiel, bei dem die Singklassen, der Popchor, Messdienerinnen und Lehrkräfte der Liebfrauenschule aktiv waren.

Für die christliche Schule ist soziales Engagement ein zentrales Erziehungsziel. So schloss die Schulleiterin in ihren Dankesworten an Schülerinnen und Kollegium: Die bislang 103 dokumentierten „guten Taten“ bezeugten die Vielfalt und Fantasie, mit der sich Gutes tun zeige – wenn sich jede mit ihren Begabungen in den Schulalltag einbringt.

Nach dem eindrucksvollen Gottesdienst nahm sich Bischof Kohlgraf, der selbst als Lehrkraft an einer Mädchenschule in Köln gearbeitet hat, Zeit für die Schülerinnen der LFS. Auf dem Domplatz mischte sich der Bischof unter die Schülerinnenschaft und die Mädchen berichteten ganz stolz von der besonderen Begegnung.

Vielfältiges Programm der einzelnen Jahrgangsstufen

Das Rheinufer wurde im Anschluss für das ein oder andere Picknick besetzt, bevor es dann mit einem altersspezifischen Programm für die jeweiligen Klassenstufen weiterging.

Die vielfältigen und schon seit Monaten geplanten Aktivitäten für die Unter- und Mittelstufenschülerinnen reichten von Stadtralleys, dem Kennenlernen der Aufgabenbereiche der Caritas in Mainz, dem Ausprobieren des Druckhandwerks über das Erkunden des Mittelalterlichen und jüdischen Mainz bis zu einer Führung durch die Opel-Arena. Für die Oberstufenschülerinnen wurde ebenfalls eine vielfältige Auswahl an Nachmittagsprogrammpunkten angeboten: einen Besuch des ZDF, des Landtages, des Staatstheaters oder der Mainzer Uni. Eine Schülerinnengruppe der Oberstufe besuchte den SWR und erhielt zu Beginn eine Führung durch zwei Fernsehstudios sowie zwei Radiosender. Im Anschluss nahm sich eine ehemalige Schülerin der LFS, Claudia Butter, Journalistin beim ARD-Magazin „Report Mainz“, Zeit, um über ihren Ausbildungsweg und Berufsalltag zu berichten.

Die Auswahl der Programmpunkte spiegelt ein schülerorientiertes, aktives sowie ganzheitliches Konzept wider, bei welchem die Freude am Entdecken und der Spaß generell nicht zu kurz kamen.

Die Fahrt nach Mainz und das damit verbundene Gemeinschaftsgefühl werden sicherlich noch lange bei allen über 800 beteiligten Schülerinnen, Lehrkräfte und Mitarbeitern der Liebfrauenschule weiterwirken und als ein, wenn nicht der Höhepunkt des Jubiläumsjahres in Erinnerung bleiben.  

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