Liebfrauenschule veranstaltete großen Adventsbasar

Mit Enthusiasmus und Engagement für eine gute Sache                          

Was steht gewöhnlich am Beginn eines neuen Jahres? Gute Vorsätze. Gute und große Vorsätze hatte sich die Liebfrauenschule gemacht, feierte sie schließlich im bald endenden Jahr ihren 160. Geburtstag – mit 160 guten Taten. Jede Schülerin, jede Klasse und auch die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulleitung waren aufgerufen, kreative Ideen zu entwickeln, wie man anderen etwas Gutes tun kann, und dies auch gemeinsam in die Tat umzusetzen. Zum christlichen Profil passt es, neben der individuellen Förderung auch das soziale Engagement in den Mittelpunkt zu stellen. Und so wurden über das gesamte Jahr die verschiedensten guten Gedanken in die Tat umgesetzt, sodass es nun zum Jahresende sogar mehr als die angestrebten 160 geworden sind.

Einen Höhepunkt der guten Taten bildete hier sicherlich der nicht nur in der Schulgemeinschaft beliebte Adventsbasar, der am 30.11. ab 14.00 Uhr seine Pforten öffnete und die Besucher einlud, so kurz vor dem 1. Advent bereits ein wenig vorweihnachtliche Stimmung zu genießen und die besondere Atmosphäre der Liebfrauenschule kennenzulernen oder wieder zu spüren.

Bereits im Vorfeld hatten alle Klassen und Kurse, einige Gruppen aus dem musikalischen und kreativen Angebot der Schule, die Schülerinnenvertretung, der Elternbeirat, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch einzelne Schülerinnen viel Zeit und Mühe in die Vorbereitung ihrer vielfältigen Angebote und die Organisation des Basars gesteckt. Es wurde in den Monaten davor fleißig gebastelt und geprobt, gebacken und gekocht – jeder investierte einen Teil seiner kostbaren Freizeit und steuerte Materialien bei, nicht wenige Klassen „opferten“ für die Vorbereitungen einen Wandertag, einen Teil ihrer Klassenfahrt, trafen sich einfach so nachmittags oder verzichteten – in diesem Fall wohl eher mit nur einem weinenden Auge – auf einige Stunden wertvollen Fachunterrichts. Die Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen!

Am 30.11. war es dann endlich soweit. Obwohl der Basar erst um 14.00 Uhr begann, herrschte in der Schule bereits ab 10.00 Uhr morgens ein geschäftiges Treiben. Da wurden Kränze gewickelt und Plätzchen gebacken, die Tannenbäume geschmückt und Forum und Mediathek für den Basar hergerichtet, die Cafés und Stuben mit Geschirr bestückt und dekoriert – gute Laune und die Freude am gemeinsamen Tun erfüllten die Räumlichkeiten.

Um 14.00 eröffneten die Turmbläser aus der Bläserklasse den Basar offiziell für die bereits zahlreich anwesenden Besucher. Schnell füllten sich die Weihnachtsmärkte in Forum und Mediathek und die Cafés, und trotz des nicht sehr einladenden Wetters erfreuten sich auch die Verkaufsstände unter Zeltdächern im Schulhof mit ihren deftigen Angeboten und Glühwein eines regen Zuspruchs. Die Verkaufsstände präsentierten ein überaus vielfältiges Angebot an  weihnachtlichen Basteleien und Handarbeiten, Kränzen und Gestecken, Schmuck, Selbstgebackenem und vielen anderen liebevoll hergestellten und eingepackten Kleinigkeiten: Wer auf der Suche nach Christbaum-Dekoration war, der wurde bei Zapfen, Filzwichteln und Gotteslobengelchen ebenso fündig wie derjenige, der noch einen Adventskranz benötigte oder stolzer Besitzer eines der imposanten Gestecke aus Weinknorzen wurde; manchem fehlte noch eine warme Mütze oder ein Schal; auch wer keine Zeit zum Backen gefunden hatte, konnte verschiedenste selbstgebackene Plätzchen käuflich erwerben – oder eine Backmischung im Glas mit dem guten Vorsatz nach Hause tragen, sie am folgenden Wochenende in den ihr bestimmten Zustand zu überführen; für diejenigen, die weniger Weihnachtliches suchten, hatten die Klassen 5e und 8a selbstgefärbtes Badesalz und selbstgemachte Meisenknödel im Angebot, die reißenden Absatz fanden.

Auch kulinarisch ließ der Basar kaum Wünsche offen: Neben Kaffee und Tee, Kuchen, Plätzchen und Macarons, frischen Crèpes und Waffeln, deren köstlicher Geruch das gesamte Schulhaus durchzog, konnten hungrige Besucher im Schulhof Bratwürstchen und Pommes, heiße Erbsensuppe, Glühwein, Kinderpunsch und kalte Getränke erwerben oder in der Odenwälder Stubb´ frischen Kochkäs´ genießen.

Ein breites musikalisches und literarisches Rahmenprogramm und Mitmachangebote rundeten die Veranstaltung gelungen ab: Neben den bereits erwähnten Turmbläsern brachte die Singklasse ihr Können zu Gehör, die Klasse 6a las in der Kapelle Gedichte, in der Mediathek konnte man weihnachtlichen Geschichten lauschen, die Schulkapelle lud als Oase der Ruhe zum Verweilen ein,  kleine (und auch große) Besucher konnten spielen und basteln, an einer Schulrallye oder einer Tombola teilnehmen, Keks-Hexenhäuschen selber machen oder sich im „besinnlichen Wettbüro“ über den Sieg „ihrer“ Großschabe freuen – und dabei gleichzeitig einen Einblick in das spannende MINT-Programm der Schule gewinnen.

Der Höhepunkt des Basars fand in diesem Jahr auf dem Schulhof statt, wo die Vertreter der  Elternschaft gemeinsam mit den Schülerinnen, Kollegen, Mitarbeitern und Besuchern in besinnlicher Atmosphäre symbolisch 160 Lichter für die vielen guten Taten des letzen Jahres entzündeten.

Insgesamt war der überaus gut besuchte Basar ein voller Erfolg – die meisten Stände waren am Ende fast gänzlich ausverkauft und die Schülerinnen entsprechend begeistert von ihren Erfolgen. Dank des großen Engagements der Schulgemeinschaft, der Eltern, der Schülerinnen, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Lehrerinnen und Lehrer, und natürlich auch dank der großen Kaufbreitschaft und Großzügigkeit der Besucherinnen und Besucher konnte in diesem Jahr ein wunderbarer Erlös für gute Zwecke erzielt werden. Wie erfolgreich der Basar tatsächlich war, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden, die Gesamtsumme wird im Weihnachtsgottesdienst am 21.12. verkündet.

Feierlicher Weihnachtsgottesdienst mit Scheckübergabe

Im Rahmen des traditionellen Weihnachtsgottesdienstes der Liebfrauenschule überreichen die Schulsprecherinnen stellvertretend für alle Mitwirkenden am Adventsbasar zwei Schecks für soziale Projekte. Den ersten Scheck mit 2/3 der Spendensumme erhalten die Schwestern der Congregatio Jesu für ihre Projekte in Simbabwe. Dort unterhalten sie seit vielen Jahren ein Kinderheim für Aidswaisen und eine Schule mit rund 1000 Schülerinnen und Schülern und setzen sich so für eine solide Ausbildung der Kinder ein, beispielsweise durch die Bezahlung von Lehrkräften und die Versorgung mit Lebensmitteln. Die diesjährige nicht unbeträchtliche Spendensumme wird einem Schulneubau zufließen und so dazu beitragen, die Ausbildungsmöglichkeiten für weitere Kinder erheblich zu verbessern.

Mit dem verbleibenden Drittel unterstützt die Liebfrauenschule den Verein Sonnenkinder e.V., der sich für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und deren Familien engagiert und hierzu in Rodau einen Begegnungshof betreibt. Dieser bietet einen Raum für den Kontakt betroffener Familien untereinander und für die Begegnung mit Tieren, die Kindern verschiedener Altersgruppen motorische und vor allem soziale Lernmöglichkeiten eröffnet. 

Eingebettet ist die Scheckübergabe in den feierlichen vorweihnachtlichen Gottesdienst am letzten Schultag, in dem verschiedene Chöre die musikalischen Akzente setzen.

Unser herzlicher Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben, dass der diesjährige Basar eine so überaus gelungene, stimmungsvolle Veranstaltung werden konnte: den Lehrerinnen und Lehrern, den Eltern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – besonders erwähnt seien hier die Hausmeister Herr Fasser und Herr Schelshorn und unsere Küchenleiterin Frau Legrand, ohne deren unermüdliche Arbeit im Hintergrund eine solche Großveranstaltung nicht hätte stattfinden können, und natürlich vor allem den Schülerinnen: Durch Euer Engagement und Euren Enthusiasmus für diese gute Sache konnten unsere Besucher die besondere Atmosphäre an unserer Schule spüren und selbst erleben.

A. Engelhardt