Schülerinnen bauen ein „Monddorf"

Astronaut Edwin E. Aldrin auf dem Mond (Von NASA/Neil Armstrong. - NASA AS11-40-5931, Gemeinfrei)

Astronomie-AG entwickelt kreative Ideen

Das Jahr 2019 war ein großes Jahr für alle, die sich für den Weltraum interessieren. So jährte sich zum 50. Male, dass der erste Mensch seinen Fuß auf den Trabanten der Erde, den Mond, setzte.

Außerdem wurde am 10. Dezember der Nobelpreis in Stockholm für Forschungen zur Entdeckung von Exoplaneten verliehen. Auf diesem Gebiet liefern sich die wirtschaftlich großen Länder der Welt einen erbitterten Kampf um prestigeträchtige Unternehmungen.

Im Jahr 2020 ist das Thema Astronomie auch für die Schülerinnen der Liebfrauenschule (LFS) in Bensheim attraktiv und das Angebot groß.

Kleine und große „Astros"

Die „kleinen Astros" der siebten bis neunten Klassen beschäftigen sich mit Sternbildern und ihren mythologischen Entstehungsgeschichten und stellen daraus einen Katalog her.

Die Schülerinnen der zehnten Klassen arbeiten an einem „Vorschlag für ein Monddorf". Viele kreative Ideen wurden zu den Fragen, wo dieses Dorf aufgebaut werden soll, aus welchem Material es hergestellt werden kann und wie man – auf lange Sicht – Nahrung und Energie gewinnt, erarbeitet. Entstanden ist die Idee aus einem „Jugend forscht"-Projekt, das an Algen untersuchte, wie Pflanzen Sauerstoff herstellen.

Vom Urknall bis heute

Die „großen Astros" der LFS-Oberstufe bereiten einen Zeitstrahl „vom Urknall bis heute" für das Forum der Liebfrauenschule vor. In der Luft- und Raumfahrt wird die Erforschung des Mondes weiter vorangetrieben, weil man sich davon ein „Sprungbrett" auf der Weiterreise zum Mars erhofft.

Die Schülerin Anuschka Ritzert hat am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Sie lässt den Funken der Begeisterung überspringen, wenn sie die künftig geplanten Weltraum-Missionen den Schülerinnen der Liebfrauenschule vorstellt.

Die realen Forschungsvorhaben streben außer der Entwicklung von Weltraumstationen auch eine bessere Kontrolle über den „Flugverkehr" im Weltall an, der von Asteroiden bis zu herumfliegendem „Weltraumschrott" reicht. Vielleicht wird eine der Schülerinnen in diesem Feld auch ihre berufliche Zukunft sehen – zumindest gibt es an der Liebfrauenschule als Mädchenschule genügend Nachwuchs an Interessierten für diese spannende und herausfordernde Seite der Naturwissenschaften, insbesondere der Physik. Die Ergebnisse der Astronomie-Arbeitsgemeinschaften werden am Schnuppertag der Bensheimer Liebfrauenschule, am Samstag, 25. Januar, vorgestellt.

BA, 10.01.2020