Schülerinnen der LFS zu Gast in der Partnerstadt Beaune

 „Leben wie Gott in Frankreich“ könnte rückblickend das Motto der diesjährigen Fahrt der Liebfrauenschülerinnen in die Partnerstadt Beaune gewesen sein, drehte sich doch ein Großteil des Programms um die kulinarischen Köstlichkeiten Burgunds.

Nachdem die Neuntklässlerinnen von ihren Gastfamilien herzlich aufgenommen worden waren und sich am Folgetag mit ihren Austauschpartnern ein Bild vom französischen Schulalltag (im Collège-Lycée Saint-Coeur) machen konnten - der ihnen wegen des Unterrichtsschlusses um 17 Uhr unendlich lang erschien - bot man ihnen gleich am ersten Tag die Möglichkeit, sich von dem Motto selbst zu überzeugen, indem sie bei Mulot & Petitjean das für Burgund typische pain d’épice (ein Gewürzbrot, das dem deutschen Honigkuchen ähnelt) in verschiedenen Geschmacksrichtungen probierten.

Auch bei der Besichtigung des Cassissiums - einer Firma, in der die Crème de Cassis für den Aperitif Kir, weitere Liköre und zahlreiche Fruchtsirups hergestellt werden – waren die Geschmacksnerven gefragt. In einer Art Blindverköstigung sollten die Jugendlichen die Fruchtbasis verschiedener Sirups erraten.

Um den für die Bourgogne typischen Dijon-Senf drehte sich alles in der Moutarderie Fallot. Nach einer Einführung in die Geschichte der Senffabrikation hatte die Schülergruppe die Gelegenheit, selbst Senf herzustellen und anschließend Senf in den unterschiedlichsten Farben und mit vielfältigen Aromen zu probieren.

Selbstverständlich darf bei einer Reise nach Beaune der berühmte Burgunderwein nicht fehlen, den die Jugendlichen aufgrund ihres Alters zwar noch nicht verkosten durften, deren Lagerung sie aber unter der Stadt in den fünf Kilometer langen Gängen der Caves (Weinkeller) Patriarche bestaunen konnten.

Den touristischen Höhepunkt Beaunes stellt natürlich das Weltkulturerbe Hôtel-Dieu (oder Hospices) de Beaune dar. Das 1443 erbaute Krankenhaus für Arme besticht sowohl durch seine weltberühmten, bunt glasierten Dachziegel als auch durch den reich verzierten Armensaal samt angrenzender Kapelle.

Eine weitere Erkundung der Altstadt fand mit dem Visiotrain statt, einer kleinen Bimmelbahn, die auch einen Abstecher in die Weinberge der Côte-d’Or macht.

Einen ganzen Tag verbrachte die deutsch-französische Gruppe in Dijon, der Hauptstadt Burgunds und der Geburtsstadt Gustave Eiffels. In besonderer Erinnerung werden sicherlich die von Eiffel entworfenen Markthallen, der herrschaftliche Palais des Ducs et des États de Bourgogne und die Kirche Notre-Dame bleiben, wo eine an der Außenmauer angebrachte Eule aus Stein darauf wartet, von Besuchern mit der linken Hand gestreichelt zu werden, um ihnen – wie es heißt – Glück zu bringen.

Nach einem gelungenen Freundschaftsabend und vielfältigen Eindrücken trat man am 14. Mai die Rückreise an und war sich im Zug schnell  darüber einig, dass der Austausch  ein voller Erfolg mit vielen neuen Erfahrungen war!