Viel Lob für die Liebfrauenschule

Ein Schulgottesdienst als TV-Ereignis: Der von der Liebfrauenschule gestaltete Fernsehgottesdienst in Sankt Georg kam bei den Zuschauern gut an – das zeigte die Telefonaktion im Anschluss.

Aus der voll besetzten Stadtkirche Sankt Georg hat das ZDF wie berichtet Ende März live einen Schulgottesdienst der Liebfrauenschule im Fernsehen übertragen. Die LFS hat dafür viel Lob erhalten: 1299 Menschen haben nach dem Gottesdienst zum Hörer gegriffen und die Hotline angerufen, die mit Schülerinnen, Eltern und Lehrkräften der Liebfrauenschule besetzt war. Statistisch gesehen ein absoluter Spitzenwert, so die Katholische Fernseharbeit in Frankfurt.

Anrufe auch aus dem Ausland

Von 10 bis 19 Uhr kamen unter anderem Anrufe aus Konstanz, Münster in Westfalen, aus Holland oder der Schweiz – und alle waren voll des Lobes: „So viele junge Menschen“, „ein derart positiver, Mut machender Gottesdienst“, mit Pfarrer Heinz Förg ein Schulseelsorger, „der einen in den Bann zieht“, „der toll spricht und Kontakt mit den Menschen sucht“, „ein hervorragender Chor“ und „so wunderbare Musik“.

Auch dem Albertus-Kindergarten wurde gedankt für die „gebastelten, wirkungsvollen Tauben“. Natürlich fehlte auch der ein oder andere Kritiker nicht, aber das Gros der Menschen war berührt und zutiefst dankbar für den „erfrischenden und ermutigenden Fernsehgottesdienst“. Egal ob ehemaliger Schulleiter oder evangelische Christin – in ihrem Appell waren sich die Anrufer einig: „Weiter so, Liebfrauenschule!“

Dieser Dank und diese Freude wirken in die Schule zurück. „Es war sehr anstrengend in der Vorbereitung, aber ich erfahre, dass alle Anstrengungen gut waren. Es war keinem etwas zu viel“, sagt Pfarrer Förg rückblickend und spricht dabei auch die Unterstützung an, die er von Seiten des Lehrerkollegiums erfahren hat.

Im Anschluss an den Gottesdienst verweilten noch viele im Forum der Liebfrauenschule, wo direkt der Live-Mitschnitt angeschaut werden konnte, oder auch im Schulhof, tranken Kaffee, aßen Kuchen und fühlten sich sichtlich wohl in der Schulgemeinschaft. Auch Sabine Nellessen-Kohl war sehr erleichtert, dass ihre Schule das Projekt TV-Gottesdienst so gut gestemmt hat. „Das Miteinander und Füreinander-da-sein hat sich im Gottesdienst gezeigt, aber auch in der Vorbereitung. Für solche Zeichen, die die Tragfähigkeit unserer gemeinsamen Basis, unseres ,School Spirits’ demonstrieren, bin ich sehr dankbar.“

In der Kommunion-Meditation sprach Annika Schader über das, was ihre Schule ausmacht – nämlich die Gemeinschaft. Die Gottesdienst-Übertragung mit ihrer intensiven Vorbereitung war ein Erprobungsfeld für dieses Miteinander. Die Schülerinnen spürten, dass sie durch ihren Einsatz und ihr Engagement anderen etwas Gutes tun konnten, ob als Mitwirkende am Gottesdienst, als Kabelträgerinnen, beim Telefondienst oder als Schulgemeindemitglieder, die an diesem Morgen wegen der Zeitumstellung zusätzlich sehr früh aufgestanden waren. Das Fazit der Schülerinnen lautet: „Cool zu wissen, wie so ein Live-Dreh abläuft und toll, dass so viele von uns mitgemacht haben.“

610 000 Zuschauer bundesweit

610 000 Menschen – so viele verfolgten die Übertragung bundesweit – danken es dem Schulteam. Diese Quote beziffert nur die Zuschauenden in Deutschland, hinzukommen die Menschen, die das ZDF-Signal im Ausland empfangen haben. Darunter waren übrigens auch viele gebürtige Bensheimer, die es inzwischen in aller Herren Länder verschlagen hat, ehemalige Schülerinnen, die heute über 90 Jahre alt sind, ehemalige Mitglieder des Lehrerkollegiums und Menschen, die glücklich waren, so schöne Bilder aus ihrem „Bensem“ zu sehen.

red, BA, 11.04.2019