Schulvivarium

Lebendiger Anschauungsunterricht

Viele Arten und regelmäßig Nachwuchs

Im Keller der Liebfrauenschule ist es sehr lebendig, denn hier haben verschiedene Tierarten ihr Zuhause gefunden. Man kann einige Stab- und Gespenstschrecken, verschiedene Schabenarten, mehrere bunte afrikanische Rosenkäfer, Tausendfüßer, Gottesanbeterinnen, Fische, Geckos, eine Wasserschildkröte, Strumpfbandnattern, Kornnattern, sowie afrikanische Achatschnecken und sogar drei Vogelspinnen entdecken. Der Kleinzoo entwickelt sich beständig und immer wieder gibt es neue Arten oder Nachwuchs zu vermelden. Neben der eigenen Nachzucht steht die Liebfrauenschule über den Ring Vivarien-Schulen im engen Austausch mit anderen Schulen. So haben schon Nachzuchten verschiedenster Tierarten aus Hamburg, Bad Kissingen, Krefeld, Georgsmarienhütte, Frankfurt und anderen Orten den Weg nach Bensheim gefunden. Im Gegenzug fanden junge Tiere aus Bensheim bundesweit ein neues Zuhause.

Wandelnde Blätter und verschiedene Stabschrecken vermehren sich im Vivarium sehr regelmäßig. Auch das schwerste Insekt der Welt, die Malaiische Riesengespenstschrecke, sorgt in der LFS zuverlässig für Nachwuchs. Die Zuchtgruppe der Leopardgeckos, bestehend aus vier Weibchen und einem Männchen, produziert jährlich viele befruchtete Eier, die schon mehrfach erfolgreich ausgebrütet wurden. Für die Aquarien wurden ursprünglich zwei männliche und vier weibliche Guppys angeschafft. Die zahlreichen farbenfrohen Nachkommen lassen sich kaum zählen, so dass schon einige weitergegeben wurden. Schon zum zweiten Mal war die Vererbung der Flossenfarben Thema für eine „Jugend forscht“-Arbeit. Zwei Schülerinnen haben sich außerdem die Frage gestellt, ob sich Geckos auf bestimmte Signale dressieren lassen und z.B. lernen können, eine rote Styroporkugel anzutippen, um Futter zu erhalten.

Vieles können die Schülerinnen bei der Betreuung lernen. Sie erfahren ganz praktisch, welches Futter und welche Lebensbedingungen die Tiere brauchen und was bei der Aufzucht zu beachten ist. Schließlich machen das Fachsimpeln mit Hobby-Biologen und der Austausch von Tipps und Tricks viel Freude. Die Schülerinnen sind von den Tieren so begeistert, dass sie diese gerne auch mal in den Pausen besuchen. Ziel der Tierhaltung ist es außerdem, über die Faszination lebender Tiere die Schülerinnen an die Naturwissenschaften allgemein heranzuführen. Die mehrmalig erfolgreiche Teilnahme an „Jugend forscht“ zeigt, wie aus einem Hobby eine große Leidenschaft werden kann und mit den Aufgaben auch die Schülerinnen wachsen in ihrer Neigung, naturwissenschaftlichen Fragestellungen auf den Grund zu gehen.

Betreuende Lehrkraft:
Dr. Nicolas Chalwatzis

Kornnatterbaby
afrikanische Rosenkäfer