Bläserklasse

Klassenmusizieren mit Blasinstrumenten: die „Bläserklasse“

Warum Klassenmusizieren?

  • Klassenmusizieren bedeutet ganzheitliches Lernen, es ist ein wichtiger Beitrag zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung.
  • Klassenmusizieren hat Auswirkungen auf das Sozialverhalten: Die Schülerinnen üben nicht nur Töne, sondern im gemeinsamen Musizieren auch Rücksichtnahme und Verantwortung. Klassenmusizieren ist motivierend und fördert die Konzentrationsfähigkeit.
  • Klassenmusizieren bildet ein Gegengewicht zum verbreiteten „Musikkonsum“. Nach inzwischen vielzitierten Forschungsergebnissen wirkt sich Musikausübung deutlich positiv auf die Intelligenzentwicklung aus.
  • Musikausübung hat v.a. einen Selbstwert, denn Musizieren macht Freude, und Musik ist eine wesentliche Lebensäußerung und Kulturleistung des Menschen.

Was ist eine Bläserklasse?

  • Die Bläserklasse ist ein Projekt für die 5. und 6. Jahrgangsstufe. Es wird eine Lerngruppe mit Schülerinnen gebildet, die im Musikunterricht elementare Fähigkeiten im Spielen eines Blasinstruments erwerben wollen.
  • Das Erlernen des Instruments findet gemeinsam im schulischen Unterricht statt, häusliches Üben festigt das Gelernte. In der Bläserklasse selbst wird kein Unterricht von außerschulischen Instrumentallehrern erteilt: Alles Wesentliche spielt sich im gemeinsamen Musikunterricht ab. (Wenn sich Schülerinnen bzw. ihre Eltern in Eigeninitiative um zusätzlichen Privatunterricht bemühen, ist das natürlich schön – aber es ist nicht erforderlich.)
  • Die Bläserklasse erfährt eine Fortführung in Form einer AG (Bläserensemble „Windstärke7+“) für Schülerinnen ab der 7. Jahrgangsstufe.

Wie ist die Bläserklasse organisiert?

  • Die Schülerinnen erlernen ein für sie neues Instrument.
  • Die Schule stellt einen festen Satz aus Holz- und Blechblasinstrumenten bereit. Dieser ist nach musikalischen Gesichtspunkten zusammengestellt, denn es wird ein möglichst guter Gesamtklang angestrebt, der den einzelnen Schülerinnen Orientierung beim Spiel des eigenen Instruments gibt. Alle Instrumente – auch die vermeintlich weniger attraktiven – werden, sowohl die Wünsche der Schülerinnen als auch ihre Eignung bedenkend, an diese verteilt.
  • Deshalb beginnt die Arbeit der Bläserklasse mit einer längeren Phase (mehrere Wochen) des Ausprobierens der Instrumente, in der jede Schülerin unter Anleitung jedes zur Verfügung stehende Instrument zu spielen versucht. Dabei merken viele Schülerinnen, welche Instrumente ihnen „entgegenkommen“ und berücksichtigen dies bei der Wahl ihres Instruments.
  • Zur Verfügung stehen folgende Instrumente: Querflöte (6-8), Klarinette (6-8), Trompete (4), Horn (2), Posaune(2), Euphonium (1), Tuba (1), eventuell auch Oboe und Fagott (letztere beiden nur in Zusammenarbeit mit der Musikschule).
  • Die Schülerinnen leihen das jeweilige Instrument für den Zeitraum von zwei Jahren von der Schule. Danach werden die Instrumente wieder zurückgegeben und stehen so der nächsten „Generation“ zur Verfügung. Für die Schülerinnen, die weiterhin „ihr“ Instrument spielen möchten, steht der Kauf eigener Instrumente an. Auch privat organisierter Instrumentalunterricht (z. B. an der Musikschule) ist dann sinnvoll. Selbstverständlich stehe ich hier beratend zur Seite.
  • Der Unterricht in der Bläserklasse umfasst drei Stunden in der Woche. Zwei davon liegen am Vormittag während der Musikunterrichtszeit; die dritte Stunde ist eine zusätzliche Nachmittagsstunde.
  • Für die Teilnahme an der Bläserklasse wird eine gesonderte Gebühr erhoben. Diese beinhaltet die Instrumentenausleihe, das Notenmaterial und den Instrumentalunterricht.

Betreuende Lehrkraft:
Michael Meyer-Limp