Projektorchester

Das jährlich im Herbst beginnende Orchesterprojekt der LFS widmet sich stets einem großen Werk der Orchesterliteratur, um die Schülerinnen mit der europäischen Kultur vertraut zu machen und Freude am gemeinsamen Musizieren zu wecken. Beispielsweise wurde 2013/14 Felix Mendelssohn Bartholdys  Schauspielmusik „Sommernachtstraum“ erarbeitet und in zwei Konzerten aufgeführt sowie im Jahr zuvor Beethovens 5. Sinfonie.

Ein Großteil der Proben, insbesondere die dreitägige Orchesterfahrt nach den Weihnachtsferien, findet in der Unterrichtszeit statt, wobei für die Projektteilnehmerinnen der gewöhnliche Unterricht in den einzelnen Fächern entfällt und man sich so intensiv mit der Musik beschäftigen kann. Die Schülerinnen entwickeln dabei eine Arbeitshaltung und steigern ihre Konzentrationsfähigkeit, auch das soziale Miteinander wird gefördert, was sich letzten Endes wieder positiv auf den regulären Unterricht auswirkt.

Das Projekt steht grundsätzlich Schülerinnen aller Jahrgangsstufen offen, allerdings muss man sein Instrument seit mindestens drei Jahren erlernen. Schülerinnen mit folgenden Instrumenten können im Projektorchester mitwirken: Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Querflöte, Klarinette, Oboe, Trompete, Waldhorn.

Nähere Informationen und ein Anmeldeformular erhält man bei Herrn Reichardt, dem Leiter, zu Beginn des neuen Schuljahrs.

Riesenapplaus für „Karneval der Tiere“

Das LFS-Projektorchester begeisterte beim Jahreskonzert mit dem „Karneval der Tiere“.

Mit der eindringlichen Ermunterung weiterzumachen, beendete Peter Born, stellvertretender Schulleiter der Liebfrauenschule, am Mittwochabend das jährliche Schulkonzert in der Anne-Frank-Halle. Er lobte in seinen Dankesworten nicht nur Fleiß und Mühe, die Schülerinnen und Lehrkräfte in die Erarbeitung der Stücke gesteckt hatten, sondern auch die Qualität der musikalischen Darbietungen. Born hob auch das große Engagement der beiden Musiklehrer Michael Meyer-Limp und Jürgen Reichardt hervor und dankte den Betreuern bei den Probentagen sowie den Hausmeistern für den Aufbau der Bühne.

Mit der Bläserklasse 6, dem Bläserensemble „Windstärke 7+“ und der AG Orchester sowie nicht zuletzt dem Projektorchester, das mit dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns den größten Teil des Abends bestritt, kamen vier Gruppen auf die Bühne, die Schülerinnen aller Jahrgangsstufen ab der sechsten Klasse umfassten. Als Moderatorin durch das Programm führte souverän Jill Gärtner, die als Violonistin zugleich auch selbst zu den Musikerinnen gehörte.

Den vielversprechenden Auftakt übernahm die Bläserklasse der 6. Jahrgangsstufe unter Leitung von Michael Meyer-Limp mit dem aus dem amerikanischen Bürgerkrieg stammenden Lied „Aura Lee“ in einem Arrangement von Meyer-Limp. Es folgte das bekannte Spiritual „Kumbaya“. Mit dem dritten und letzten Stück wandte sich das Ensemble der klassischen Musik zu und meisterte einen Marsch aus dem „Nussknacker“ von Peter Tschaikowski.

Weiter im Bereich der Klassik blieb dann zunächst die AG Orchester mit dem Adagio und dem Rondo aus Mozarts Divertimento G-Dur. Besetzt mit Violinen, Querflöten, Klarinetten und Violoncelli brachten die Schülerinnen der Jahrgangsstufen 6 bis Q3 unter Leitung von Jürgen Reichardt den kammermusikalischen Reiz des Stücks zur Geltung. Es folgte eine herzergreifende Interpretation der romantischen Titelmusik des US-amerikanischen Komponisten Alan Silvestri zu „Forrest Gump“.

Besetzt mit Flöten, Klarinetten, Trompeten, Hörnern, Posaunen sowie einem Euphonium und einer Tuba beschloss das Bläserensemble „Windstärke 7+“ mit „Rolling in the Deep“ von Adele den Teil vor der Pause – als ergänzende Information erfuhr das Publikum durch die Moderation, dass Donald Trump diesen Titel in seinem Wahlkampf 2016 einsetzen wollte, was die Sängerin und Komponistin nicht zuließ.

Tanzende Schildkröten

Im zweiten Teil des Konzerts schließlich kam eine hervorragend gespielte Version von Camille Saint-Saëns’ „Karneval der Tiere“ in einem Arrangement von Stefan Taupe zu Gehör. Heute eines seiner bekanntesten Werke, hatte der Komponist die 14 kleinen Sätze zu Lebzeiten nicht zur Publikation freigegeben. In den Stücken werden Tierrufe durch die Instrumente imitiert – und für einige Tiere machte der Komponist auch Anleihen bei berühmten Kollegen, indem er deren berühmte Melodien parodierte. Ausgerechnet die Schildkröten tanzen bei ihm zum Beispiel den superschnellen Can-Can von Jacques Offenbach – so langsam, wie es ihre schweren Panzer zulassen.

Auf solche Besonderheiten der einzelnen Tierporträts wies Hannah Ferber in der Rolle der Erzählerin hin – und auch auf einige „Ergänzungen“, etwa durch den Panther, der sich gleich doppelt eingeschlichen hatte – als Titelmelodie des Films „Der rosarote Panther“ und als Gedicht von Rainer Maria Rilke in der Rezitation von Hannah Ferber. So fiel es dem Publikum nicht schwer, die einzelnen Tiere in der Musik zu erkennen, etwa den von den Violinen gespielten langgezogenen Schrei der Esel oder das kecke „Kuckuck“ der Klarinette. Am Ende gab es einen Riesenapplaus für die tolle Ensembleleistung des Projektorchesters – das um eine Zugabe nicht herumkam.

BA, 24.01.2020

Projektorchester und weitere Gruppen der Liebfrauenschule zeigten ihr Können

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  • Oberstufenchor und Bläserensemble

Musikalische Ausflüge in die Filmwelt

Zum Konzertabend hatte die Liebfrauenschule in die gut gefüllte Anne-Frank-Halle eingeladen.

Einen Einblick in ihr breit gefächertes musikalisches Angebot gab die Liebfrauenschule während eines Konzertabends in der Anne-Frank-Halle.

Das Projektorchester bestritt den größten Teil des rund einstündigen Programms. Das Bläserensemble spielte zwei Stücke, die Bläserklasse der Jahrgangsstufe 6 und der Chor der Jahrgangsstufe Q4 brachten jeweils ein Werk zu Gehör. Zudem traten Chor und Bläserensemble gemeinsam auf. Circa 70 Schülerinnen präsentierten an diesem Abend ihr Können. Für die musikalische Leitung zeichneten Michael Meyer-Limp und Jürgen Reichhardt verantwortlich.

Im Projektorchester, dem größten Ensemble der LFS, sind Schülerinnen ab Klasse 7 bis zum Abitur-Jahrgang vertreten. Das Projektorchester ist besetzt mit Violine, Querflöte, Klarinette, Oboe, Violoncello, Klavier, Trompete, Waldhorn und Euphonium.

70 Schülerinnen auf der Bühne

Die Musikerinnen widmeten sich ausgiebig der Orchestersuite von George Bizet (1838-1875) und unternahmen zwei Ausflüge in die Filmmusik: "Harry's wondrous World" (Harry Potter) und "Skyfall" (James Bond). Das Bläserensemble hatte die Sonate Nr. 2 à 5 von Johann Christoph Pezel (1639-1694) sowie einen weiteren Song von Adele ("Rolling in the Deep") im Programm. Die Bläserklasse spielte "Unterwegs mit Freunden", der Chor sang eine irische Volksweise.

Hinter der Orchestersuite "L'Arlésienne" steht eine interessante Geschichte: Bizet hatte "L'Arlésienne" 1872 ursprünglich als Bühnenmusik zum gleichnamigen Schauspiel von Alphonse Daudet (1840-1887) geschrieben. Das Drama handelt von Liebe, Untreue und Selbstmord. Die titelgebende Figur, "L'Arlésienne", eine namenlose Frau aus Arles, tritt selbst nicht auf. Im Gegensatz zum Schauspiel fand Bizets Musik Anerkennung beim Publikum. Daraufhin entwarf der Komponist aus dieser Bühnenmusik eine Orchestersuite.

Die Liebfrauenschülerinnen boten ein abwechslungsreiches Programm, das die gut gefüllte Anne-Frank-Halle in verschiedene Klangwelten entführte. "Skyfall" entfaltete in seiner originell-wuchtigen orchestralen Darbietung ein neues Gesicht.

Ebenso überzeugend spielte sich das Projektorchester durch "L'Arlésienne", zeichnete den Charakter des heitern Farandole ebenso eindrucksvoll nach wie den des melancholischen Adagietto. eh/s

eh/s, BA, 05.02.2016

Bildergestaltung zu "L'Arlésienne"

Der Kunstkurs der E-Phase unter Leitung von Frau Binas-Kalle gestaltete Bilder zur namenlosen Frau von Arles.

Mitwirkende Musikerinnen:

Bläserklasse 6 (Leitung: Michael Meyer-Limp)

Bläserensemble (Leitung: Michael Meyer-Limp)

  • Querflöte: Lena Bender, Antonia Marx, Maxima Sterz, Lea Sterz
  • Klarinette: Verena Salzer
  • Trompete: Malena Röder, Magdalena Gremm ; Leonie Trübe
  • Horn: Hannah Goeken, Annika Fink
  • Euphonium: Patrizia Jabi

Projektorchester (Leitung Jürgen Reichardt)

  • Violine: Klara Dietrich (Q4); Julia Fend (7c); Jill Gärtner (8D); Antonia Gosch (9A); Jana Hartmann (7D); Laura Müller (78); Emilie Robenek (E2); Lea Schneider(Q2); Johanna Schulder (8D); Valerie-Voll (E2)
  • Querflöte: Agnes Dietrich (Q4); Claudia Fend (9B); Justine Hastik (88); Hannah-Lea Kraus (Q2); Katharina Krauthammel(8E), Marlene Meffert (8E); Lea Sterz (Q2); Michelle Wilde (Q2)
  • Klarinette: Sophie Alexander (E2) Eva Brenner (E2); Marie Raddatz (E2); Karlotta Seybold (8E)
  • Oboe: Michelle Malz (Q4); Pauline Marienfeld (Q4)
  • Violoncello: Pauline Afflerbach (7B); Milena Schmitt (8D); Cecilia Schulze (Q2);                                     Chiara Sonnabend (Q1); Mira Voll (Q4)
  • Klavier: Marie Eckert (E2)
  • Trompete: Magdalena Gremm (Q2), Leonie Trübe (Q4)
  • Waldhorn: Annika Fink (E2), Michael Meyer-Limp
  • Euphonium: Patrizia Jabi (Q4)

Projektorchester beeindruckte mit der Aufführung von Tschaikowskis „Nussknacker“

Zauberhafte Tour durch die Märchenwelt

Der märchenhafte "Nussknacker" von Pjotr Iljitsch Tschaikowski kommt nicht nur in der Weihnachtszeit gut an. Die Instrumentalisten an der Liebfrauenschule, die sich wieder zu einem Projektorchester zusammengefunden hatten, bewegten sich souverän auf dem romantischen und raffinierten Klangtableau. Der Nachwuchs erntete für seinen knapp einstündigen Auftritt in der Anne-Frank-Halle begeisterte Zurufe und viel Beifall.

Zwischen Tag und Traum

Der Stoff, den die Gruppe unter Leitung des Musiklehrers Jürgen Reichardt inszenierte, schwebt zwischen Tag und Traum, zwischen folkloristisch angehauchten Melodien und einer spielerischen Leichtigkeit. Das Orchester wusste die Sphären überzeugend im Dialog der Streicher und Bläser auszumalen.

Der russische Komponist hat die schillernden Partituren für ein Ballett geschrieben. Inspiriert hatte ihn E.T.A. Hoffmanns Märchen "Nussknacker und Mäusekönig". Das musikalische Meisterwerk mit fantastischen Elementen und magischen Überraschungen, das 1892 in Sankt Petersburg seine triumphale Uraufführung erlebte, zählt heute zu den weltweit am meisten aufgeführten Balletten.

Die inhaltliche Brücke zwischen der märchenhaften Poesie und dem musikalischen Ausdruck schlossen in der Darbietung der LFS-Schülerinnen zwar keine Tänzerinnen, wohl aber Erzählerinnen. Sie führten in die fantastische Geschichte des Nussknacker-Märchens ein und steuerten das inhaltliche Fundament zu den jeweiligen Tonbildern bei. Die "Ouverture miniature" führte eingangs in freundlichen, melodiösen Klangfarben die Idylle der Familie am Weihnachtsabend vor.

Clara bekommt einen hölzernen Nussknacker geschenkt, dem sie etwas Besonderes abgewinnen kann. Der folgende "Marsch" hat fast lautmalerischen Charakter. Um den Viervierteltakt weben sich zauberhafte Klangmuster. Man konnte den Nussknacker in seinen hölzernen, staksigen Bewegungen hören. Das "Ding" suchte nach einer speziellen und besonders harten Nuss, die es zu knacken galt, um als Prinz in das elterliche Schloss zurückkehren zu können.

Für die beiden begann nun eine zauberhafte Tour durch die Märchenwelt. Die Flöten im Orchester übernahmen eine dominante Rolle. Weiter ging die Reise in die arabische Welt mit dem Schwung im Dreiachteltakt. Im Zweivierteltakt schloss sich der Kreis mit dem "Tanz der Rohflöten", in dem der Nussknacker nun als Prinz und in Begleitung von Clara ins elterliche Schloss einzieht. Zwischen den beiden hatte sich auf der abenteuerlichen Tour eine enge Verbundenheit entwickelt, die zum Abschluss der Traumreise in einen farbenfrohen "Blütenwalzer" mündet.

Das rund 40-köpfige Ensemble, das mit den Klangfarben von Violinen, Querflöten, Klarinetten, Oboen, Viola, Violoncello, Klavier, Trompete, Waldhorn und Euphonium aus einem reichen Fundus schöpfen konnte, bewies ein feines Gespür, um mit zügigen Tempi, rhythmischer Prägnanz und klanglicher Transparenz Akzente zu setzen.

Schulleiterin Sabine Nellessen-Kohl hob neben der guten Orchesterarbeit eine weitere Besonderheit des Projektes hervor: Es führt nicht nur ein breites Spektrum an verschiedenen instrumentellen Klangfarben zusammen, sondern auch die musikalischen Talente aus jedem Jahrgang. Im Orchester sitzt die Abiturientin neben der Sechstklässlerin, und jede trägt ihren Teil zum Gesamtergebnis bei. Mit der Inszenierung des "Nussknackers" hinterließ man eine Visitenkarte.

Moni, BA, 07.02.2015

Betreuende Lehrkraft:

Herr J. Reichardt