Erziehungswissenschaft trifft Praxis

19.10.2026

Eine Schülerin meldet sich, während die Jugendamtsmitarbeiterin und die übrige Klasse im Klassenraum im Gespräch sind.
Was passiert, wenn Kinder nicht die Fürsorge und Erziehung bekommen, die sie brauchen? Woran erkennt man Vernachlässigung, und wann greift das Jugendamt ein? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns im Fach Erziehungswissenschaft am Beruflichen Gymnasium.

Zum Thema Erziehungsbedürftigkeit und Erziehbarkeit haben wir zunächst Fallbeispiele zu Vernachlässigung, Verwahrlosung und sogenannten „wilden Kindern“ analysiert. Im September konnten wir die Theorie mit der Praxis verbinden: Frau Hassenfratz vom Kinderschutzteam des Jugendamts Heppenheim war bei uns zu Gast und gab Einblicke in ihre Arbeit.

Welche Formen von Vernachlässigung gibt es? Wie werden Gefährdungssituationen erkannt? Welche Handlungsmöglichkeiten hat das Jugendamt, und wie können Kinder und Familien unterstützt werden? Mit diesen Fragen beschäftigten wir uns im Gespräch mit Frau Hassenfratz.

Unsere Fragen waren zahlreich, und es entwickelte sich ein spannender Austausch. Der Besuch zeigte, wie aktuell und lebensnah die Themen aus dem Unterricht sind. Erziehungswissenschaft besteht nicht nur aus Theorie, sondern hilft auch dabei, reale gesellschaftliche Herausforderungen besser zu verstehen.

Wir bedanken uns bei Frau Hassenfratz für den offenen und interessanten Einblick in ihre Arbeit.

Angelika Benz
Eine Schülerin meldet sich, während die Jugendamtsmitarbeiterin und die übrige Klasse im Klassenraum im Gespräch sind.
Eine Schülerin macht sich während des Gesprächs Notizen; daneben hört ein Mitschüler zu.
Schülerinnen und Schüler sitzen an zusammengestellten Tischen und hören im Unterrichtsgespräch zu.
Zwei Schülerinnen verfolgen das Gespräch; eine Schülerin schreibt in ihr Heft.