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Besondere Bausteine unserer Schule
Mit zahlreichen Ergänzungen und Angeboten sorgen wir dafür, dass unser gemeinsames Schulleben vom bewussten Umgang mit den Themen des sozialen und digitalen Miteinander genauso geprägt wird, wie von vielfältigen Möglichkeiten zur individuellen Vertiefung und Weiterbildung in unterschiedlichen frei wählbaren Bereichen. Die Schülerinnen erleben so ihren Schulalltag nicht als sich ständig wiederholende Pflichterfüllung, sondern als von ihnen mitgestalteter Lern- und Erlebnisraum in mitten einer dynamischen Gemeinschaft.
Die Liebfrauenschule ist ein Mädchengymnasium in einer hessischen Schulstadt mit 5 Konkurrenzschulen. Die Aufnahme in die Kolping-Familie bot die Chance und die Gelegenheit, über unser Selbstverständnis und unseren Weg in die Zukunft nachzudenken. Dabei gilt es, Bewährtes zu bewahren, aber auch Neues zu wagen.
Was ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung? Die Praxis zeigt: Die Mischung macht’s. Es ist die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit, die attraktiv macht. Zunächst gilt: Jedes Ereignis und Angebot lebt von inspirierten Lehrkräften, die viel Engagement und Herzblut in das Projekt stecken, um die Teilnehmenden für die Sache zu begeistern und für ein längerfristiges Engagement zu gewinnen.
Ein lebendiges Schulleben zu gestalten heißt: die einzelne Schülerin zu fördern, Highlights zu setzen, durchzustarten und nach außen – in die Stadtgesellschaft und andere Bereiche – zu gehen und Gemeinschaft und Verbundenheit zu feiern.
Für jedes dieser „Puzzleteile“ geben wir hier Beispiele.
Beim Landeswettbewerb Hessen in Kassel präsentierte das Team der Liebfrauenschule ein besonders herausragendes Projekt: Ein Arthrose-Assistenz-Handschuh, der Menschen mit eingeschränkter Fingerbeweglichkeit durch motorisierte Unterstützung im Alltag hilft. Für diese innovative Entwicklung wurden die Schülerinnen – die allesamt erst die Jahrgangsstufe 6 besuchen – mit dem 2. Platz im Fachgebiet Arbeitswelt ausgezeichnet. Zusätzlich erhielten sie den Sonderpreis Mensch-Maschine-Interaktion, der besonders zukunftsweisende Lösungen im Zusammenspiel von Technik und Mensch würdigt.
Dieses Beispiel zeigt, wie gezielte Förderung an der Liebfrauenschule nicht nur früh den Forschergeist weckt, sondern bereits junge talentierte Schülerinnen ermutigt, mit ihren Ideen echte Probleme anzugehen. Das Engagement für Jugend forscht ist ein fester Bestandteil der schulischen MINT-Förderung – und der Erfolg gibt dem Konzept Recht.
Mit dem hr-Sinfonieorchester auf spannender Reise durch die Welt der KlassikKlassische Musik ist langweilig und nicht mehr zeitgemäß? Nicht mit dem HR-Sinfonieorchester Frankfurt! Die Begeisterung für klassische Musik war bei den Schülerinnen und Lehrern der Liebfrauenschule Bensheim deutlich spürbar, als das Ensemble Mitte November zu Gast in der schuleigenen Anne-Frank-Halle war. Regelmäßig tauscht das hr-Sinfonieorchester den Konzertsaal mit Turnhallen und Schul-Aulen, um das Live-Erlebnis klassischer Musik in die Schulen zu bringen. Die Fachschaft Musik der LFS hatte sich beim hr beworben und ist aus einer Vielzahl von Schulen für eines der acht exklusiven Konzerte ausgewählt worden.
Das sorgfältig ausgewählte Programm des rund einstündigen Konzerts enthielt fast ausschließlich Highlights der klassischen Musik wie das „Lied des Torero“ aus Bizets Oper Carmen, Edvard Griegs „Morgenstimmung“ aus der Peer Gynt-Suite und „Alla Hornpipe“ aus der Wassermusik-Suite Nr. 2 von Georg Friedrich Händel. Die hohe Qualität der musikalischen Darbietung machte mächtig Eindruck auf die Anwesenden, von denen viele das erste Mal klassische Musik live erleben konnten.
Zwischen den Stücken führte Moderator Stefan Hoffmann äußerst locker und humorvoll durch das Programm und gab interessante Einblicke in die Welt der Orchester-Musik. Dabei ließ er auch viel Raum für Fragen, was von den begeisterten Schülerinnen intensiv genutzt wurde.
Für vier musikalisch talentierte Schülerinnen der Oberstufe ergab sich die besondere Möglichkeit, an der Seite eines erfahrenen Orchestermitglieds Teil des Konzerts zu sein. Von Anfang an durften sie ihren Platz zwischen den Musikern einnehmen und spielten das Programm teilweise mit.
Am Ende des einstündigen Konzerts bedankte sich die Liebfrauenschule mit lang anhaltendem Applaus beim HR-Sinfonieorchester und ihrem Dirigenten Jascha von der Goltz für dieses besondere Erlebnis.
So ein TheaterNoch eine Übung zum deutlichen Sprechen, ein gemeinsames toi toi toi und ein lauter Schrei: Dann kann er aufgehen, der Vorhang im Parktheater Bensheim, das Licht geht an und der Theaterabend der LFS beginnt.
An diesem Theaterabend sind immer mehrere Stücke von verschiedenen Theatergruppen unterschiedlicher Altersstufen zu sehen. Eines haben die auf der Bühne erzählten Geschichten gemeinsam: Sie sind von der Gruppe selbst entwickelt und gestaltet, die Ideen der Schülerinnen fließen in das Theaterstück ein und dem Gedanken des Darstellenden Spiels folgend sind immer möglichst viele Schülerinnen am Bühnengeschehen beteiligt und der Text und die Aufgaben sind gleichmäßig verteilt.
Im vergangenen Schuljahr öffnete sich der oben genannte Vorhang für drei ganz unterschiedliche Theaterstücke: „Die Angst geht um“, ein Kammerspiel rund um das Thema Angst zeigten Schülerinnen der Klassen 5 und 6; bei „Wer wen? Wer wen mehr?“, einer Collage zum Thema „Beeinflussung“, standen Schülerinnen der Klassen 7 und 8 auf der Bühne; Schülerinnen der Klassen 9 und 10 schließlich gaben mit dem Stück „Wie halten wir das eigentlich den ganzen Tag aus“ einen Einblick in die vielfältige und widersprüchliche Gedankenwelt einer Heranwachsenden. Die Bühne war der Kopf und die Spielerinnen verkörperten unterschiedliche Stimmen, deren Fantasie Purzelbäume schlug und die miteinander diskutierten und agierten. 49 Schülerinnen der Liebfrauenschule waren insgesamt auf der Bühne des Parktheaters aktiv, zwei weitere Schülerinnen waren am Licht- und Tonpult im Einsatz.
Die Theateraufführungen sind für die beteiligten Schülerinnen immer ein besonderes Erlebnis. Sie bewältigen Lampenfieber, sie trainieren das laute und deutliche Sprechen, sie wachsen als Gruppe zusammen, sie treten im wahrsten Sinne des Wortes ins Rampenlicht und ernten am Ende den verdienten Applaus – wichtige Impulse für die Persönlichkeitsentwicklung und ein bunter Teil des schulischen Lebens.
Jedes Jahr im März beginnt die Turniersaison mit den schulinternen Meisterschaften, bei denen die Schulmeisterinnen der einzelnen Jahrgangsstufen gekürt werden. Aus den erfolgreichsten Paaren der einzelnen Altersklassen werden Mannschaften gebildet, die die LFS beim hessischen Landesentscheid vertreten. Bei den Hessenmeisterschaften startet die LFS regelmäßig mit mehreren Mannschaften im Kombinationswettbewerb, bei dem sich Teams aus drei bis fünf Paaren in den Standardtänzen Langsamer Walzer und Quickstep sowie den lateinamerikanischen Tänzen Cha-Cha-Cha und Jive messen. Eine Platzierung auf den vordersten Plätzen beim Landesentscheid ist zugleich die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften im Schultanz.
Sowohl auf Landesebene als auch beim Bundesentscheid war die LFS in den letzten Jahren in allen Altersklassen äußerst erfolgreich und kehrte fast immer mit zahlreichen Meistertiteln und Medaillen zurück. Auch im Jahr 2025 haben sich wieder mehrere Mannschaften für die deutschen Meisterschaften qualifiziert, die Ende Mai in Thüringen stattfinden. Besonders erfolgreich waren dieses Jahr die Tänzerinnen der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 2008 und jünger), die nicht nur den begehrten Hessenmeistertitel in der Teamwertung gewannen, sondern auch in der Einzelwertung das beste Tanzpaar stellten. Während der Turniere entsteht über alle Altersstufen hinweg stets eine großartige Atmosphäre unter den Schülerinnen, in der die Paare, die gerade tanzen, von den anderen begeistert unterstützt und angefeuert werden.
Beim Bundesentscheid wird die LFS außerdem in allen drei Altersklassen am Formationswettbewerb teilnehmen und rechnet sich auch dafür wieder gute Chancen auf den ein oder anderen Meistertitel aus. Bei so viel Engagement der Schülerinnen und Lehrkräfte für den Tanzsport trägt die Liebfrauenschule zu Recht seit vielen Jahre das Prädikat „Tanzsportbetonte Schule.“
Ihr Engagement reicht aber weit über die Schule hinaus: Als Digitale Engel helfen die Technikpatinnen einmal im Monat Seniorinnen und Senioren aus Bensheim im Umgang mit Smartphones, Tablets oder Laptops. Ob Apps installieren, Nachrichten schreiben oder Sicherheitseinstellungen vornehmen – die Schülerinnen vermitteln geduldig ihr Wissen und fördern so den generationenübergreifenden Austausch. Dieses Projekt ist fester Bestandteil der Stadtgesellschaft und zeigt, wie digitale Bildung und soziales Engagement Hand in Hand gehen
Unsere großen Schulgottesdienste in der Stadtkirche Sankt Georg bieten uns Gelegenheit, uns als Gemeinschaft zu erleben und zu feiern. Auf dem Foto anlässlich des Misereor-Gottesdienstes sieht man in den ersten Reihen rechts die Q4 (Jahrgang 13), für die es der letzte reguläre Schultag ist, bevor sie die Abiturprüfungen absolvieren. An diesem außergewöhnlichen Tag erscheinen diese tatsächlich mit Schultüte wie bei ihrer Einschulung. Wie beim ersten gemeinsamen Schulgottesdienst als Fünftklässlerinnen werden sie aufgefordert, aufzustehen und sich der Schulgemeinde zuzuwenden. Daraufhin werden sie mit donnerndem Applaus aus ihrer Schule verabschiedet. Das ist für viele ein hochemotionaler Moment, von dem sie noch lange zehren. Diese Rituale, die den Zusammenhalt symbolisieren, sind ein wichtiges „Band“ der LFS-Schülerinnen untereinander und werden bei verschiedenen Gelegenheiten bewusst gepflegt.
Die LFS ist eine von fünf Schulen, an denen man in Bensheim das Abitur machen kann. Umso mehr ist es für uns immens wichtig, den Schülerinnen ein agiles Schulleben zu bieten, die Gemeinschaft zu fördern und die langjährige Verbundenheit ehemaliger Schülerinnen für die Zukunft auch bei den aktuellen Schülerinnen zu bewahren und zu erhalten.AutorInnen: Christiane Ehret-Jeltsch, Anette Loga, Lars Schlichtherle (Lehrkräfte); Theresia Hebling, Emma Kaffarnik (Oberstufenschülerinnen); Redaktion: Anette Loga
Die Liebfrauenschule in Bensheim: lebendig und vielfältig
Die Liebfrauenschule ist ein Mädchengymnasium in einer hessischen Schulstadt mit 5 Konkurrenzschulen. Die Aufnahme in die Kolping-Familie bot die Chance und die Gelegenheit, über unser Selbstverständnis und unseren Weg in die Zukunft nachzudenken. Dabei gilt es, Bewährtes zu bewahren, aber auch Neues zu wagen.
Was ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung? Die Praxis zeigt: Die Mischung macht’s. Es ist die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit, die attraktiv macht. Zunächst gilt: Jedes Ereignis und Angebot lebt von inspirierten Lehrkräften, die viel Engagement und Herzblut in das Projekt stecken, um die Teilnehmenden für die Sache zu begeistern und für ein längerfristiges Engagement zu gewinnen.
Ein lebendiges Schulleben zu gestalten heißt: die einzelne Schülerin zu fördern, Highlights zu setzen, durchzustarten und nach außen – in die Stadtgesellschaft und andere Bereiche – zu gehen und Gemeinschaft und Verbundenheit zu feiern.
Für jedes dieser „Puzzleteile“ geben wir hier Beispiele.
Die Einzelne fördern: 15 Jahre Liebfrauenschule beim „Jugend forscht“-Wettbewerb
Forschergeist mit AuszeichnungSeit 15 Jahren nehmen Schülerinnen der Liebfrauenschule erfolgreich am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil und zeigen, wie praxisnahe MINT-Förderung gelingen kann. Auch in der Wettbewerbsrunde 2025 überzeugten die Jungforscherinnen mit kreativen Projekten beim Regionalwettbewerb Hessen Bergstraße – und qualifizierten sich erneut für den Landesentscheid.Beim Landeswettbewerb Hessen in Kassel präsentierte das Team der Liebfrauenschule ein besonders herausragendes Projekt: Ein Arthrose-Assistenz-Handschuh, der Menschen mit eingeschränkter Fingerbeweglichkeit durch motorisierte Unterstützung im Alltag hilft. Für diese innovative Entwicklung wurden die Schülerinnen – die allesamt erst die Jahrgangsstufe 6 besuchen – mit dem 2. Platz im Fachgebiet Arbeitswelt ausgezeichnet. Zusätzlich erhielten sie den Sonderpreis Mensch-Maschine-Interaktion, der besonders zukunftsweisende Lösungen im Zusammenspiel von Technik und Mensch würdigt.
Dieses Beispiel zeigt, wie gezielte Förderung an der Liebfrauenschule nicht nur früh den Forschergeist weckt, sondern bereits junge talentierte Schülerinnen ermutigt, mit ihren Ideen echte Probleme anzugehen. Das Engagement für Jugend forscht ist ein fester Bestandteil der schulischen MINT-Förderung – und der Erfolg gibt dem Konzept Recht.

Highlights setzen: Musik und Theater
Mit dem hr-Sinfonieorchester auf spannender Reise durch die Welt der KlassikKlassische Musik ist langweilig und nicht mehr zeitgemäß? Nicht mit dem HR-Sinfonieorchester Frankfurt! Die Begeisterung für klassische Musik war bei den Schülerinnen und Lehrern der Liebfrauenschule Bensheim deutlich spürbar, als das Ensemble Mitte November zu Gast in der schuleigenen Anne-Frank-Halle war. Regelmäßig tauscht das hr-Sinfonieorchester den Konzertsaal mit Turnhallen und Schul-Aulen, um das Live-Erlebnis klassischer Musik in die Schulen zu bringen. Die Fachschaft Musik der LFS hatte sich beim hr beworben und ist aus einer Vielzahl von Schulen für eines der acht exklusiven Konzerte ausgewählt worden.
Das sorgfältig ausgewählte Programm des rund einstündigen Konzerts enthielt fast ausschließlich Highlights der klassischen Musik wie das „Lied des Torero“ aus Bizets Oper Carmen, Edvard Griegs „Morgenstimmung“ aus der Peer Gynt-Suite und „Alla Hornpipe“ aus der Wassermusik-Suite Nr. 2 von Georg Friedrich Händel. Die hohe Qualität der musikalischen Darbietung machte mächtig Eindruck auf die Anwesenden, von denen viele das erste Mal klassische Musik live erleben konnten.
Zwischen den Stücken führte Moderator Stefan Hoffmann äußerst locker und humorvoll durch das Programm und gab interessante Einblicke in die Welt der Orchester-Musik. Dabei ließ er auch viel Raum für Fragen, was von den begeisterten Schülerinnen intensiv genutzt wurde.
Für vier musikalisch talentierte Schülerinnen der Oberstufe ergab sich die besondere Möglichkeit, an der Seite eines erfahrenen Orchestermitglieds Teil des Konzerts zu sein. Von Anfang an durften sie ihren Platz zwischen den Musikern einnehmen und spielten das Programm teilweise mit.
Am Ende des einstündigen Konzerts bedankte sich die Liebfrauenschule mit lang anhaltendem Applaus beim HR-Sinfonieorchester und ihrem Dirigenten Jascha von der Goltz für dieses besondere Erlebnis.
So ein TheaterNoch eine Übung zum deutlichen Sprechen, ein gemeinsames toi toi toi und ein lauter Schrei: Dann kann er aufgehen, der Vorhang im Parktheater Bensheim, das Licht geht an und der Theaterabend der LFS beginnt. An diesem Theaterabend sind immer mehrere Stücke von verschiedenen Theatergruppen unterschiedlicher Altersstufen zu sehen. Eines haben die auf der Bühne erzählten Geschichten gemeinsam: Sie sind von der Gruppe selbst entwickelt und gestaltet, die Ideen der Schülerinnen fließen in das Theaterstück ein und dem Gedanken des Darstellenden Spiels folgend sind immer möglichst viele Schülerinnen am Bühnengeschehen beteiligt und der Text und die Aufgaben sind gleichmäßig verteilt.
Im vergangenen Schuljahr öffnete sich der oben genannte Vorhang für drei ganz unterschiedliche Theaterstücke: „Die Angst geht um“, ein Kammerspiel rund um das Thema Angst zeigten Schülerinnen der Klassen 5 und 6; bei „Wer wen? Wer wen mehr?“, einer Collage zum Thema „Beeinflussung“, standen Schülerinnen der Klassen 7 und 8 auf der Bühne; Schülerinnen der Klassen 9 und 10 schließlich gaben mit dem Stück „Wie halten wir das eigentlich den ganzen Tag aus“ einen Einblick in die vielfältige und widersprüchliche Gedankenwelt einer Heranwachsenden. Die Bühne war der Kopf und die Spielerinnen verkörperten unterschiedliche Stimmen, deren Fantasie Purzelbäume schlug und die miteinander diskutierten und agierten. 49 Schülerinnen der Liebfrauenschule waren insgesamt auf der Bühne des Parktheaters aktiv, zwei weitere Schülerinnen waren am Licht- und Tonpult im Einsatz.
Die Theateraufführungen sind für die beteiligten Schülerinnen immer ein besonderes Erlebnis. Sie bewältigen Lampenfieber, sie trainieren das laute und deutliche Sprechen, sie wachsen als Gruppe zusammen, sie treten im wahrsten Sinne des Wortes ins Rampenlicht und ernten am Ende den verdienten Applaus – wichtige Impulse für die Persönlichkeitsentwicklung und ein bunter Teil des schulischen Lebens.

Durchstarten: an Wettbewerben teilnehmen und Siege feiern
Tänzerinnen der LFS bundesweit erfolgreichTanzen wird an der Bensheimer Liebfrauenschule seit vielen Jahren groß geschrieben. Ab der fünften Klasse haben die Schülerinnen die Möglichkeit in den Profilstunden oder einer der Tanz-AGs die ersten Tanzschritte zu erlernen. Die wöchentlichen Übungsstunden sind für alle Jahrgangsstufen offen und nicht wenige Schülerinnen halten dem Tanzsport bis zum Abitur die Treue. Neben dem Spaß, den das Tanzen den Mädchen vermittelt, ist es auch eine gutes Mittel, um die Körperwahrnehmung und das weibliche Selbstbewusstsein zu stärken. Auch die Teilnahme an Wettbewerben und das Absolvieren des Deutschen Tanzsportabzeichens sind ein fester Bestandteil im Schuljahreskalender.Jedes Jahr im März beginnt die Turniersaison mit den schulinternen Meisterschaften, bei denen die Schulmeisterinnen der einzelnen Jahrgangsstufen gekürt werden. Aus den erfolgreichsten Paaren der einzelnen Altersklassen werden Mannschaften gebildet, die die LFS beim hessischen Landesentscheid vertreten. Bei den Hessenmeisterschaften startet die LFS regelmäßig mit mehreren Mannschaften im Kombinationswettbewerb, bei dem sich Teams aus drei bis fünf Paaren in den Standardtänzen Langsamer Walzer und Quickstep sowie den lateinamerikanischen Tänzen Cha-Cha-Cha und Jive messen. Eine Platzierung auf den vordersten Plätzen beim Landesentscheid ist zugleich die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften im Schultanz.
Sowohl auf Landesebene als auch beim Bundesentscheid war die LFS in den letzten Jahren in allen Altersklassen äußerst erfolgreich und kehrte fast immer mit zahlreichen Meistertiteln und Medaillen zurück. Auch im Jahr 2025 haben sich wieder mehrere Mannschaften für die deutschen Meisterschaften qualifiziert, die Ende Mai in Thüringen stattfinden. Besonders erfolgreich waren dieses Jahr die Tänzerinnen der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 2008 und jünger), die nicht nur den begehrten Hessenmeistertitel in der Teamwertung gewannen, sondern auch in der Einzelwertung das beste Tanzpaar stellten. Während der Turniere entsteht über alle Altersstufen hinweg stets eine großartige Atmosphäre unter den Schülerinnen, in der die Paare, die gerade tanzen, von den anderen begeistert unterstützt und angefeuert werden.
Beim Bundesentscheid wird die LFS außerdem in allen drei Altersklassen am Formationswettbewerb teilnehmen und rechnet sich auch dafür wieder gute Chancen auf den ein oder anderen Meistertitel aus. Bei so viel Engagement der Schülerinnen und Lehrkräfte für den Tanzsport trägt die Liebfrauenschule zu Recht seit vielen Jahre das Prädikat „Tanzsportbetonte Schule.“

Nach außen gehen: die digitalen Engel
Technikpatinnen und Digitale Engel: Schülerinnen treiben die Digitalisierung voranDie Technikpatinnen der Liebfrauenschule spielen eine zentrale Rolle bei der digitalen Weiterentwicklung der Schule. In der Technik-AG engagieren sich Schülerinnen aus verschiedenen Jahrgangsstufen und werden darin geschult, technische Probleme im Schulalltag zu lösen, digitale Geräte zu warten und Lehrkräfte sowie Mitschülerinnen im Umgang mit der Technik zu unterstützen. Dank ihres Einsatzes funktionieren die digitalen Tafeln, Beamer und Präsentationspulte in allen Unterrichtsräumen reibungslos – das stärkt das digitale Konzept der Schule und macht den Unterricht flexibler und moderner.Ihr Engagement reicht aber weit über die Schule hinaus: Als Digitale Engel helfen die Technikpatinnen einmal im Monat Seniorinnen und Senioren aus Bensheim im Umgang mit Smartphones, Tablets oder Laptops. Ob Apps installieren, Nachrichten schreiben oder Sicherheitseinstellungen vornehmen – die Schülerinnen vermitteln geduldig ihr Wissen und fördern so den generationenübergreifenden Austausch. Dieses Projekt ist fester Bestandteil der Stadtgesellschaft und zeigt, wie digitale Bildung und soziales Engagement Hand in Hand gehen

Zusammenhalt und Verbundenheit pflegen: Schulgemeinschaft erleben
Unsere großen Schulgottesdienste in der Stadtkirche Sankt Georg bieten uns Gelegenheit, uns als Gemeinschaft zu erleben und zu feiern. Auf dem Foto anlässlich des Misereor-Gottesdienstes sieht man in den ersten Reihen rechts die Q4 (Jahrgang 13), für die es der letzte reguläre Schultag ist, bevor sie die Abiturprüfungen absolvieren. An diesem außergewöhnlichen Tag erscheinen diese tatsächlich mit Schultüte wie bei ihrer Einschulung. Wie beim ersten gemeinsamen Schulgottesdienst als Fünftklässlerinnen werden sie aufgefordert, aufzustehen und sich der Schulgemeinde zuzuwenden. Daraufhin werden sie mit donnerndem Applaus aus ihrer Schule verabschiedet. Das ist für viele ein hochemotionaler Moment, von dem sie noch lange zehren. Diese Rituale, die den Zusammenhalt symbolisieren, sind ein wichtiges „Band“ der LFS-Schülerinnen untereinander und werden bei verschiedenen Gelegenheiten bewusst gepflegt.
Die LFS ist eine von fünf Schulen, an denen man in Bensheim das Abitur machen kann. Umso mehr ist es für uns immens wichtig, den Schülerinnen ein agiles Schulleben zu bieten, die Gemeinschaft zu fördern und die langjährige Verbundenheit ehemaliger Schülerinnen für die Zukunft auch bei den aktuellen Schülerinnen zu bewahren und zu erhalten.AutorInnen: Christiane Ehret-Jeltsch, Anette Loga, Lars Schlichtherle (Lehrkräfte); Theresia Hebling, Emma Kaffarnik (Oberstufenschülerinnen); Redaktion: Anette Loga
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