Frankreichaustausch: Reise nach Beaune im März 2026
11.05.2026Am 16. März war es endlich so weit: Nach dem Besuch unserer französischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartner Anfang Dezember 2025 bei uns in Bensheim traten wir die Reise in unsere Partnerstadt Beaune unter der Begleitung von Frau Benner und Frau Harr-Witte mit dem Zug an. In Frankreich am Bahnhof angekommen wurden wir herzlich mit Willkommensplakaten von unseren Gastfamilien empfangen.Schon am ersten Abend konnten wir bei gemeinsamen Gesprächen, Spielen und einem Abendessen das Leben in den französischen Familien näher kennenlernen. Ein erster Gesprächsanlass waren unsere regionalen Gastgeschenke, denn auch die deutsch-französische-Freundschaft geht durch den Magen!Unser erstes gemeinsames Ausflugsziel war Dijon. Dort erhielten wir eine spannende Stadtführung und hatten anschließend Gelegenheit, die Stadt selbstständig zu erkunden. Außerdem begannen wir mit unserem Videoprojekt, in dem wir regionale Produkte vorstellen sollten – die deutschen Schülerinnen und Schüler auf Französisch, die französischen auf Deutsch.Ein besonderes Highlight war am Abend unser Freundschaftsabend. Ein vielfältiges Buffet, lustige Spiele und gemeinsames Karaoke sorgten für eine fröhliche und ausgelassene Stimmung.Auch der folgende Tag bot einige besondere Erlebnisse: Im Kochatelier der Familie eines Austauschschülers (das später durch einen amerikanischen Starbesuch auch auf CNN für Aufsehen sorgen sollte) durften wir an einem französischen Backkurs teilnehmen und dabei Madeleines und Gougères zubereiten. Anschließend konnten wir unsere selbst gebackenen Spezialitäten gemeinsam probieren. Quel délice! Für viele ging es am Mittwochnachmittag – dem in ganz Frankreich einzigen freien Nachmittag der Woche bei sonst bis um 17 Uhr stattfindendem Unterricht! – noch zum Lasertag und Bowling, was von den französischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern selbst organisiert worden war.Am Donnerstag besuchten wir das Cassissium in Nuits-Saint-Georges. Dort erfuhren wir viel über die Herstellung von Johannisbeerlikör und die Bedeutung der schwarzen Johannisbeere für die Region (bei Erwachsenen für den Kir Royal bekannt). Besonders unterhaltsam war das anschließende Fruchtsirup-Tasting, bei dem wir auch ungewöhnliche Geschmacksrichtungen wie Gurke oder sogar Kaugummi probierten. Nach dem Mittagessen in der Schulkantine lernten wir bei einer Führung Beaune und besonders die Altstadt kennen, die uns mit ihrem besonderen Charme beeindruckte. Uns war neu, dass sogar Luis XIV selbst einmal dort gewesen war.Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Lyon. Die Stadt wirkte auf uns alle fast magisch, auch wenn die lange Führung mit Einblicken in die Geschichte (hier vor allem die Bedeutung der Seidenweber) etwas anstrengend war. Besonders beeindruckend waren die römischen Theater sowie die besondere Atmosphäre der Stadt. Mit ihren verwinkelten Gassen und kleinen Wegen vermittelt Lyon ein ganz eigenes Flair. Besonders für Lyon sind die Traboules, die historischen, oft versteckte Fußgängerpassagen im Vieux Lyon, die durch Gebäude und Innenhöfe hindurch zwei Straßen direkt verbinden. Auf der Halbinsel zwischen Rhône und Saône hatten wir außerdem Zeit, etwas zu essen, uns zu entspannen oder einkaufen zu gehen.Das Wochenende verbrachten wir in unseren Gastfamilien. Einige von uns trafen sich zusätzlich und unternahmen gemeinsam etwas. Manche besuchten ein typisches französisches Restaurant, andere erkundeten die Innenstadt von Beaune oder machten Ausflüge in die Umgebung.Am Montag, unserem letzten Tag in Frankreich, besuchten wir zunächst die Hospices de Beaune. Das Gebäude wurde über 500 Jahre lang als Krankenhaus genutzt und ist heute ein Museum. Durch die jährlich stattfindende Weinversteigerung sind die Hospices de Beaune weltweit bei Weinliebhabern bekannt.Danach blieb uns noch etwas Freizeit in Beaune, bevor wir zum Mittagessen in die Schule zurückkehrten. Am Nachmittag stand ein Besuch der Senffabrik Fallot auf dem Programm, wo wir sogar unseren eigenen Senf herstellen und so ausgefallene Sorten wie Lebkuchensenf oder auch Cassissenf probieren durften, der uns mächtig in die Nase stieg.Am Tag der Abreise fiel uns der Abschied nicht leicht. Gleichzeitig freuten wir uns aber auch darauf, unsere Familien wiederzusehen und vor allem darauf, im eigenen Bett zu schlafen.Der Austausch war für uns alle eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung. Wir konnten nicht nur das Leben in einer französischen Familie und das französische Schulsystem durch die fast täglichen Hospitationen im Unterricht kennenlernen (im Vergleich zu dem es sich in Deutschland doch als SchülerIn ganz gut aushalten lässt), sondern auch viele neue Eindrücke sammeln, interessante Menschen treffen, unsere Fremdsprachenkenntnisse anwenden und die französische Kultur auf ganz besondere Weise erleben.Ein besonderer Dank gilt außerdem der Stadt Bensheim sowie dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, die diesen Austausch unterstützt und damit viele unvergessliche Begegnungen und Erfahrungen ermöglicht haben.Vive l’amitié franco-allemande! Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!Sofia Marsch (9C) und Eva Boeddinghaus (9A)




