Betriebspraktikum

  • Betriebspraktikum der Jahrgangsstufen 8 (Realschule) und 9 (Gymnasium & Realschule)

    Was fordert uns in unserem Leben am meisten?

    Nicht nur zeitlich ist es in der Regel unser Beruf, unsere Arbeit. Deshalb sollten wir möglichst gut zu unserem Beruf, unserer Arbeit “passen” bzw. diese unseren Vorstellungen, Fähigkeiten und Zielen weitgehend entsprechen. Dies “herauszufinden” ist ein äußerst schwieriger Prozess, besonders dann, wenn man bisher “nur” Schule und Familie als “Lebens– und Arbeitswelt” kennengelernt hat...   

    Weil Schule die Lebenwirklichkeit, z. B. im Bereich der “Arbeits– und Berufswelt”, nur teilweise abbilden bzw. nur theoretisch simulieren kann, sie aber jungen Menschen bei o. g. zentralen Fragen weiterhelfen möchte, steht in Jahrgangsstufe 9 für alle Schülerinnen (Gymnasium & Realschule) ein obligatorisches Betriebspraktikum als eine ‘verbindliche Unterrichtsveranstaltung mit besonderer pädagogischer Zielsetzung’ an.

    Der Sinn und Zweck sowie Charakter dieses Praktikums unterscheidet sich jedoch nach Schulzweig: Während für unsere Realschülerinnen, gut anderthalb Jahre vor ihrem Schulabschluss, eher o. g. Fragen, speziell die gezielte Berufs– und Ausbildungswahl, im Mittelpunkt des Praktikums stehen, soll es den Gymnasiastinnen durch ihre Tätigkeit, möglicherweise an verschiedenen Arbeitsplätzen, einen ersten Einblick ­in die Arbeits–, Berufs– und Wirtschaftswelt ­bieten. Die Realschülerinnen konnten dies bereits ein Jahr zuvor erfahren, während ihres ersten Betriebspraktikums in Jahrgangsstufe 8.

    Ein erstes Praktikum soll also primär durch “eigene Anschauung und Erfahrung der betrieblichen Praxis”, durch “Gespräche” und die Zusammenarbeit “mit Betriebsangehörigen” sowie “die Erkundung des betrieblichen Umfelds” zu „exemplarischen Einsichten” und Erkenntnissen über unsere heutige moderne Berufs– und Arbeitswelt führen. Sekundär gilt es in diesem Zusammenhang auch, eigene Neigungen, Fähigkeiten und Interessen in der Praxis überprüfen zu können. 

    Die im Unterricht erworbenen Kenntnisse sollen so zudem durch eigene Beobachtungen und Erfahrungen ergänzt werden. In indirekter, eingeschränkter Weise können die beim Betriebs­praktikum gewonnenen Eindrücke den Schülerinnen später gleichfalls bei der Studien–, Ausbildungs– und Berufswahl hilfreich sein. Speziell für diese Entscheidung bietet die LFS zu einem späteren Zeitpunkt freiwillige Oberstufenpraktika in den Ferien an, die gezielter zu einer eigenen kritischen Berufswahlentscheidung beitragen können.

    Die Vorbereitung auf das Betriebspraktikum erfolgt über die LFS. Etwa ein Jahr vor dem (jeweiligen) Praktikum, es findet an der LFS in der Regel parallel zum schriftlichen hessischen Landesabitur (meist die 14 Tage unmittelbar vor den Osterferien) statt, erhalten die Schülerinnen noch in der 8. (bzw. 7.) Klasse grundlegende Informationen durch den Praktikumsleiter der LFS. Auf Basis dieser Kriterien und Materialien haben sie bis zu den Weihnachtsferien Zeit, sich möglichst eigenständig einen Praktikumsplatz zu suchen, der vorrangig den Zielsetzungen an ein erstes Betriebspraktikum entsprechen soll.

    Betreut werden die Schülerinnen vor, während und nach dem Praktikum von ihrem/ihrer jeweiligen LehrerIn  des Fachs “Politik & Wirtschaft” in der Jahrgangsstufe 9 (bzw. 8). Diese Fachperson ist der erste Ansprechpartner für die Schülerinnen, bei weiterführenden Fragen oder umfassenderen Problemen ebenfalls der Praktikumsleiter. Über die Themen “Wirtschaft(spolitik)” sowie “Arbeits– und Berufswelt” im Fach ‘Politik und Wirtschaft´ wird das Betriebspraktikum im Unterricht der 9. bzw. 8. Klasse vor– und nachbearbeitet.

    Während des Praktikums besucht der/die jeweilige FachlehrerIn für “Politik & Wirtschaft” die Schülerin mindestens einmal in ihrem Betrieb und erörtert mit ihr und dem/der ihr vom Betrieb zugeteilten BetreuerIn u. a. die jeweiligen Erlebnisse und Erfahrungen.

    Ein Ergebnis des Praktikums wird eine schriftliche Ausarbeitung, z. B. in Form eines Praktikumsberichts oder einer Praktikumsausstellung, sein, die Eindrücke, Erfahrungen und (Er–)Kenntnisse der erlebten Berufe, Arbeitsplätze und Betriebe widerspiegeln soll. Obligatorisch ist zudem ein “Praktikumssteckbrief, eine kurze Zusammenfassung des kennengelernten Berufs/Arbeitsplatzes, der als Erfahrungssammlung und Inspirationsquelle unseren Schülerinnen der Jahrgansstufe 8 (bzw. 7) zur Verfügung gestellt wird und ihnen eine Hilfe bei der Wahl ihres Praktikumsberufes bzw. –platzes sein kann.

    Für weitere Fragen und/oder Anregungen zum Thema “Betriebspraktikum” oder zur “Studien– und Berufsorientierung” allgemein bin ich unter folgender E–Mail–Adresse zu erreichen: R.Schneider@lfsb.de                                             

    Rolf J. Schneider

    Praktikumsleiter

    Betreuende Lehrkraft:

    Herr R. Schneider