Jugend forscht

Die Liebfrauenschule als Mädchenschule legt im Sinne einer Chancengleichheit im späteren Berufsleben einen besonderen Wert auf eine gute naturwissenschaftliche Ausbildung der Schülerinnen.

Konkret bedeutet dies, dass die Mädchen möglichst früh an ein naturwissenschaftliches Arbeiten herangeführt werden, um so das Selbstkonzept der Mädchen sowie ihre Fähigkeiten in den Mint-Fächern zu stärken. Neben dem regulären Fachunterricht in den naturwissenschaftlichen Disziplinen wird die Förderung durch folgende Aktivitäten unterstützt:

1.    Außerschulische Lernorte / Exkursionen

Neben dem Kontakt zur BASF hat die Liebfrauenschule seit Jahren einen engen Kontakt und Austausch zur Firma Merck. Ferner profitiert die Schule von der Beziehung zum Zentrum für Chemie in Bensheim. Vom Zentrum angebotene Wettbewerbe und Unterrichtsmaterialien werden von der Liebfrauenschule gerne genutzt.

2.    Wettbewerbe

Die Schülerinnen der Liebfrauenschule nehmen regelmäßig an Wettbewerben teil.

  • Jugend forscht
  • Explore Science
  • Erfinderlabor (insbesondere für Schülerinnen der Oberstufe)
  • EU-geförderte Projekte z.B. Chain reaction

3.    Zusätzliche unterrichtliche (naturwissenschaftliche) Angebote

Um das Interesse an den Naturwissenschaften möglichst früh zu wecken, bietet die Liebfrauenschule im Rahmen des Förderunterrichts in der Klasse 5 und 6 ein Forschungslabor für besonders naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen an. Bei diesem Angebot handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit dem Zentrum für Chemie in Bensheim. Das Experimentieren zu schülerinnen-und alltagsorientierten Themen steht hier im Vordergrund. Aufgrund des vielfältigen naturwissenschaftlichen Angebots ist die Liebfrauenschule 2013 als Mint-freundliche Schule ausgezeichnet worden.

A. Flechsig

Lea Schneider in der zweiten Runde der Chemie-Olympiade erfolgreich

  • Die Gratulation zum guten Abschneiden bei der Chemie-Olympiade musste LFS-Schülerin Lea Schneider erst mit einer geeigneten Substanz sichtbar machen.
  • Glückwünsche in Geheimschrift
    Olympiaden gibt es nicht nur im Sport – sondern auch in den Naturwissenschaften. Seit 1974 nimmt Deutschland im Rahmen der Internationalen Science Olympiaden regelmäßig an der Chemie-Olympiade teil. Lea Schneider, Schülerin der Liebfrauenschule, hat sich in diesem Schuljahr an dem Chemiewettbewerb beteiligt und wurde jetzt mit einer Urkunde des Kultusministeriums Hessen ausgezeichnet.

    Die Chemie-Olympiade ist ein mehrstufiger Wettbewerb. Vor den Sommerferien erhalten die Teilnehmer umfangreiche Aufgaben, die sie in Heimarbeit  lösen. Die zu bearbeitenden Fragen gehen weit über den Schulstoff hinaus, so dass intensives Lesen und  Recherchieren notwendig sind. Abgabetermin für die 1. Runde ist dann Ende September.

    Wer hier die notwendige Punktzahl (50%) erreicht hat, wird zur nächsten Wettbewerbsebene zugelassen. Im aktuellen Wettbewerb haben 183 Schülerinnen und Schüler aus knapp 50 Schulen in Hessen teilgenommen, 81 hiervon haben die 2. Runde erreicht, darunter auch Lea.

    In der 2. Runde wird eine dreistündige Klausur geschrieben, die Anfang Dezember stattfand. Auch hier ist der Anspruch sehr hoch und geht über den normalen Schulstoff hinaus. Da die Arbeit in allen Bundesländern gleich ist, sind auch Themen dabei, die in Hessen im Unterricht nicht behandelt werden. Zur Vorbereitung auf die Klausur konnten die Teilnehmer in Darmstadt ein vorbereitendes Seminar besuchen. Für Lea war dieses Seminar sehr wichtig, da hier „die über den Schulstoff hinausgehenden Themen besprochen wurden und der Austausch mit den anderen Teilnehmern möglich war.“ 79 Schüler/innen in Hessen haben die Klausur der 2. Runde  geschrieben. Die sechs besten Teilnehmer aus jedem Bundesland kommen weiter in die dritte Runde, die Anfang März in Göttingen stattfindet. Die vierte, internationale Runde findet dann zu Beginn des nächsten Schuljahres in Thailand statt.

    Die 25 besten hessischen Teilnehmer/innen der 2. Runde erhalten einen Buchgutschein und eine Urkunde des Kultusministers als Auszeichnung. Die Schulleiterin, Frau Nellessen-Kohl, gratulierte Lea zu ihrem erfolgreichen Abschneiden in der 2. Runde und überreichte die Urkunde im Rahmen einer Chemiestunde. Auch die Mitschülerinnen und Dr. Margit Knauer, die betreuende Lehrerin, freuten sich mit Lea über deren Erfolg und überbrachten ihre Glückwünsche in Geheimschrift, die Lea durch Besprühen mit einer geeigneten Chemikalie erst sichtbar machen musste.

    Für Lea war die Teilnahme an diesem Wettbewerb eine sehr wichtige Erfahrung: „Durch die anspruchsvolle Aufgabenstellung war ich gezwungen, mich sehr intensiv mit chemischen Inhalten zu beschäftigen und habe viel dabei gelernt.“ Trotzdem möchte Lea nicht Chemie, sondern Medizin studieren, aber auch hierbei können die vertieften Chemiekenntnisse nützlich sein.

    Dr. M. Knauer, 24.02.2017

    „Die endlose Reise des Kalks“ – Die LFS beim 5. Aktionstag Naturwissenschaften

    Was haben malerische Kreidefelsen mit dem Wäsche waschen und einem Wasserkocher gemeinsam? Zu diesen Fragen hat Diana Rösch einen Experimentierzyklus entwickelt, mit dem sich die Liebfrauenschule am Aktionstag Naturwissenschaften, der am 18.02. im Lessing-Gymnasium und der Alfred-Delp-Schule in Lampertheim stattfand, präsentierte.

    Große und kleine Besucher konnten untersuchen, welche Körper aus Kalk bestehen, indem sie Säure auf Marmor, Eischalen, Muschelgehäuse und andere Materialien träufelten. Wie ungünstig kalkhaltiges Wasser beim Waschen mit Seife wirkt und welches Gas beim Entkalken mit Zitronensäure entsteht, konnte ebenfalls erforscht werden. Mit Brausetabletten und einer Wasserflasche wurde gezeigt, wie Kohlenstoffdioxid zur Versauerung der Meere beiträgt und damit die Bildung von Muschelschalen beeinflusst.

    Alle Experimente wurden von Schülerinnen der E2 und Q2 sehr fachmännisch und engagiert betreut. Die zahlreichen Besucher hatten viel Spaß beim Experimentieren und freuten sich über den Wissenszuwachs zum Thema Kalk.

    Die betreuenden Lehrkräfte, Diana Rösch und Dr. Margit Knauer, erhielten viele positive Rückmeldungen und bedanken sich beim Kreiselternbeirat und vor allem Frau Dechnig für die gute Organisation des Aktionstages.

    Dr. M. Knauer, 23.02.2017

    Jugend forscht: Nachwuchs aus dem Kreis Bergstraße traf sich beim Regionalwettbewerb

    • 1. Platz "Schüler experimentieren", Bereich Biologie: H. Ferber, N.M.Kaiser und N. El-Bitar
    • 2. Platz "Jugend forscht", Bereich Biologie: J. Schulder und B. Baral

    Junge Tüftler testen Kohle aus Laub

    Die Idee kam beim Zeitungslesen. In einem Artikel stand, dass in einer Großstadt wie Hamburg jeden Herbst bis zu 6000 Tonnen Laub von den Bäumen fallen. Ein biologisches Entsorgungsproblem, das keines sein müsste: Drei Bensheimer Schüler haben einen Weg gefunden, um aus braunen Blättern schwarze Kohlenpastillen zu machen.

    "Laubkohle hat eine deutlich längere Brenndauer als Holzpellets", sagt Julian Dingeldein. Der Zwölfjährige hat mit seinen Schulkollegen Robert Schick (13) und Tobias Rossner (12) vom Goethe-Gymnasium eine alternative Heizmöglichkeit entwickelt. Quasi als Bio-Recycling zur Schonung von Ressourcen wie Öl und Holz. Aus 2,6 Blättern hat das Team aus der 7. Klasse 1,3 Gramm Kohle gewonnen.

    Alternative zum Kompostieren

    "Kompostieren ist teuer", betont Tobias die Entsorgungskosten für die Kommunen. Jetzt wollen die Schüler weiter an ihrer regenerativen Energiequelle forschen. "Eventuell lässt sich daraus auch Dünger machen", so Robert beim Regionalwettbewerb Hessen-Bergstraße von "Jugend forscht". Jetzt wurden bei der BASF in Lampertheim 24 Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt und von einer Expertenjury aus Wirtschaft und Bildung bewertet.

    Zum dritten Mal fand der Regionalentscheid beim Patenunternehmen statt. Insgesamt haben 30 Jugendliche teilgenommen, davon 23 Schüler und sieben Schülerinnen. In der Juniorensparte "Schüler experimentieren" (bis 14 Jahre) waren es 17 Teilnehmer. "Ich bin vor allem von dem großen Enthusiasmus beeindruckt, den die Jugendlichen für ihre Projekte zeigen", sagte Dr. Helmut Prestel, Leiter der BASF Lampertheim GmbH. Auch der Lampertheimer Bürgermeister Gottfried Störmer plauderte mit den Teilnehmern. "Das Interesse und Engagement der Schüler macht mir bewusst, welche Chancen der Wettbewerb für junge Menschen bietet und welches Entwicklungspotenzial für die Gesellschaft in den Köpfen unserer Schüler schlummert."

    Und es schlummert so einiges. Ben Baral und Johanna Schulder, beide 15 Jahre alt, haben ein Laufrad für Mäuse gebaut. Das Besondere daran: Es soll die Tierchen motivieren, ordentlich Tempo zu machen und etwas für ihre Gesundheit zu tun. Denn wenn das Drehrad in Bewegung ist, wird der Futtertrog mit neuen Körnern gefüllt. Als Testmäuse dienen sechs Exemplare aus dem Vivarium der Liebfrauenschule in Bensheim, wo das Projekt entstanden ist. Jetzt soll die Apparatur optimiert werden. "Wir wollen ein besseres Getriebe einbauen", so Johanna über das System, das in der Sparte Biologie am Wettbewerb teilgenommen hat.

    Wie Schnecken schneller wachsen

    Ebenso wie ein weiteres Projekt der Liebfrauenschule, das von Bio-Lehrer Dr. Nicolas Chalwatzis betreut wird. Hannah Ferber, Nele Marie Kaiser und Nura El-Bitar (alle zwölf) wollten herausfinden, wie Achatschnecken am schnellsten wachsen. Ein Beitrag im Rahmen des Juniorwettbewerbs "Jugend experimentiert", bei dem es darum ging, die beste Nahrung und den idealen sozialen Rahmen für die Tiere zu entdecken.

    Die Mädchen waren erfolgreich: Die Schnecken haben Gurken nicht nur bevorzugt, sondern sind durch sie auch flotter gewachsen. Außerdem, so erläutert Nura, bevorzugen die Weichtiere ihr Gurken-Dinner in Gesellschaft. Ideal seien vier Tiere im Terrarium. Dann ist der Wachstumseffekt am größten.

    Weil einige Exemplare während des Projekts von Maden befallen wurden, will das Trio demnächst herausfinden, woher die Larven stammen. "Wahrscheinlich aus der Erde", mutmaßt Hannah. Versuche in der Mikrowelle sollen baldigst Klarheit schaffen.

    Der elfjährige Dominik Plaschke (Goethe-Gymnasium) hat die Eigenschaften von magischem Sand untersucht. Ein Kinderspielzeug, das man auch als Bindemittel für Öl verwenden kann. "Weil das Produkt teuer ist, habe ich diesen speziellen Sand selbst hergestellt", erläutert Dominik, der knapp vier Monate an dem Projekt gearbeitet hat. Diverse Imprägniermittel wurden getestet. Mit kleinkörnigem Sand funktioniert es am besten, so der Schüler, der seine Idee nun noch mit weiteren Sandarten verfeinern will.

    Jury und Gäste waren von den Forschungsarbeiten begeistert. Die Neugier und Kreativität der Schüler offenbarte sich in Fragen nach dem besten chemiefreien Mittel für verschmutzte Grills, dem optimalen Rezept für selbst gemachte Handcremes oder der Rentabilität einer Wiederverwertung von Sondermetallen aus Handy-Schrott.

    Die Gewinner erhielten Sach- und Geldpreise sowie die Möglichkeit, Praktika in verschiedenen Bereichen zu absolvieren.

    BA, 16.02.2017; Thomas Tritsch

    21. Erfinderlabor: Helena Dörner von der Liebfrauenschule Bensheim forschte in Rüsselsheim und Bensheim

    • H. Dörner im Erfinderlabor

    Elektromobilität: Kluge Köpfe denken in die Zukunft

    Die Experten sind sicher: Elektromobilität wird die Straßen des 21. Jahrhunderts schon bald dominieren. Aber welcher Stromlieferant setzt sich durch: Brennstoffzelle oder Batterie? Wem gehört die Zukunft? Auf jeden Fall den 16 Oberstufenschülern, die jetzt eine Woche lang im Dialog mit Wissenschaft und Wirtschaft wegweisende Technologien erforscht haben. Ihr Fazit: Das Rennen ist offen!

    Zum 21. Mal hatte das Zentrum für Chemie (ZFC) Hessens junge Hochleister zum Erfinderlabor eingeladen. In vier Teams haben sich die Nachwuchsforscher in ein komplexes Thema vertieft und kreativ eigene Lösungsansätze entwickelt. Der wissenschaftliche Workshop bietet begabten Jugendlichen kurz vor dem Abitur die Chance, außerhalb des Unterrichts selbstständig an relevanten Zukunftstechnologien zu arbeiten. Die jeweils acht Schülerinnen und Schüler offenbarten eine Menge Leidenschaft, Neugier und Mut zum Um-die-Ecke-Denken. Das 21. ZFC-Erfinderlabor ging am Freitag im Goethe-Gymnasium ins Finale. Acht hochbegabte Schülerinnen und acht hochbegabte Schüler aus 16 Schulen,  ausgewählt aus 200 exzellenten Bewerbern aus ganz Hessen, hatten sich eine Woche an der Hochschule RheinMain mit dem Thema „Elektromobilität“ beschäftigt. Darunter auch Helena Dörner. Vor großem Publikum, darunter Prominenz aus Wirtschaft, Hochschule und Ministerien präsentierten die Schülerteams zum Abschluss ihre Forschungsideen und Lösungswege.

    Unter den Jungforschern war auch Helena Dörner von der Liebfrauenschule in Bensheim: " Das Erfinderlabor war ein spannendes und neues Erlebnis für mich, besonders weil ich viele nette Leute mit ähnlichen Interessen kennengelernt und viel Neues erfahren habe. Das Forschen im Labor hat mir sehr viel Spaß gemacht und hat uns viel Freiraum gelassen, um selbst kreativ zu sein. Für meine Zukunft werde ich die Erfahrung mitnehmen, durch die Zusammenarbeit in den Teams ein eigenes wissenschaftliches Projekt auf die Beine gestellt zu haben."

    "Blendende Ideen!" - Profis von Schülern begeistert

    Das hat auch die Profis begeistert: "Wir haben viele blendende Ideen gehört. Einfach klasse!", kommentierte Prof. Dr. Birgit Scheppat bei der Abschlussveranstaltung in Bensheim. Die renommierte Physikerin lehrt im Fachbereich Ingenieurwissenschaften an der Hochschule RheinMain (Rüsselsheim) und sitzt im Vorstand der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen (H2BZ). "Solchen Nachwuchs brauchen wir!" Die Hochschule ist langjähriger Partner des Erfinderlabors.

    Das Erfinderlabor wird seit 2005 vom Zentrum für Chemie mit Sitz in Bensheim (Bergstraße) organisiert. Das Projekt greift Themengebiete auf, die im Unterricht nicht vorkommen oder nur partiell behandelt werden können. Mit seinen Veranstaltungen möchte das ZFC das Interesse und die Kreativität junger Menschen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften wecken und für aktuelle Themen nachhaltig begeistern. Die Zusammenarbeit mit Industrie- und Hochschulpartnern ermöglicht einen Zugang zu aktuellen Forschungsmethoden und vermittelt einen Eindruck von der interdisziplinären Ausrichtung und den verschiedenen Arbeitsgebieten im naturwissenschaftlich-technischen Bereich.

    Bericht vom Erfinderlabor

  • Teilnehmergruppe mit H. Dörner
  • Abschlussveranstaltung
  • Jugend forscht 2016: Erfolgreiche Teilnahme der LFS-Jungforscherinnen

    • Platz 2 Biologie: C. Baral und L. Rudolph: Wie weit laufen die Unken im Steinbruch Hochstätten?
    • Platz 1 Mathe/Informatik: N. und L. Kulke: Software zur Erinnerung an Lebensmittel im Kühlschrank
    • 1.Platz Technik: L. Huntemannn und V. Schneider: Stromerzeugung aus Abwärme
    • Preisverleihung an Celine und Lena
    • Preisverleihung an Vicky und Theresa
    • Preisverleihung an Nele und Lara
    • Gruppenbild "Jugend forscht"

    Der Wettbewerb für jugendliche ForscherInnen geht 2016 in seine 51. Runde, am 20. Februar fand in Lampertheim der Regionalwettbewerb statt, insgesamt 28 Projekte waren gemeldet worden. Für die LFS gingen drei Teams ins Rennen, die von Dr. N. Chalwatzis betreut wurden.

    Frühzeitig mussten sich die Schülerinnen schon Gedanken machen, etwa im August begannen Themensuche und Start der Projektarbeit, bis Ende November musste die Anmeldung online erfolgt sein. Da „Jugend forscht“ ein Ideenwettbewerb ist, werden keine Aufgaben vorgegeben, Kreativität ist also angesagt. Das Projekt muss allerdings einem der sieben Fachgebiete (Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften,  Mathematik/Informatik, Physik, Technik) zuzuordnen sein. Im Januar wurden dann die schriftlichen Ausarbeitungen abgeliefert; Zielsetzung und Fragestellung des Projektes, Arbeitsmethoden, Versuche und Materialien mussten dokumentiert werden, am Ende waren Schlussfolgerungen und Bewertung der eigenen Ergebnisse zu leisten. Jede Menge Arbeit also, die neben den regulären Schulaufgaben zu erledigen waren.

    Der Wettbewerbstag selbst begann schon morgens früh für die beteiligten Schülerinnen: Jedem Team wurde ein Ausstellungsstand zugewiesen, an dem es sein Projekt mit Fotos, Postern, Dokumenten und Modellen präsentieren konnte. An diesen Ausstellungsständen fanden dann auch die Gespräche mit der Bewertungsjury statt. Die Forscherinnen stellten ihr Projekt und ihre Ergebnisse dar und beantworteten die Fragen der Juroren (Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Schule). Schriftliche Ausarbeitung, Gestaltung des Ausstellungsstandes und mündliche Präsentation bildeten die Grundlagen der Bewertung.

    Drei Projekte – drei Fachgebiete – drei vordere Plätze

    Die Schülerinnen der LFS traten in drei verschiedenen Fachgebieten an. Im Fachgebiet Technik hatten Theresa Huntemann und Vicky Schneider ihr Projekt bei „Jugend forscht“ (15 – 21 Jahre) gemeldet: Stromerzeugung aus Abwärme (II).

    Das Projekt befasste sich mit dem Erzeugen von Strom aus Abwärme und einer Wärmesenke (Seebeck-Effekt). Dazu wurde ein Prototyp eines Peltier Elements gebaut. Durch eine Temperaturdifferenz wurde in diesem Element eine Verschiebung des Potentials bewirkt, welche einen Stromfluss hervorruft. Nach der Analyse verschiedener Materialien und in Betracht ziehen unterschiedlicher geometrischer Anordnungen der verwendeten Materialien entstand ein erster selbstgebauter Prototyp. Das Ziel war, mit dem Element einen Stromverbraucher (z.B.: LED, Ventilator) zu betreiben. Die beiden Schülerinnen durften bei der Bensheimer Firma HTV arbeiten, erfuhren also eine erfreuliche Unterstützung, von der sie sehr profitieren konnten. Theresa und Vicky errangen den 1. Platz sowie die Zulassung zum Landeswettbewerb.

    Im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ (bis 14 Jahre) stellten sich die beiden anderen Teams der Herausforderung. „Wie weit laufen die Unken im Steinbruch Hochstätten?“ Diese Fragestellung hatten sich Celine Baral und Lena Rudolph überlegt. Einige Unken im Steinbruch Hochstätten haben sie von der Bauchseite fotografiert. Nun wollten sie mit Hilfe des Computerprogrammes  "i3s Patter" herausfinden, wie weit die Unken gelaufen sind. Hierzu haben sie ihre Fotos mit den Bildern, die bei früheren Besuchen gemacht worden waren, verglichen. Außerdem hatten sie ein paar Fotos von einem Spezialisten, der zwei Jahre zuvor im selben Steinbruch Bilder gemacht hatte. Im Bereich Biologie errangen Celine und Lena den 2. Platz.

    Im gleichen Wettbewerb traten Lara und Nele Kulke im Bereich Mathe/Informatik an. Da oft Lebensmittel weggeworfen werden, die im Kühlschrank mehr oder weniger vergessen wurden, haben sie sich bei ihrem Projekt mit der Entwicklung eines Programmes beschäftigt, das einen erinnert, wenn ein Lebensmittel abläuft. Für die Umsetzung ihres Projektes haben sie die Programmiersprache Perl verwendet. Neben der praktischen Umsetzung war den Jungforscherinnen auch wichtig ein Konzept zu erstellen, so dass das Programm in der Realität auch wirklich eine Hilfe und keine zusätzliche Last ist. Für ihre Software zur Erinnerung an Lebensmittel im Kühlschrank wurden beide mit dem 1. Platz belohnt.

    M.Glomski, LFS

    Karl-von-Frisch Preis 2015 verliehen

    In jeder heranwachsenden Generation brauchen wir fachkundige Fürsprecher für unsere Lebensgrundlagen, die für einen nachhaltigen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen eintreten und unser biologisches Wissen weitergeben und ausbauen. Jedes Jahr zeichnet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) daher das Engagement und die hervorragenden Leistungen der besten hessischen Abiturientinnen und Abiturienten, die in der gesamten Oberstufe überdurchschnittliche Leistungen im Fach Biologie erbracht haben, mit dem Karl-von-Frisch-Preis aus (Karl von Frisch, 1886-1982, Nobelpreis 1973, gemeinsam mit K. Lorenz und N. Tinbergen).

    Zur diesjährigen Preisverleihung am Samstag, den 13. Juni 2015, in Marburg, waren 74 Abiturientinnen und Abiturienten mit Familien und Lehrern eingeladen. Luise Thümmel, Abiturientin der LFS, war eine der Preisträgerinnen und erhielt eine Anerkennungsurkunde.

    Nach der Begrüßung durch Prof. Joachim Schachtner, Vizepräsident der Universität Marburg, und Prof. Wolfgang Nellen, Vorsitzender des VBIO-Landesverbandes Hessen, wurden den Anwesenden in wissenschaftlichen Vorträgen verschiedenste Bereiche der Biowissenschaften nähergebracht. Prof. Markus Eickmann vom Institut für Virologie in Marburg erläuterte die Funktionsweise und Forschungsmöglichkeiten im S4-Hochsicherheitslabor in Marburg, Dr. Georg Mayer vom Institut für Zoologie in Kassel beschrieb seine Forschungen mit Bärtierchen und Stummelfüßern und Prof. Andreas Vilcinskas vom Institut für Phytopathologie und Angewandte Zoologie in Gießen berichtete über neue Entwicklungen in der Insektenbiotechnologie.

    Nach der Mittagspause, die von vielen zum Besuch des Museum Anatomicum genutzt wurde, konnten die Abiturienten an verschiedenen Laborführungen teilnehmen oder sich mit bereits berufstätigen Biowissenschaftlern über ihre Fragen unterhalten. Im Anschluss hielt Virginia Schadeweg vom Institut für molekulare Biowissenschaften in Frankfurt, eine Karl-von-Frisch-Preisträgerin aus dem Jahr 2008, einen Vortrag über ihre laufende Doktorarbeit im Bereich Bioethanolforschung. Nachdem Janina Otto vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Uni Marburg den Anwesenden mit einem Science-Slam das Thema "Schweiß" nähergebracht hatte, erläuterte Dr. Jörg Klug von der Universität Gießen den Lebensweg Karl von Frischs sowie die Tätigkeitsgebiete des VBIO.

    Egon Vaupel, Oberbürgermeister der Stadt Marburg, und Dr. Matthias Bohn, Leiter des VBIO Arbeitskreises Schulbiologie, überreichten im Anschluss den Preisträgern die Urkunden sowie den Buchpreis.

    (http://www.vbio.de/der_vbio/landesverbaende/hessen/index_ger.html)

    Vierter Aktionstag Naturwissenschaften

    • Lernfähigkeit und Nahrungssuche von Achatschnecken
    • Tenside in Handcremes, Milch, Schokolade
    • Wo bleibt der Weichspüler nach der Wäsche?
    • Theaterblut verschwindet!
    • Schreiben mit unsichtbarer Tinte

    Der Kreiselternbeirat hatte am 28. Februar den  vierten Aktionstag Naturwissenschaften veranstaltet, Landrat Mathias Wilkes was Schirmherr der Veranstaltung. In praktischen Versuchen und Demonstrationen sollte gezeigt werden, dass es aufregend sein kann zu experimentieren, auszuprobieren und Phänomenen des Alltags auf die Spur zu gehen.

    Eingeladen waren alle Kinder und Jugendlichen vom Grundschulalter bis zu den SchülerInnen der Oberstufen der Gymnasien, aber natürlich auch alle interessierten Eltern. Die Naturwissenschaften – Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und andere verwandte Bereiche – wurden als Wissenschaften zum Anfassen präsentiert.

    Auch die LFS war beim Aktionstag Naturwissenschaften aktiv dabei.

    Bei den Mitmachversuchen gab es folgende Angebote:

    • Durch den Einsatz radierbarer Tintenschreiber konnte man mit unsichtbarere Tinte schreiben, diese Schrift aber auch anschließend wieder sichtbar machen.
    • Tenside in Handcremes, Milch und Schokolade wurden getestet, ob sie stabil oder labil sind.
    •  „Wo bleibt der Weichspüler nach der Wäsche?“ – darüber konnte man sich beim Blaufärben mit Weichspüler informieren.
    • Theaterblut verschwindet!

    Aus dem Bereich „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ zeigten Schülerinnen aus den Bereichen Biologie und Physik ihre diesjährigen Arbeiten. In ihrem Projekt „Stromerzeugung durch Abwärme“  zeigten Vicky Scheider und Theresa Huntemann (beide E2) wie man  den Seebeck-Effekt nutzen kann um Wärmedifferenzen in Strom umzuwandeln. Celine Baral und Johanna Schulder (7E) hatten ihre Achatschnecken mitgebracht. In ihrem Projekt untersuchten sie die Lernfähigkeit und Nahrungssuche von Achatschnecken. Frau Dr. Knauer hatte alle organisatorischen Fäden in der Hand, bei der Aufsicht wurde sie unterstützt durch Frau Herber-Platten, Herrn Kurz und Frau Glomski.

    Folgende Schülerinnen betreuten die Experimente: Hannah Adam, Lara Zerr, Jana Schulz, Lea Schneider, Laura Löser, Nicole Wittmann, Yasmin Douahem, Maike Seebaß und Olivia Wachtel. Vielen Dank für euren Einsatz.

    M. Glomski, 04.03.2015

    Vier Platzierungen und drei Sonderpreise für die Liebfrauenschule

    • L.Löser und Y.Douahem; Identifizierung mittels einer Software
    • E. Fritz und C. Chalwatzis; Tolle blaue Knolle
    • C. Baral und J. Schulder; Lernfähigkeit Achatschnecken
    • M. Vollmer u. L.Thümmel, Lebensmittelkonservierung

    Abermals glänzte die Liebfrauenschule mit großer Präsenz und erfolgreichem Abschneiden bei den Regionalentscheiden von Jugend-forscht in Lampertheim und Darmstadt.

    Bereits donnerstags traten Nele (5e) und Lara Kulke (8c) mit dem Thema „Blutzuckerveränderung bei Diabetes“ in Darmstadt an, da sie samstags bei Regionalwettbewerb Bergstraße verhindert waren. Die beiden hatten die Blutzuckerveränderungen einer Diabetikerin bei verschiedensten Tätigkeiten und nach Aufnahme verschiedener Nahrung untersucht und erreichten mit ihrem Projekt den 2. Platz in der Sparte „Schüler experimentieren“, Biologie. In der gleichen Sparten belegten Celine Baral und Johanna Schulder (7E) mit ihrem Projekt „Lernfähigkeit und Nahrungssuche von Achatschnecken“ ebenfalls den 2. Platz in Lampertheim. Sie hatten mit Achatschnecken aus dem Schulvivarium der LFS Verhaltensversuche durchgeführt um herauszufinden, wie sich diese Tiere bei der Nahrungssuche orientieren. In der Sparte Biologie „Jugend forscht“ für Schülerinnen ab 15 Jahren, war die Konkurrenz groß. Laura Löser und Yasmin Douahem (beide E2) traten hier mit dem Projekt „Identifizierung von Individuen mittels einer Software zur Mustererkennung“ an. Hierbei erprobten sie eine Software zur individuellen Erkennung von Gelbbauchunken anhand von Fotos der Unterseite der Tiere und konnten zeigen, dass die Methode gut funktioniert. Im kommenden Sommer soll die Software benutzt werden um das Ausbreitungsverhalten dieser gefährdeten Amphibienart zu untersuchen.

    Magarita Vollmer und Luise Thümmel (beide Q4) setzten ihr Projekt aus dem Vorjahr fort und beschäftigten sich mit der Möglichkeit der Lebensmittelkonservierung mittels bakterienhemmender Pflanzenextrakte. Hierbei stellten sie fest, dass Extrakte aus Walnussschalen besonders wirksam sind. Die Jury würdigte die Arbeit mit dem 3. Platz in der Sparte Biologie.

    Die Arbeit „Tolle blaue Knolle“ von Charis Chalwatzis (8A) und ihrer Freundin Elisabeth Fritz (E2, am AKG) beschäftigte sich mit blau-violetten Kartoffelsorten und den Farbveränderungen ihrer Farbstoffe bei verschiedenen pH-Werten. Diese Arbeit erhielt den Sonderpreis der IHK Darmstadt „Das beste Experiment für den Schulunterricht“.

    Auch in der Sparte Physik war die LFS mit dem Projekt „Stromerzeugung durch Abwärme“ von Vicky Scheider und Theresa Huntemann (beide E2) vertreten. Die beiden nutzten den Seebeck-Effekt um Wärmedifferenzen in Strom umzuwandeln. Auch wenn die bisher erreichten Stromstärken noch gering sind, würdigte die Jury die Arbeit mit dem 2. Platz. Zusätzlich erhielten beide ein Forschungspraktikum im Fachbereich Physik der TU Darmstadt als weitere Anerkennung.

    Der Sonderpreis für einen engagierten Projektbetreuer wurde in diesem Jahr an Dr. Nicolas Chalwatzis verliehen.

    Mit den insgesamt 11 Schülerinnen der LFS, die mit sechs Projekten am Jugend-forscht Wettbewerb teilnahmen, wurde die Anzahl teilnehmender Mädchen durch die LFS enorm gesteigert, was deutlich wird wenn man sieht, dass von 48 Teilnehmern in Lampertheim insgesamt nur 18 weiblich waren.

    Neben den Schülerinnen durften mit Elias Chalwatzis, Christian Brudy und Daniel Crusius auch drei Jungs (alle Q4 am Goethe-Gymnasium) die Chemieräume der LFS für ihre Forschungsarbeiten nutzen. Die drei reichten gleich zwei Projekte in der Sparte Chemie ein. Mit dem Projekt das sich mit der quantitativen Charakterisierung wässriger Akkusysteme beschäftigte, errangen sie den 1. Platz in Chemie und zogen damit in den hessischen Landeswettbewerb ein. Das Projekt „Detonation von Alkalimetallen?!“ wurde mit dem 2. Preis prämiert. Zusätzlich wurde letztgenanntes Projekt mit dem  Sonderpreis „150 Jahre BASF“ ausgezeichnet, wofür jedem der drei ein I-Phone 6 überreicht wurde.

    Dr. N. Chalwatzis

    19.02.2015

    Jugend forscht 2015: Bensheimer Jugendliche für den Landesentscheid in Darmstadt qualifiziert

  • V. Schneider und T. Huntemann; Stromerzeugung durch Abwärme
  • Ein Kniff – und Schulbücher werden nie mehr vergessen

    Daniel Schröter wollte wissen, ob Haarspray schädlich ist. Eigentlich hat er für seine Frisur immer Haarwachs benutzt, das hat aber nie so richtig gehalten. "Meine Freunde haben gemeint, ich soll doch einfach Spray nehmen", erzählt der 14-Jährige vom Bensheimer Goethe-Gymnasium. Doch so einfach wollte es sich Schröter nicht machen. Ist Haarspray nicht schädlich

    Seine Ergebnisse präsentierte er jetzt beim Regionalwettbewerb Jugend forscht im BASF-Standort in Lampertheim. Weil Daniel Schröter allerdings noch so jung ist, nimmt er an der Juniorsparte teil, die sich Schüler experimentieren nennt. Insgesamt präsentierten am Samstag 48 Schüler in beiden Wettbewerben ihre Forschungsergebnisse. Schulen aus Bensheim, Heppenheim, Seeheim-Jugenheim und Bürstadt nahmen daran teil. Eine Jury bewertete die Ergebnisse. Bei der Siegerehrung am Nachmittag dann die freudige Nachricht: Auch zwei Schülergruppen aus Bensheim landeten auf dem ersten Platz. Sie dürfen nun am 11. und 12. März beim Landesentscheid in Darmstadt mitmachen (der BA hat berichtet).

    Fingerabdruck der Gelbbauchunke

    Es ist das erste Mal, dass die BASF den Regionalentscheid ausrichtet. Bislang hatte RWE die Schüler ins Bibliser Kraftwerk eingeladen. Doch seitdem klar ist, dass die Tage des Standorts in Biblis gezählt sind, wollte der Energieversorger den Wettbewerb abgeben. "Wir werden es auf jeden Fall in den kommenden Jahren übernehmen", sagte der Lampertheimer BASF-Standortleiter Dr. Helmut Prestel. Und das Chemie-Unternehmen hat auch gleich eine Neuerung eingeführt: "Wir haben die Veranstaltung auf einen Samstag gelegt", sagt Prestel. Damit auch Eltern und Lehrer dabei sein können, um sich die Projekte der Schüler anzuschauen.

    Beeindruckende Projekte, wie das von Daniel Schröter. Zuerst hat er seine Haarspray-Wassermischung auf Kresse geträufelt und dann das Wachstum der Pflanzen kontrolliert - Ergebnis: "Die Pflanzen, auf die ich das Haarspray aufgetragen habe, wuchsen langsamer." Dann wollte er wissen, wie sich Pantoffeltierchen in der Haarspay-Mischung vermehren: "Auch hier beeinflusste das Haarspray die Tiere negativ." Doch das Projekt ist seiner Meinung nach noch nicht ganz fertig. "Es wäre interessant zu wissen, welche Inhaltsstoffe der Sprays in die Umwelt gelangen, und welche auf dem Kopf", sagt Schröter.

    Weiter forschen wollen auch die Schülerinnen Laura Löser und Yasmin Douahem von der Bensheimer Liebfrauenschule. Sie haben herausgefunden, dass jede Gelbbauchunke ein anderes Muster aufweist. Die Schülerinnen haben eine Datenbank mit Bildern der Tiere angelegt. Die Software kann das gelb-schwarze Muster jeder Gelbbauchunke lesen wie einen Fingerabdruck. "Das System analysiert das Muster und weiß, welches Tier es ist", erklärt Laura Löser. "Wie die NSA, nur für Gelbbauchunken."

    Die beiden Schülerinnen haben die Bilder für ihre Datenbank nicht selbst aufgenommen, sondern sie von Forschern zur Verfügung gestellt bekommen. "Wir wollen aber bald selbst Gelbbauchunken suchen und sie fotografieren", sagt Yasmin Douahem. Dann können sie mit der Software untersuchen, ob die Tiere wandern oder in welchen Gebieten sie sich gerne aufhalten.

    Algen statt Lithium

    Eine Software benutzen auch Nils Kulmbacher und Moritz Julian Weber vom Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim. Den beiden 13-Jährigen ist aufgefallen, dass viele ihrer Freunde immer ihre Schulbücher daheim vergessen. Sie haben deshalb "FameBook" entwickelt. Ein Programm, das mithilfe eines Scanners und eines Chips erkennt, ob ein Buch im Schulranzen fehlt. "Auf dem Server liegt eine Datenbank mit dem Stundenplan", erklärt Kulmbacher. Der Scanner ist an der Zimmertür angebracht und erkennt, welche Bücher sich im Ranzen befinden.

    Über den ersten Platz im Bereich Biologie durfte sich am Ende eine Schülergruppe der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim freuen: Johann Liebeton und Leon Werner, beide 18 Jahre alt, wollten mithilfe von Algen aus lokalen Gewässern Phosphat gewinnen. Und die zweite Siegergruppe belegte mit ihrem Projekt "Qualitative Beschreibung wässriger Akkusysteme" den ersten Platz im Bereich Chemie. Christian Brudy, Daniel Crusius und Elias Chalwatzis vom Bensheimer Goethe-Gymnasium zeigten mit ihrem Projekt, dass es Alternativen zum Lithium in Akkus gibt, nämlich wässrige Elektrolyte. Mit solchen Akkusystemen haben die Schüler Versuche durchgeführt.

    Gewinner des Regionalwettbewerbs von Jugend forscht

    Bereich Arbeitswelt: "Trockengang 2.0", Jonatan Müller und Daniel Hartley; Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim.

    Bereich Biologie: "Biologisches Phosphat-Recycling mittels Algen", Johann Liebeton und Leon Werner; Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim.

    Bereich Chemie: "Qualitative Beschreibung wässriger Akkusysteme", Christian Brudy, Daniel Crusius und Elias Chalwatzis; Gothe-Gymnasium, Bensheim.

    Bereich Physik: "Verdunstungseigenschaften von Wasser - ein Blick auf die Zukunft der künstlichen Bewässerung", Malte Lemmin und Jeremias Meyer; Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim.

    Bereich Technik: "Kniekraftwerk: Beleuchtungssystem für Läufer ohne Batterien", Tim Lukas Kapell; Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim.

    Schüler experimentieren, Bereich Arbeitswelt: "Automatisches Trinkmodul mit Computeranbindung", Constantin Dyroff, Benjamin Eicher und Niklas Dillen; Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim.

    Corina Merkel, BA, 17.02.2015

    Anspruchsvolle Inhalte fordern zehn hessische Genies

    Vom 21. bis 24. Januar war es wieder soweit: Die besten 10 hessischen Olympioniken waren zum Landesseminar an die TU Darmstadt eingeladen. 4 Tage lang durften alle ein bisschen „Labor- und Forschungsluft“ schnuppern. Wie kultiviert und identifiziert man Bakterien, wie isoliert man von transformierten Bakterien produzierte Enzyme? Diese und viele andere Fragen fanden ihre Antworten und Ergebnisse in vielen Experimenten.Die LFS war vertreten durch Luise Thümmel, die es bei der Biologieolympiade in der zweiten Runde unter die 10 besten Hessen geschafft hatte.

    Pressebericht Darmstädter Echo, 23.01.2015:

    Naturwissenschaften – Zur Vorbereitung auf die Biologie-Olympiade kommen Oberstufenschüler im Institut für Mikrobiologie und Genetik der TU zusammen

    Weiße Arbeitskittel, Bunsenbrenner, Pipetten, Reaktionsgefäße, Fläschchen mit Ethanol und all den anderen Flüssigkeiten, die in einem Biologie-Labor nicht fehlen dürfen: Es ist angerichtet für die zehn Oberstufenschüler aus Hessen, die beim Landesseminar der Internationalen Biologie-Olympiade am Institut für Mikrobiologie und Genetik der Technischen Universität Darmstadt (TUD) mitwirken. Die Jugendlichen, die allesamt in diesem Jahr Abitur machen, lernen dort Grundlagen der Laborarbeit und erhalten Einblicke in die aktuelle Forschung.

    Naomi Gedeon aus Marburg freut sich, dass sie in diesem Kreis „anspruchsvolle Inhalte“ vermittelt bekomme. „In der Schule ist das notgedrungen einfacher strukturiert.“ Sie und die anderen Teilnehmer könnten in diesen vier Tagen mehr lernen als im herkömmlichen Unterricht in einem Monat. Das Programm habe nicht nur hohes Niveau, es erfordere auch harte Arbeit. Vor ein, zwei Jahren habe sie ihr Interesse auch für Biologie entdeckt, sagt die Siebzehnjährige. Die Noten seien allgemein gut, sodass ihrem Wunsch, Medizin zu studieren, wohl nichts im Wege stehe.

    Mikroorganismen, Molmasse und Volumen

    Für fünf der zehn Jugendlichen sind die Versuche mit Mikroorganismen, die sie in mehreren Arbeitsschritten unter anderem aus Lebensmitteln oder Waldboden isolieren, und die Labor-Rechenaufgaben rund um Molmasse und Volumen insofern von besonderer Bedeutung, als ihnen dies als Vorbereitung für die dritte von vier nationalen Ausscheidungsrunden dient. Wie Richard Knapp, Landeswettbewerbsbeauftragter für die Biologie-Olympiade, erläutert, absolvieren die Jungbiologen die ersten beiden Runden an ihren Schulen, die dritte (für die sie sich nun vorbereiten) und die vierte finden in Kiel statt. Jede der insgesamt 50 teilnehmenden Nationen entsendet schließlich eine vierköpfige Mannschaft zum Biologie-Olympiade, dieses Jahr im dänischen Aarhus.

    „Das ist für alle eine zusätzliche Belastung, denn sie machen ja bald Abitur“, sagt Knapp, Lehrer am Gymnasium Michelstadt. Die Fachkenntnisse und die Begeisterung der Teilnehmer seien natürlich abhängig vom Engagement der Fachlehrer, meint der Studienrat. Angesprochen auf die ungleiche Verteilung der Geschlechter (acht Mädchen, zwei Jungen) sagt Richard Knapp, das spiegele die Kräfteverhältnisse ausnahmsweise nicht ganz wider. „Der Anteil der Mädchen, regional wie bundesweit, liegt immer über 50 Prozent, ist hier aber sehr extrem.“ Dass es den Jugendlichen wegen der auf acht Jahre verkürzten Gymnasialzeit an Fachwissen mangele, sei nicht der Fall, „aber in der Ausprägung ihrer Interessen sind sie noch nicht so weit“.

    In Arnulf Kletzin haben die jungen Naturwissenschaftler einen guten Lehrmeister. Der wissenschaftliche Mitarbeiter und Dozent am Institut für Mikrobiologie und Genetik befasst sich mit extremen Mikroorganismen, besonders angetan haben es ihm heiße vulkanische Quellen und die Biochemie des Schwefels. „Hier haben wir es nur mit hoch motivierten Schülern zu tun, mit denen zu arbeiten angenehm ist und die das Niveau fortgeschrittener Studenten haben.“ Man könne durchaus sagen, es seien Genies. Da sei es gut zu verschmerzen, dass in der Schule heutzutage weniger Allgemeinbildung vermittelt werde.

    Nebenan im Labor werden derweil Bakterienkulturen angesetzt. In Kleingruppen dokumentieren die Jugendlichen deren Wachstumskurven, später erforschen sie die den Bakterien entzogenen Proteine. Arbeitsweise und Atmosphäre zeugen von großer Disziplin. Gleichwohl ist den Mädchen und Jungen anzumerken, dass sie mit Eifer und Freude bei der Sache sind.

    Schülerinnen der LFS nehmen am „Explore Science“-Wettbewerb teil

    Um Punkt 09.32 Uhr fuhr unser Zug Richtung Mannheim in Bensheim ab. In Mannheim liefen wir dann schnell zur Straßenbahn und stiegen an der Haltestelle "Luisenpark" aus. Endlich hatten wir unser Ziel, den Luisenpark Mannheim, erreicht. Im Luisenpark fand an diesem Tag ein Wettbewerb rund um die Naturwissenschaften statt. Auf diesen Wettbewerb hatten wir, drei 6.Klässlerinnen (Moira Baum, Helene Graf und Karlotta Seybold) uns sehr lange vorbereitet. Der Wettbewerb trug den Namen "Explorer Science". Hierfür hatten wir uns im Rahmen des Forschungslabors bei Frau Flechsig an der LFS lange Zeit vorbereitet. Laut Wettbewerbsaufgabe sollten wir ein Sandmonster bauen. Dieses sollte auf Sand fahren können und wie ein Monster aussehen.

    Im Luisenpark mussten wir uns erst einmal anmelden und bekamen einen "Stellplatz" für unser Monster zugewiesen. Ziemlich bald begann der Wettbewerb. Viele Monster schafften es nicht über die 2,5 Meter lange Strecke, die mit Vogelsand bedeckt war, unseres leider auch nicht. Nachdem die Jury unser Monster begutachtet hatte, hatten wir noch Zeit, den Luisenpark zu besichtigen. Erst um 16.00 Uhr begann die Siegerehrung.

    Dieser Tag war ein ganz toller Tag, an dem wir viele neue Erfahrungen gemacht hatten und wir sind uns alle sicher, dass wir nächstes Jahr wieder mitmachen werden.

    Karlotta Seybold (Klasse 6A, LFS)

    Die fünf Jungforscherinnen der Liebfrauenschule sind aus Sheffield zurück

    • Laura Löser, Olivia Wachtel, Theresa Huntemann,Yasmin Douahem und Alessia Günther (Klasse 9a)

    Im Rahmen des ersten internationalen, von der EU geförderten, Projektes "Chain Reaction" fand im März die erste "Express Yourself Conference" in Heidelberg statt. Es gewann ein Team der Liebfrauenschule Bensheim (der BA berichtete) und erhielt 2000 Euro Preisgeld für weitere Forschungsprojekte innerhalb der Schule. Die Schülerinnen Yasmin Douahem, Olivia Wachtel, Laura Löser, Alessia Günther und Theresa Huntemann aus der Klasse 9a hatten dafür zum Thema "Green Heating" unter der Betreuung von Annette Flechsig geforscht und sich mit erneuerbaren Energien in Bezug auf Sonnenkollektoren beschäftigt. Sie hatten sogar ein Modell eines Sonnenkollektors nachgebaut und dieses zusammen mit ihren Ergebnissen in einem überzeugenden Vortrag dargelegt. Der Gewinn der Veranstaltung war eine Reise nach Sheffield, wo die Schülerinnen in der letzten Woche nochmals zusammen mit den Gewinnern der weiteren elf teilnehmenden Länder ihr Projekt vorstellten.

    Die Reise nach Sheffield

    Die Wetterlage zwischen Deutschland und England sorgte zunächst für einen unruhigen Reisebeginn. Nach der Landung des Teams aus der Liebfrauenschule in Manchester, das von ihrer Chemielehrerin Annette Flechsig und Dr. Nico Chalwatzis begleitet wurde, nahm man den Zug nach Sheffield und knüpfte erste Kontakte mit den anreisenden Teams aus elf weiteren europäischen Ländern.

    Im beschaulichen Sheffield wurde das Team der Liebfrauenschule am Hotel von Mitarbeitern des Projektes begrüßt und zusammen mit allen anderen Teams zu einem festlichen Dinner geladen. Die einzelnen Tische waren mit den Landesflaggen geschmückt, so dass man sich dort wohl aufgenommen fühlte.

    Nach dem Dinner gab es noch etwas Zeit, um noch eine kleine Erkundungsrunde durch Sheffield zu starten. Am Morgen danach wurde schon vor dem Frühstück ein letztes Mal die Präsentation geübt. Die Aufregung der Schülerinnen stieg und eine Frage bewegte die Mädchen besonders: War das Paket rechtzeitig angekommen? Hatte das Modell des Sonnenkollektors die Reise ohne Schäden überstanden? Bei der Anmeldung dann die freudige Überraschung: Ja! Dem Modell des selbst gebauten nochmals mit Kupferrohr und Spiegeleinsätzen verbesserten Sonnenkollektors, dem Zentrum ihrer Forschungen, ging es gut - es freute sich auf seinen Einsatz. Neben der Präsentation gestalteten die Schülerinnen auch ein Poster zur ihren Forschungsergebnissen gestaltet. Dieses wurde nun stolz aufgehängt und der Tagesablauf ein letztes Mal im Programm überprüft.

    Die Vorträge

    Um 9:30 Uhr ging es dann endlich mit den ersten Vorträgen los. Zwölf sehr beeindruckende Präsentationen standen beim Initiator und Koordinator des Projektes, bei der Sheffield Hallam Universität, auf dem Programm. Der Hörsaal war stimmungsvoll eingerichtet und jedem im Zuschauerraum wurde bewusst, dass hier eine echte Wissenschaftskonferenz tagte. Neben den spannenden Vorträgen gab es auch kulturelle Unterschiede zu bestaunen. Schuluniformen sind in Deutschland nicht üblich - und obschon man im Englischunterricht davon gehört hatte - war es etwas anderes, so viele Schülergruppen in diesen einmal live bestaunen zu dürfen.

    Als vorletzte waren die Liebfrauenschülerinnen an der Reihe. Sie lieferten einen souveränen Vortrag und meisterten anschließend gestellte Verständnisfragen von Publikum und Jury in englischer Sprache bravourös. Den Abschluss bildete der beeindruckende Vortrag von Professor Lord Robert Winston.

    Aber gewonnen haben die Liebfrauenschülerinnen dieses Mal leider nicht. Siegreich war die Gruppe aus Bulgarien, welche sich dem Thema: "Plants in Space" gewidmet hatte. Sie zeigten eine Prezi-Präsentation, der Jury wurde ein selbstentwickeltes Getränk gereicht (Kommentar: "interessanter Geschmack"), Ernährungspläne wurden erstellt, Experimente zur Wasseraufbereitung und zum Pflanzenwachstum entwickelt. Ein rundum gelungener Vortrag. Viel zu früh waren die Zeichen auf "Abreise" gestellt. Die Schülerinnen von der LFS hatten vor allem Bekanntschaft mit der Gruppe aus der Türkei gemacht und gemeinsam den botanischen Garten in Sheffield erkundet. Ob aus dieser Begegnung ein Forschungskontakt oder besser noch Freundschaften erwachsen, wird die Zukunft zeigen.

    Schülerinnen der Liebfrauenschule auch beim Jugend-forscht Landeswettbewerb in Darmstadt erfolgreich

  • L. Thümmel, M. Vollmer
  • Die beiden Liebfrauenschülerinnen Margarita Vollmer und Luise Thümmel (derzeit in der Q2) sind die Siegerinnen des Jugend-forscht Regionalwettbewerbs im Fachbereich Biologie. Bei der Vielzahl der Arbeiten in diesem Bereich ist dies ein besonders schönes Ergebnis.

    Mit dem 1. Preis hatten sich die beiden auch für den hessischen Landeswettbewerb qualifiziert, der von der Firma Merck in Darmstadt organisiert wurde. Hier traten die Sieger aller hessischen Regionalwettbewerbe gegeneinander an, um den Landessieger zu ermitteln. Bei diesem Landeswettbewerb konnten die beiden mit ihrer Arbeit über Methoden zur Eindämmung des Wachstums von Bakterien den dritten Platz belegen, was als beachtlicher Erfolg zu werten ist.

    Methoden zur Eindämmung des Wachstums von Bakterien
    Die beiden hatten sich gefragt, ob man das Wachstum von Bakterien auf Lebensmitteln durch Gewürze und andere Aromastoffe eindämmen kann. Da diese Arbeit in der Schule nicht möglich gewesen wäre, erkundigten sie sich bei Firmen und Hochschulen und fanden bei der B.R.A.I.N. AG in Zwingenberg Unterstützung. Sie durften dort unter Anleitung in einem
    professionellen Biotechnologie-Labor arbeiten. Neben der Möglichkeit, Bakterien unter sterilen Bedingungen zu kultivieren, standen ihnen dort alle modernen molekularbiologischen Methoden zur Verfügung. Damit konnten sie Bakterien von Lebensmitteln isolieren, untersuchen und genau feststellen, um welche Spezies es sich handelte. Es folgten Tests mit Essig, Zitronensaft und den Extrakten aus verschiedensten Kräutern.
    Dabei konnten die beiden zeigen, dass die Kräuter nicht nur gut schmecken, sondern zum Teil auch das Bakterienwachstum deutlich einschränken können. Neben Essig und Zitronensaft waren Kardamon, Bärlauch, Salbei und Petersilie sehr gut geeignet, um das Wachstum von Bakterien zu unterdrücken.

  • Dieser dritte Platz in Hessen spornt die beiden zu weiteren Forschungen an. Aber zunächst einmal machen sich Margarita und Luise Gedanken darüber, wie sich ihre Erkenntnisse im täglichen Umgang mit Lebensmitteln am besten einsetzen lassen.

    N. Chalwatzis, B. Falter

    Forschen und gewinnen

    • Y. Douahem, Theresia Huntemann, Laura Löser und Olivia Wachtel
    • Die Finalistinnen: LFS und J.S.Bach-Gymnasium, Mannheim
    • Siegerehrung

    Sieg eines Teams aus der Liebfrauenschule bei der ersten von der EU geförderten nationalen Express Yourself Conference (nEYC)

    Zehn Gruppen 14- bis 16-jähriger Schülerinnen und Schüler der Rhein Neckar Region präsentierten in den Räumen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg die Ergebnisse ihrer eigenen Forschungsprojekte, in denen sie Probleme aus dem Bereich „Erde und Universum“ bearbeitet haben – und dies zeitgleich mit jeweils zehn weiteren Schülergruppen aus elf Ländern. Dieses europäische Bildungsprojekt „Chain Reaction“ wird mit einem Budget von 3,6 Millionen Euro von der EU finanziert und soll das Interesse am forschend-entdeckenden Lernen an authentischen Fragestellungen im Naturwissenschaftsunterricht stärken. Leiterinnen des Projektes an der PH Heidelberg waren Dr. Nicole Marmé und Dr. Manuela Welzel-Breuer.

    Das Finale
    Im Finale standen sich Schüler und Schülerinnen der 10. Klasse des Johann-Sebastian-Bach Gymnasiums Mannheim und Schülerinnen aus der 9. Klasse der Liebfrauenschule in Bensheim gegenüber. Alle Zuhörer waren von den funktionstüchtigen Phepps, das sind mobile Miniaturgeneratoren, mit denen geringe Mengen an elektrischem Strom produziert (oder richtiger gewandelt) werden können, begeistert. Aber dann trat das Team der Liebfrauenschule mit Yasmin Douahem, Alessia Günther, Theresia Huntemann, Laura Löser und Olivia Wachtel an, die von ihrer betreuenden Lehrerin Annette Flechsig begleitet wurden. Im Projekt „Green Heating“ sollten sie herausfinden, wie eine Oberfläche beschaffen sein muss, um Infrarotstrahlung am besten zu absorbieren. In vielen intensiven, kleinschrittigen Versuchen erprobten sie die bestgeeignetsten Komponenten für einen selbst gebauten Wärmekollektor und fertigten diesen anschließend fachkundig an. Hierbei zeigten die Schülerinnen eine erstaunliche wissenschaftliche Sorgfalt – jede Komponente wurde in aufwendigen Versuchsreihen zunächst einzeln betrachtet und anschließend im Zusammenspiel mit den anderen getestet. Zu jedem Einzelteil hatten sich die Schülerinnen Gedanken gemacht, welche Funktion es im Gesamtgefüge übernehmen sollte und überprüft, ob es für ihr Modell geeignet ist. In einem spannenden Duell konnten die Schülerinnen der Liebfrauenschule den Sieg für sich entscheiden, auch weil das souveräne Auftreten und die Präsentationsweise gefielen.

    • Antonia Bauer, Pauline Marienfeld und Lea Hartmann (E2)

    Ein anderes Team aus der LFS hatte sich mit der Wasser- und Sauerstoffversorgung von Astronauten auf einer ca. 800-tägigen Marsreise auseinandergesetzt. Umfangreiche Analysen und ein eigenes Pflanzenexperiment führten zu zahlreichen Ideen und einem Bewässerungsmodell für zukünftige Raumschiffkonstruktionen. Der Betreuer dieses Teams war Dr. Nicolas Chalwatzis.

    Für die erfolgreiche Teilnahme der Schülerinnenteams an diesem Forschungsprojekt erhielt die LFS 2000 Euro, mit denen weitere Forschungsprojekte finanziert werden können.

    Endrunde in Sheffield

    In der Zeit vom 12.-14. Mai werden die fünf Schülerinnen zum Initiator und Koordinator des Projektes, an die  Sheffield Hallam Universität (Großbritannien), reisen und dort mit ihren Forschungsergebnissen gegen die Siegerteams aus den anderen elf EU-Ländern antreten. Bis dahin wird die Absorbtionsfähigkeit des Wärmekollektors nach Aussage der fünf Schülerinnen mit Kupferrohr und Spiegeleinsätzen noch verbessert werden. Man kann also auf das Ergebnis in Sheffield gespannt sein.

    B. Falter

    Express Yourself Conference Heidelberg

    • A. Bauer, P. Marienfeld und L. Hartmann (E2): "Plants in space"
    • L.Löser, O. Wachtel, Y. Douahem, A. Günther und T. Huntemann (9. Klasse): „Green Heating“
    • Die glücklichen Siegerinnen

    Im Rahmen des internationalen Projektes „Chain Reaktion“ fand am 21.03.2014 die erste „Express Yourself Confernce“ in der pädagogischen Hochschule Heidelberg statt. Dafür hatten sich die Schülerinnen und Schüler vorher als Forscher mit interessanten Fragen zum Thema Nachhaltigkeit beschäftigt.

    Schon Wochen vorher hatten die Forscherinnen und Forscher begonnen, sich darüber Gedanken zu machen, wie man sich Pflanzen auf einem langen Marsflug zu Nutze machen könnte, wie man Müll am besten abbaut oder wie man bestimmen kann, ob ein Meteorit auf die Erde treffen wird. Einige haben ihre Fragen auch praktisch erforscht, so wurden zum Beispiel eine Webseite zum Thema Urknall, ein Sonnenkollektor und ein mobiles Wasserkraftwerk entwickelt.

    Die Ergebnisse ihrer Arbeiten durften die Forscher nun im Wettbewerb mit den anderen Forscherteams einer Jury präsentieren. Insgesamt traten zehn Teams aus fünf verschiedenen Schulen gegeneinander an. Außer der Liebfrauenschule waren die Pestalozzischule Mannheim, das J.S. Bach-Gymnasium Mannheim, das Gymnasium Gammertingen und das Gymnasium Englisches Institut Heidelberg mit jeweils zwei Teams dabei.

    Nach einer kurzen Begrüßung durch die Rektorin der pädagogischen Hochschule und Vorstellung des Projektes ging es endlich los mit der Präsentation der Forschungsergebnisse. Dies geschah gleichzeitig in zwei verschiedenen Räumen und wurde jeweils von einer dreiköpfigen Jury beurteilt. Für die Liebfrauenschule traten  Antonia Bauer, Pauline Marienfeld und Lea Hartmann (alle E2) zu dem Forschungsthema „Plants in Space“ an. Sie haben erforscht, wie man Pflanzen bei einem langen Marsflug als Nahrungsquelle und Sauerstoffspender nutzen könnte. Außerdem hatten Laura Löser, Olivia Wachtel, Yasmin Douahem, Alessia Günther und Theresa Huntemann (alle 9. Klasse) zu dem  Thema „Green Heating“ geforscht. Sie haben sogar eine eigene Solarzelle entwickelt, deren Funktionsweise sie auch während ihres Vortrages demonstrierten.

    Nachdem alle ihre Forschungsprojekte vorgestellt hatten, konnten sich erst einmal alle mit einem kleinen Mittagsimbiss stärken. Anschließend zeigten noch zwei Studenten in Vorträgen zu Viren und Proteinen und Antikörpern, wie Forschung später im größeren Stil aussehen kann. Bevor es zum spannenden Finale zwischen den Siegerteams aus den einzelnen Gruppen kam, wurden in der Poster-Session noch weitere Forschungsergebnisse in Form von Plakaten präsentiert. Auch hier war die LFS durch Jule Fendel und Catalina Gruß mit einem Forscherteam vertreten. Danach wurde es richtig spannend, die Jury gab bekannt, wer es ins Finale geschafft hat. Die Forscherinnen von der LFS zu dem Thema „Green Heating“ hatten mit ihrem Vortrag die Jury überzeugt und mussten jetzt im Finale gegen fünf Mädchen aus dem Bach-Gymnasium Mannheim antreten. Diese hatten ein transportables Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung gebaut. Doch Laura, Olivia, Yasmin, Alessia und Theresa überzeugten mit ihrer so eindrucksvoll funktionalen Solarzelle erneut die Jury. Für sie geht es jetzt in die zweite Runde nach Sheffield, wo sie gegen die Siegerteams aus 11 weiteren Nationen antreten werden.

    Laura Sophie Rönnau, Q2

    Liebfrauenschule mit drei ersten Plätzen, einem dritten Platz und zahlreichen Sonderpreisen wieder erfolgreich

    • L. Thümmel und M. Vollmer
    • A. Armada-Hamm, C.Chalwatzis
    • Nach der Preisvergabe
    • N. Thomas
    • F. Degener, E. Gross

    Die Liebfrauenschule Bensheim war 2014 das vierte Mal in Folge erfolgreich beim „Jugend forscht“ Regionalwettbewerb in Biblis vertreten. Dies ist auch insofern bemerkenswert, da Mädchen bei diesem Wettbewerb immer noch in der Minderheit sind. So waren nur 20 von 56 angemeldeten Teilnehmern weiblich und standen damit fast doppelt so vielen Jungs gegenüber. Zwölf der zwanzig Teilnehmerinnen kamen von der LFS.

    Die Schülerinnen der Liebfrauenschule traten in sechs Teams mit ebenso vielen Projekten an. Die Bilanz der Platzierungen kann sich ebenfalls sehen lassen: Drei erste Preise und ein dritter, sowie ein Sonderpreis.

    Die Sparte Biologie / Zwei 1.Plätze bei „Jugend forscht“

    Mit insgesamt elf Arbeiten war die Sparte Biologie bei den Teilnehmern besonders beliebt und die Konkurrenz entsprechend groß. Die LFS-Schülerinnen Lara Kulke und Carola Simrock (beide 12 Jahre, 7. Klasse) belegten mit Ihrem Projekt „Blutzucker-Veränderungen bei einer Diabetikerin“ den ersten Platz bei „Schüler experimentieren“, der Altersgruppe der maximal 14-jährigen. Sie bestimmten den Blutzuckerverlauf bei Laras Schwester nach dem Genuss verschiedener Lebensmittel und bei unterschiedlicher Aktivität und zogen interessante Schlüsse daraus. Die beiden nahmen bereits im letzten Jahr erfolgreich am Wettbewerb teil. In der gleichen Sparte traten auch die Schülerinnen der siebten Klasse Fenja Degener und Elena Gross an, die sich mit der Abhängigkeit des Nitrat und Vitamin C Gehaltes von Obst und Gemüse von der Herkunft und den Kulturbedingungen beschäftigt hatten und hierfür einen Preis von RWE erhielten.

    Margarita Vollmer und Luise Thümmel (beide Q2) fragten sich, ob man das Wachstum von Bakterien auf Lebensmitteln durch Gewürze und andere Aromastoffe eindämmen kann. Da diese Arbeit in der Schule nicht möglich gewesen wäre, erkundigten sie sich bei Firmen und fanden bei der B.R.A.I.N. AG in Zwingenberg Unterstützung. Sie durften dort unter Anleitung in einem professionellen Biotechnologie-Labor arbeiten. Die Arbeit und die Ergebnisse der beiden würdigte die Jury mit einem ersten Platz bei „Jugend forscht“, also in der Altersgruppe ab 15 Jahren. Hiermit sind Margarita und Luise für den Landeswettbewerb in Darmstadt qualifiziert, der am 26. und 27. März bei der Firma Merck stattfindet.

    Ebenfalls in der Sparte „Jugend forscht“ war Nicola Thomas (E2) mit dem Thema „Untersuchung von Fluoreszenzfarbstoffen in Pflanzen angetreten“. Sie hat fluoreszierende Farbstoffe aus verschiedenen biologischen Materialien isoliert. Diese sollen auf ihre Eignung zur Lebensmittelkennzeichnung untersucht werden, was ebenfalls mit einem Preis von RWE bedacht wurde.

    Die Sparten Chemie und Physik

    Die Schülerinnen Charis Chalwatzis und Alisia Armada-Hamm (beide 8. Klasse) stellten sich die Frage, wie sich Pflanzen vor Sonnenbrand schützen und untersuchten, wie gut UV-Strahlung von verschiedenen Pflanzenextrakten abgeschirmt wird. Dabei kam heraus, dass unter anderem Pfefferminztee einen sehr guten Sonnenschutzfaktor enthält. Das Projekt erhielt den ersten Preis in der Sparte Chemie „Schüler experimentieren“. Die Arbeit, welche mit UV-Perlen durchgeführt wurde, die sich im UV-Licht bunt verfärben, erhielt weiterhin den Sonderpreis für „Das beste Experiment im Schulalltag“.

    Mit der Arbeit von Natalie Härtel und Tabea Schaller (beide E-Phase) „Versuche zu Interferenzen bei der Herstellung von Lackschichten“ war die LFS auch in der Sparte Physik vertreten. Die Schülerinnen stellten Nanoschichten her, welche durch die Reflexion von Licht an dünnen Schichten farbig erscheinen. Sie versuchten damit, einen Nagellack auf der Basis von Interferenzfarben zu entwickeln. Letzteres stellte sich als nicht ganz einfach heraus. Die Jury würdigte die Arbeit mit dem dritten Platz in der Kategorie „Jugend forscht“.

    Nico Chalwatzis, Beate Falter

    Jugend forscht 2014: Junge Tüftler mit Blick für clevere Ideen

    Ein Mitschüler war verletzt. Ein paar Wochen kam er im Rollstuhl in die Schule. Seine Klassenkameraden fragten sich, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt, sitzend mobil zu sein. Dass sie dabei an ein selbst konstruiertes Luftkissenfahrzeug dachten, prädestinierte sie zur Teilnahme an "Jugend forscht".

    Außergewöhnliche Ideen, clevere Umsetzung und kreative Lösungen waren gefragt beim sechsten Regionalwettbewerb Bergstraße, der gestern im Bibliser Kraftwerk helle Köpfe und neugierige Besucher zusammenbrachte. Im Rahmen des 49. Bundeswettbewerbs präsentierten die Schüler ihre eindrucksvollen Forschungsergebnisse - fast alle mit technologischem Weitblick ausgestattet. Die meisten Teilnehmer hatten einen praktischen Nutzwert im Hinterkopf, als sie ihre Projekte vor einem Dreivierteljahr starteten.

    Ein leuchtender Barcode und ein Sonnenschutzmittel

    Obst ist gesund, Papier eher weniger. Nicola Thomas und Karoline Robenek (beide 16) von der Liebfrauenschule (LFS) in Bensheim hatten die Nase voll von den kleinen Aufklebern auf dem Pausenapfel und wollten ein neues, unsichtbares und geschmacksneutrales Markierungsmittel erfinden. Also haben sie Licht abgebende Stoffe aus Eierschalen, Kastanien und Mahonien isoliert. Das Ziel: ein fluoreszierender Barcode.

    "Einige der Farbstoffe sind mehrere Wochen haltbar", erklärt Nicola Thomas, die sich mit ihrer Kollegin einmal die Woche zum Experimentieren getroffen hat. Dabei haben sie allerdings auch festgestellt, dass sich die Leuchtstoffe leicht von der Oberfläche der Obstschalen abwischen lassen. Die jungen Forscherinnen wollen auch dafür eine Lösung finden.

    Appetitlich spannend ging es bei ihren LFS-Kolleginnen Margarita Vollmer und Luise Thümmel zu. Die beiden Oberstufenschülerinnen wollten das natürliche Verderben von Lebensmitteln verzögern, indem sie die dafür zuständigen Bakterien kenntlich machen und passgenaue Hemmstoffe suchen. Und weil bakteriologische Versuche in der Schule nicht zulässig sind, haben die Profis der Zwingenberger BRAIN AG ihr Labor geöffnet. Luise Thümmel erklärt: Wer seinem Apfel ein längeres Leben schenken will, sollte ihn zum Beispiel mit Salbei oder Bärlauch benetzen - wenn einen das zusätzliche Aroma nicht stört. Mit einem ersten Platz im Gepäck fahren die beiden zum Landeswettbewerb.

    Pfefferminze duftet gut. Und das ist auch wichtig, wenn man sich das Sonnenschutzmittel von Charis Chalwatzis und Alisia Armada-Hamm unter die Nase reiben will. Die beiden Liebfrauenschülerinnen sind gerade erst 13 Jahre jung und haben einen UV-Blocker auf der Basis von Minze entwickelt. "Auf den angegebenen Lichtschutzfaktor von Sonnencremes ist nicht immer Verlass", haben sie herausgefunden. Die Jury kürte sie zum Sieger, dazu gab es einen Sonderpreis als bestes Experiment für den Schulalltag.

    Die Idee zum Projekt kam ihnen bei der Frage, wie sich Pflanzen vor der Sonne schützen. Experimentiert haben sie mit UV-Perlen, ein leuchtendes Kinderspielzeug. Das Ergebnis: Grünzeug wie die roten Blätter vom Weihnachtsstern, von Kirschlorbeer und eben auch Minze "verschlucken" sehr viel Licht. "Unser Mittel funktioniert", so Charis, die nun noch die finale Herausforderung bewältigen will: Die Flüssigkeit irgendwie in eine Creme verwandeln.

    Fragen der Expertenjury

    Gestern stand Überzeugungsarbeit im Vordergrund. Am Vormittag fühlte eine 18-köpfige Expertenjury den Jungforschern auf den Zahn. Später hatten Gäste und Pressevertreter Gelegenheit, mit den Tüftlern ins Gespräch zu kommen.

    Auch mit Jonathan Rettig (16) und Sebastian Zill (15) vom Bensheimer Goethe-Gymnasium. Die beiden klugen Köpfe haben sich überlegt, wie man gehbehinderte Menschen besser durch verwinkelte Wohnungen befördern kann. Schnell waren sie sich einig, dass man die Luftkissentechnik auch im Miniaturformat realisieren kann. Bei ihrer Recherche stießen sie auf ein Modell der Uni Mainz. "Das haben wir dann weiterentwickelt", so Sebastian Zill. Mit einer Spanplatte, Folie und sechs kompakten 12-Volt-Elektropumpen entstand ein Prototyp - der funktioniert. Ein Video beweist es. Nur mit der Lenkung hapert es noch. "Der nächste Forschungsschritt", kommentiert das Duo, das zum ersten Mal bei "Jugend forscht" dabei ist. Mit ihrer Idee sicherten sie sich einen zweiten Platz.

    Frühwarnsystem für ICE und Co.

    Alte Wettbewerbshasen sind Elias Chalwatzis (17) und Christian Brudy (16). 2013 waren die beiden mit Mikroalgen unterwegs, jetzt haben die Goethe-Schüler zusammen mit Daniel Crusius (16) nach Alternativen zum raren Metall Lithium für den Einsatz in Akkus gesucht, wie sie in jedem Smartphone oder Laptop verbaut sind. In einem Modellversuch mit Kohleelektroden haben sie herausgefunden, dass auch Speicher mit Natrium- und Magnesiumionen nicht nur tauglich, sondern auch eine preiswerte Lösung sind. Der Lohn: ein erster Platz und das Ticket für die Landesrunde.

    In Biblis wimmelte es von einfallsreichen wie auskunftsfreudigen Forschern. Der 14-jährige Zwingenberger Jonatan Müller (Schuldorf Bergstraße) hat mit seinem Partner Daniel Hartley ein Frühwarnsystem für ICE und Co. entwickelt, das von der Bahn bereits positiv kommentiert wurde. "Aber dafür müssten sie ihr Leitsystem ändern." Eine mit Sensoren ausgestattete "Crash-Draisine" fährt voraus und warnt den nachfolgenden Zug, wenn etwas auf den Schienen liegt. "Todsicher" kommentiert Müller das Konzept. Vielleicht nehmen sie ja den Zug zum Landeswettbewerb - erster Platz für die jungen Sicherheitsexperten.

    Jugend forscht ...

    ... fördert besondere Leistungen und Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren.

    ... wird bis zum Alter von 14 Jahren in der Juniorensparte "Schüler experimentieren" ausgetragen, die mit dem Landeswettbewerb endet.

    ... wurde 1965 vom "Stern"-Chefredakteur Henri Nannen gegründet.

    ... ist dezentral organisiert: Dem Regionalwettbewerb folgen die Runde auf Landesebene (März) in Darmstadt und der Bundeswettbewerb im Mai.

    ... wurde vor sechs Jahren aufgrund hoher Bewerberzahlen als eigener Regionalwettbewerb für die Bergstraße neu gegründet.

    ... wird von Beginn an organisiert vom Zentrum für Chemie (ZFC) in Zusammenarbeit mit dem Kraftwerksbetreiber RWE. Wettbewerbsleiterin ist Margit Knauer vom ZFC.

    Regionalentscheid: Teilnehmerzahl stabil

    Die Teilnehmerzahlen sind stabil: Mit 27 Arbeiten von 56 Teilnehmern war der Regionalentscheid erneut gut besetzt. Davon 23 im Segment "Schüler experimentieren". Fünf Schulen hatten junge Forscher ins Rennen geschickt. Im vergangenen Jahr waren es sieben.

    Wie Wettbewerbsleiterin Margit Knauer (Zentrum für Chemie) mitteilt, sollen in Zukunft weitere Schulen motiviert werden. Besonders viele Teilnehmer kommen aus Schulen, in denen "Jugend forscht"-AG's installiert sind oder wo die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) eine besondere Rolle spielen.

    "Es geht um den Spaß am Experimentieren", so Margit Knauer, die von der sehr kreativen Themenvielfalt beeindruckt war. Auch Kraftwerksleiter Horst Kemmeter äußerte sich begeistert: "Die Auswahl der Themen und ihre Umsetzung sind immer wieder spannend." Der Wettbewerb deckt sechs Fachbereiche ab: Biologie, Chemie und Arbeitswelt, Technik, Informatik/Mathematik sowie Geo- und Raumwissenschaften. Der Schulpreis geht in diesem Jahr ans Goethe-Gymnasium.

    Th. Tritsch, BA, 19.02.2014

    Herausragende Leistungen der LFS

  • Liebfrauenschule wird mit dem Jugend - forscht Schulpreis 2013 ausgezeichnet

     

    Als Würdigung ihres herausragenden Engagements ist die Liebfrauenschule in der vergangenen Woche mit dem Jugend - forscht Schulpreis 2013 in Frankfurt am Main ausgezeichnet worden. Schülerinnen, Lehrer und Schulleitung freuen sich über eine finanzielle Anerkennung in Höhe von 1.000 Euro, die der gesamten Schule zu Gute kommt. Stellvertretend für Schuldirektorin Sabine Nellessen-Kohl nahm der Leiter der Jugend - forscht Projekte, Dr. Nicolas Chalwatzis, den Preis entgegen, der im Welcome Hotel in Frankfurt in Anwesenheit der hessischen Kultusministerin Nicola Beer feierlich übergeben wurde.

    Mit diesem Preis würdigt die Stiftung Jugend forscht e. V.  Schulen bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, die in diesem Jahr hervorragende Leistungen unter Beweis stellen konnten. Wettbewerbsleiter und Jury bewerteten dabei neben der Anzahl (es wurden sechs Projekte eingereicht) vor allem die Qualität der eingereichten Forschungsprojekte (jedes dieser Projekte hatte im Februar bereits eine gute Platzierung erreicht). Beurteilt wurden zudem auch die besondere Förderkultur von Schulen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und der Stellenwert, den der Wettbewerb Jugend - forscht dort einnimmt. Die LFS ist in diesem Schuljahr eine der 80 bundesweiten Gewinnerschulen. Nach mehrmaliger Teilnahme in der Vergangenheit wurde an der Liebfrauenschule seit 2010 eine ständige Jugend-forscht AG für alle Jahrgangsstufen eingerichtet. Die Anzahl der Projekte konnte mit zunächst zwei (Wettbewerb 2011) über vier auf zuletzt sechs (2013) jährlich gesteigert werden, die alle erfolgreich abgeschnitten haben.

    Notizen zu der Preisverleihung

    „Mit dem Preisgeld können die prämierten Schulen dringend benötigte Materialien für den naturwissenschaftlichen Unterricht anschaffen. Angesichts knapper Etats stellt dies eine große Hilfe dar“, sagte Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Der Schulpreis soll auch künftig als Anreiz für Schulen wirken, innovative pädagogische Konzepte für die individuelle Förderung interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler in den MINT-Fächern zu entwickeln und umzusetzen.“ Mit den MINT-Fächern sind die Schulfächer Mathematik, Informatik, die Naturwissenschaften und Technik gemeint.

    Rund um die Preisverleihung wurde den rund 160 Gästen am 15. und 16. Juni 2013 auch ein attraktives Rahmenprogramm geboten. So besuchte die Vertreter der ausgezeichneten Schulen das Firmenmuseum des weltweit ältesten Pharma- und Chemieunternehmens Merck KGaA in Darmstadt, den Deutschen Wetterdienst in Offenbach sowie das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main. Der Betreuer der Jugend - forscht Arbeitsgemeinschaften der Liebfrauenschule, Dr. Nicolas Chalwatzis, war jedenfalls von den beiden Tagen in Frankfurt und dem Erfolg der von ihm betreuten Projekte sehr angetan. Für die Arbeit im neuen Schuljahr kann man ihm nur weiterhin viel Erfolg wünschen. Folgenden Tipp gibt er den jungen Forscherinnen: „Als besonders Erfolg versprechend hat sich erwiesen, wenn eine bis drei Schülerinnen eigene Ideen und Fragestellungen aufgreifen und diese wissenschaftlich erforschen, da diese meist mit der größten Begeisterung verfolgt werden.“ Man darf gespannt sein, welche wissenschaftlichen Fragestellungen die Schülerinnen der LFS im nächsten Schuljahr interessieren werden.

    Beate Falter

    Erfolgreiche Forscherinnen an der LFS, Regionalentscheid 2013

     

    Sieben Preise bei „Jugend forscht", darunter auch der Schulpreis (1000 Euro)

    Fünfzehn Schülerinnen der Liebfrauenschule traten in diesem Jahr mit sechs Projekten beim „Jugend forscht Regionalwettbewerb Bergstraße" an. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Alle Projekte erzielten eine Platzierung. Neben einem ersten, vier zweiten und einem dritten Platz für die Schülerinnen erhielt die Liebfrauenschule auch den mit eintausend Euro dotierten Schulpreis. Dieser wird der zukünftigen Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses an der Schule zugute kommen.

    Die Projekte im Bereich „Schüler experimentieren"

    Die Projekte deckten ein weites Spektrum naturwissenschaftlicher Themen ab. So hatten die zwei jüngsten Teilnehmerinnen Lara Kulke und Carola Simrock (beide erst 11 Jahre alt) sich die Frage gestellt, wie man Fruchtfliegen umweltfreundlich vertreiben kann und dabei mit Kräuterextrakten, aber auch mit Kastanien experimentiert. Die Rosskastanien erwiesen sich hierbei am wirkungsvollsten. Die Jury verlieh ihnen den zweiten Platz in der Sparte Schüler experimentieren, Biologie. Gleich zwei Gruppen traten im Fach Chemie der Sparte „Schüler experimentieren" an: Charis Chalwatzis (12), sowie die Schwestern Alisia (12) und Elena Armada-Hamm (14) hatten sich gefragt, was passiert, wenn sich im Herbst die Blätter verfärben. Hierzu haben sie aus verschiedenfarbigen Blättern die Farbstoffe extrahiert und mit Dünnschichtchromatografie aufgetrennt. Die anfangs benutzte Kreide erwies sich als nicht sehr geeignet zur Auftrennung. Bei der Analyse der Ergebnisse war UV-Licht sehr hilfreich, da es manche Farbstoffe deutlich fluoreszieren lässt. Die drei erhielten für ihre Arbeit den ersten Preis in Chemie, sowie den Sonderpreis Chemie der BASF. 

  • "Natur gegen Fliegen"
  • "Blattverfärbung im Herbst"
  • "Oxi-Reiniger"
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    In der gleichen Kategorie traten auch Lea Schneider und Lara Zerr (beide 14) mit dem Thema Oxi-Reiniger an. Sie führten verschiedene Versuche mit den Reinigern durch, die dazu geeignet waren, die Eigenschaften und Wirkungsweise der Oxi-Reiniger zu verstehen. Mit dieser Arbeit errangen sie den dritten Platz im Fach Chemie.

     

    Die Projekte im Bereich „Jugend forscht"

    Ebenfalls im Fach Chemie, aber in der Sparte „Jugend forscht" beschäftigten sich Margarita Vollmer (16) und Natalie Härtel (14) mit der Haltbarkeit von Seifenblasen, bereiteten hierzu eine Anzahl verschiedener Rezepte zu und testen diese. Besucher und Jury konnten am Stand die besten Rezepturen selbst ausprobieren, was für großes Interesse und für Anfragen nach der Rezeptur sorgten. Sie waren  auch einer besonders haltbaren Sorte auf der Spur, die aus einer Kunststoffhaut besteht. Die Jury würdigte die Arbeit mit dem zweiten Platz, sowie mit jeweils einem Gutschein für ein zweiwöchiges naturwissenschaftliches Praktikum bei der BASF. Rebekka Sauer (13), Marie-Charlotte Fendel (15) und Julia Dickerhof (15) beschäftigten sich mit der Frage, in welchen Farben Blüten von Bienen wahrgenommen werden.

    Hierzu fotografierten sie mit einer speziell umgebauten Kamera und zugehörigen Filtern Blüten, wobei einmal der für uns sichtbare und zum anderen der nahe UV-Bereich abgebildet wurden. Da Bienen kein dunkelrotes Licht, dafür aber UV-Licht sehen können, ist letzteres von besonderem Interesse. Die Fotos wurden in einem Bildbearbeitungsprogramm kombiniert, um das Farbspektrum der Bienen in einem Bild darzustellen. Hierbei ergaben sich teils verblüffende Farben und für uns unsichtbare Muster. Das Projekt erhielt den zweiten Platz im Fach Biologie der Sparte „Jugend forscht" sowie ein Jahresabonnement der Zeitschrift „Natur". 

  • "Wie halten Seifenblasen länger?"
  • "Wie sehen Bienen ihre Umwelt?"
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    Johanna Gruß (17), Jessica Kautzmann (16) und Adrienne Wachtel (15) schließlich starteten im Fach Mathematik / Informatik der Sparte „Jugend forscht", animiert durch die Sendung „Deutschlands Superhirn", bei der ein Mann magische Quadrate im Kopf berechnen konnte. Als magische Quadrate bezeichnet man eine Anordnung von Zahlen in der gleichen Anzahl von Reihen und Spalten, wobei die Zahlen so verteilt werden müssen, dass die Summe jeder Zeile und Spalte jeweils den gleichen Wert ergibt, der als magische Zahl bezeichnet wird. Um dieses Problem systematisch zu bearbeiten, lernten die beiden Programmieren und präsentierten beim Wettbewerb zwei Programme, mit denen jeweils ein bestimmter Typ magischer Quadrate berechnet werden kann, wobei der Benutzer entweder die Größe des Quadrates oder die magische Zahl vorgibt. Die Schülerinnen erhielten den zweiten Platz in ihrer Kategorie und wurden außerdem als Gäste zum Landeswettbewerb eingeladen.

    Die Liebfrauenschule ist sehr stolz auf ihre Jungforscherinnen und ist sich sicher, dass die eine oder andere auch in den nächsten Jahren ähnlich erfolgreich abschneidet.

    N. Chalwatzis, B. Falter

  • "Magische Quadrate"
  • Jungforscherinnen, Preisvergabe
  • Betreuende Lehrkraft

    Herr Dr. N. Chalwatzis